Schwere Verbrennungen werden weiter in Waadt und Zürich behandelt
In den Entscheid flossen auch die Erkenntnisse aus der Brandkatastrophe von Crans-Montana ein, wie die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Dienstag mitteilte.
Die neuen Leistungsaufträge treten am 1. Juli 2026 in Kraft und sind auf sechs Jahre befristet. Neben den Universitätsspitälern Zürich (USZ) und Lausanne (CHUV) bewarben sich keine weiteren Spitäler um einen Auftrag. Künftig werden auch mehr Verbrennungspatientinnen und -patienten in Kliniken ohne HSM-Leistungsauftrag behandelt werden können.
Die GDK beurteilte die bestehende Versorgungsstruktur mit zwei Zentren als leistungsfähig. Die Konferenz ordnete die Brandkatastrophe ausdrücklich als Katastrophenfall ein, der die reguläre Versorgungssituation nicht widerspiegele.
Für die Bewältigung bleibe die internationale Zusammenarbeit auch in Zukunft zentral. Laut GDK hätte eine Ausweitung der Anzahl Standorte sinkende Fallzahlen in den Spitälern zur Folge, was zu einem Verlust von Expertise führen würde.
Derzeit wird auf Bundesebene geprüft, wie Prozesse mit einer grossen Anzahl Patientinnen und Patienten im Katastrophenfall in Zukunft aussehen sollen. (sda)
