Schweiz
Gesundheit

USZ-Chefin bedankt sich bei entlassenem Whistleblower

USZ-Chefin bedankt sich bei entlassenem Whistleblower

Die Chefin des Universitätsspitals Zürich (USZ), Monika Jänicke, hat sich in einem Interview beim Whistleblower bedankt, der die Aufklärung rund um die Missstände an der USZ-Klinik für Herzchirurgie ins Rollen gebracht hatte.
10.05.2026, 07:2710.05.2026, 07:27

Ihm gebühre Respekt, sagte Jänicke zur «SonntagsZeitung». Denn der Whistleblower habe öffentlich auf die Missstände aufmerksam gemacht und danach das Thema immer wieder aufgebracht, sagte die USZ-Chefin im am Sonntag veröffentlichten Interview.

Monika Jaenicke, CEO, Voristzende der Spitaldirektion Univeristaetsspital Zuerich spricht waehrend einer Medienkonferenz zu den Ergebnissen der Administrativuntersuchung zu den Vorkommnissen an der Kl ...
Die Chefin des Universitätsspitals Zürich (USZ), Monika Jänicke.Bild: keystone

Sie wollte sich nicht dazu äussern, dass der Whistleblower seine Anstellung verloren hatte. Dieses Thema liege in der Vergangenheit, in der sie noch nicht beim USZ war, sagte sie. Jänicke wurde 2023 Chefin des Spitals. Die Frage der Wiedergutmachung werde sicherlich in die Aufarbeitung des am Dienstag veröffentlichten Berichts miteinbezogen, sagte sie.

Eine Administrativuntersuchung stellte schwerwiegende Mängel an der Klinik für Herzchirurgie fest und wies eine Übermortalität nach. Demnach kam es im Zeitraum zwischen 2016 bis 2020 bei rund 4500 Operationen zu 68 bis 74 mehr Todesfällen, als statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Noch sei es zu früh, um über eine Entschädigung von Opfern und Angehörigen zu sprechen, sagte Jänicke. «Aber das wird möglicherweise noch ein Thema.» (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
2
Vierfachmord von Rupperswil: Betroffene Lehrerin spricht erstmals über die Tat
Der Vierfachmord von Rupperswil im Jahr 2015 erschütterte die Schweiz nachhaltig. In ihrem Podcast spricht die damalige Klassenlehrerin des jüngsten Opfers erstmals öffentlich über die Tat und die schwierige Aufarbeitung im Dorf und an der Schule.
Der Fall Rupperswil gilt als eines der schwersten Verbrechen in der jüngeren Schweizer Kriminalgeschichte. Am 21. Dezember 2015 drang der Täter in ein Wohnhaus ein, erpresste die Mutter, missbrauchte den jüngsten Sohn und tötete schliesslich vier Personen, bevor er das Haus in Brand steckte. Die Kaltblütigkeit der Tat und die monatelange Ungewissheit bis zur Festnahme des Täters im Mai 2016 hinterliessen in der gesamten Region und schweizweit tiefe Spuren.
Zur Story