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Milliardär Gantner: So gross war seine Rolle bei US-Zollverhandlungen

Milliardär Gantner: So gross war seine Rolle bei den Zollverhandlungen mit den USA

24.05.2026, 15:5224.05.2026, 15:52
Alfred Gantner, Initiant und Mitglied des Initiativkomitees der Kompass-Initiative, gibt ein Interview bei der Einreichung der Kompass-Initiative, am Freitag, 29. August 2025, vor der Bundeskanzlei in ...
Unternehmer Alfred Gantner hat für den Bundesrat mehrere Treffen mit US-Ministern arrangiert.Bild: keystone

Die Affäre um den Zollstreit mit den USA zieht weiter ihre Kreise. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, soll Unternehmer und Milliardär Alfred Gantner eine grössere Rolle bei den Verhandlungen mit der US-Regierung gespielt haben als bisher angenommen.

Im Rahmen einer Untersuchung zu den Vorgängen hat die GPK (Geschäftsprüfungskommission) des Ständerats Gantner zu seiner Rolle befragt – und zur Zusammenarbeit mit Seco-Staatssekretärin Helene Budliger Artiega. Sie war nach dem Scheitern von Bundesrätin Karin Keller-Sutter federführend während der Verhandlungen. Ihr wurde im Nachgang vorgeworfen, zu viele private Akteure daran beteiligt zu haben – und vielleicht gar vertrauliche Verhandlungspositionen mit diesen geteilt zu haben.

Laut dem «Blick» hat Gantner gegenüber den Parlamentariern Klartext gesprochen: Von der Staatssekretärin habe er kein einziges geheimes Dokument erhalten, es sei nur um Business gegangen. Seine Rolle sehe er ausschliesslich als Berater in der Frage, wie die Schweiz ihre Handelsbilanz von einem Überschuss von 40 Milliarden auf eine ausgeglichenere Summe reduzieren könne.

Weiter habe Gantner auf sein privates Netzwerk zurückgegriffen, um die Verhandlungen mit der US-Regierung voranzubringen, nachdem Bundespräsidentin Keller-Sutter im Weissen Haus zur «Persona non grata» geworden war. Für Wirtschaftsminister Guy Parmelin habe der Milliardär drei Treffen mit hochrangigen US-Ministern arrangieren können: mit Finanzminister Bessent, mit Handelsminister Lutnick und mit dem Handelsbeauftragten Greer.

Weiter schreibt der «Blick», dass der Bundesrat derweil an einem Plan B arbeite, sollte kein rechtsverbindlicher Zolldeal zustande kommen. In diesem Fall würde Bern sich notfalls mit einer Absichtserklärung seitens der US-Regierung zufriedengeben. Offiziell schweige die Regierung aber zu den weiterlaufenden Verhandlungen.

(cpf)

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