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Nun steht fest, wie stark die USA die Schweiz bestrafen

U.S. Trade Representative Jamieson Greer speaks during a tour of Atomic Industries' manufacturing facility Thursday, April 9, 2026, in Warren, Mich. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
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Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer, hier während eines Auftrittes im Kongress.Bild: keystone

Zwangsarbeits-Vorwürfe: Nun steht fest, wie stark die USA die Schweiz bestrafen wollen

Der amerikanische Handelsbeauftragte kritisiert die Schweiz scharf. Und er schlägt Präsident Donald Trump vor, Importe mit einem neuen Strafzoll von 12,5 Prozent zu belegen.
03.06.2026, 06:4303.06.2026, 06:43
Renzo Ruf
Renzo Ruf

Dicke Post aus Washington für das Staatssekretariat für Wirtschaft: Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer will auf Gütern aus der Schweiz einen Strafzoll von 12,5 Prozent erheben — weil die Schweiz nicht energisch genug gegen Zwangsarbeit im Ausland vorgehe. Dies schade letztlich der amerikanischen Volkswirtschaft, heisst es in einem 98 Seiten zählenden Bericht, der in der Nacht auf Mittwoch veröffentlicht wurde.

Denn gegen Produkte, die dank Zwangsarbeit zu einem günstigeren Preis hergestellt werden könnten, könnten amerikanische Hersteller nicht mithalten. Im Bericht wird diese Behauptung mit Zahlen über Reis-Importe aus Myanmar und Tabak-Importe aus Malawi untermauert, die mit Importen aus den USA verglichen werden. Das Vorgehen von Handelspartnern wie der Schweiz sei jedenfalls «inakzeptabel», liess sich Greer zitieren.

Wann die neuen Strafzölle in Kraft treten sollen, geht aus dem Bericht nicht hervor. Der Handelsbeauftragte will den betroffenen Ländern am 7. Juli an einer Anhörung noch einmal Gelegenheit geben, ihre Vorbehalte gegen den neuen Strafzoll vorzubringen. (Aus der Sicht von Bundesbern wichtig: Die Europäische Union kommt in den Augen Greers ein bisschen besser weg als die Schweiz und soll nur mit einem Zusatzzoll von 10 Prozent bestraft werden.)

Es ist aber anzunehmen, dass Greer die Argumente der US-Handelspartner erneut ignorieren wird, so wie er dies bereits während der kürzlich abgeschlossenen Untersuchung seines Büros tat. Greer hat bis Ende des kommenden Monats Zeit, Präsident Donald Trump eine Alternative für die aktuell geltenden Strafzölle von 10 Prozent vorlegen.

Die Schweiz hatte Mitte April, im Rahmen der Greer-Untersuchung, offiziell Stellung zu den Anschuldigungen aus Washington genommen. Den Einwand des Handelsbeauftragten, dass amerikanische Anbieter in der Schweiz von ausländischen Unternehmen, die Zwangsarbeiter einsetzten, ausgebootet würden, wies die Seco-Chefin Helene Budliger Artieda dabei zurück.

Greer führte in den vergangenen Wochen auch eine Untersuchung über angeblich unfaire Handelspraktiken durch, die auch die Schweiz betraf. Hierzu liegt der Schlussbericht des Trump-Vertrauten aber noch nicht vor. (aargauerzeitung.ch)

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26 Kommentare
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manson
03.06.2026 06:51registriert Dezember 2023
der krieg der usa beschädigt die ganze weltwirtschaft, man sollte us produkte auf stärker mit zöllen belegen.
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LuLuke
03.06.2026 07:01registriert Februar 2021
Wann hört die Schweiz endlich auf mit der Trump-Regierung zu verhandeln.
Man verhandelt nicht mit Gangstern!
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Raketenwissenschaftler
03.06.2026 06:57registriert Januar 2023
Wir haben ja vor kurzem über die Konzernverantwortungsinitiative abgestimmt, welche eine Kontrolle der Lieferketten erfordert hätte. Tatsache ist, weiss wieviele Produkte aus Zwangsarbeit in der Schweiz irgendwo verwendet werden.
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