Appell an den Bundesrat: Schweiz soll zivile Opfer aus Gaza aufnehmen
Zahlreiche Schweizer Personen, unter anderem aus Gesundheit, Politik, Wirtschaft und Kultur, wollen, dass die Schweiz zivile Opfer aus Gaza aufnimmt und medizinisch versorgt. Dabei geht es insbesondere um schwerverletzte oder erkrankte Frauen und Kinder, wie dies bereits Ende 2025 geschehen ist.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner eines entsprechenden Appells an den Bundesrat zeigen sich entsetzt über die anhaltende schwierige Lage im Gazastreifen für die Bevölkerung. Hunger, Durst und mangelnde medizinische Versorgung verursachten grosses Leid in der Zivilbevölkerung, insbesondere bei den schutzbedürftigsten Menschen: Kindern, Frauen und älteren Menschen, heisst es in dem Appell, der auch von den Ex-Bundesräten Micheline Calmy-Rey, Ruth Dreifuss und Joseph Deiss unterzeichnet ist.
Verschärft werde die Situation durch die extreme Behinderung der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen, die Einfuhrbeschränkungen für lebensnotwendige Güter und medizinische Hilfsmittel sowie die anhaltende Vertreibung der Bevölkerung. Der Bundesrat solle von den politischen und militärischen Verantwortlichen Israels die Öffnung der Grenzen für Hilfsgüter, die Evakuierung von Verletzten und die Einstellung aller Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen verlangen. Ausserdem sollten Medien Zugang nach Gaza erhalten, um die Lage und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu dokumentieren.
Der Bundesrat soll nach dem Willen der Unterzeichnenden auch ausdrücklich erklären, dass die israelische Regierung, sollte sie die Praktiken, die gegen das humanitäre Völkerrecht verstossen, nicht einstellen, mit gezielten Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und Institutionen rechnen müsse. (dab/sda)
