DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Natalie Rikkli»-Song: Chaostruppe wehrt sich gegen Anprangerung



Das Berner Rap-Kollektiv Chaostruppe wehrt sich gegen pauschale Anschuldigungen, nachdem einzelne Mitglieder in einem Song Nationalrätin Natalie Rickli angegriffen hatten. Nun werde die ganze Truppe angeprangert.

Dem Kollektiv gehören 14 Mitglieder an, wie die Chaostruppe in einer Stellungnahme festhält. Drei der fünf beteiligten und später angeklagten Künstlerinnen und Künstler des fraglichen Rickli-Songs seien Mitglieder des Kollektivs. In dem Stück mit dem Titel «Natalie Rikkli» beschimpften die Musiker die Zürcher SVP-Nationalrätin. Die sda hatte über den Fall berichtet.

Song bereits 2014 entstanden

Die Chaostruppe hält in ihrem Schreiben fest, der Song sei nicht etwa im vergangenen Jahr, wie in den Medien zu lesen war, sondern 2014 entstanden. Das Lied sei weder von der Chaostruppe produziert noch von dieser veröffentlicht worden. Ferner habe es kein Video dazu gegeben.

Es handle sich vielmehr um einen Song, der auf dem Gratis-Mixtape «Focalin und Hüttächäs» von Tilt und 200BPM über deren eigene Homepage veröffentlicht worden sei. Obwohl lediglich drei der fünf beteiligten Musikerinnen und Musiker Mitglieder der Chaostruppe seien, habe das Kollektiv «den Grossteil des medialen Shitstorms» kassiert.

Absurde Behauptung

Die komplette Chaostruppe sei durch Schlagzeilen und Berichte öffentlich als üble «Sexisten» angeprangert worden. Diese Behauptung sei absurd, da die Truppe bekanntlich gegen jede Form von Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts sei. Zudem hätten die Medien ausgeklammert, dass eine der beschuldigten Personen eine Frau sei.

Die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hatte die beteiligten Musikerinnen und Musiker ursprünglich per Strafbefehl wegen Verleumdung, Beschimpfung und sexueller Belästigung verurteilt. Sie zogen das Urteil jedoch weiter und wurden im September vom Regionalgericht Bern-Mittelland wegen Beschimpfung zu einer bedingten Geldstrafe von einigen hundert Franken verurteilt, wie der «SonntagsBlick» berichtete, der den Prozess besuchte. Von den Vorwürfen der Verleumdung und sexuellen Belästigung wurden die Rapper hingegen freigesprochen.

Unschuldig bis zur Verurteilung

In diesem Zusammenhang weist die Chaostruppe in ihrem Statement auf die Unschuldsvermutung hin, die bis zu einer Verurteilung gilt.

Die Staatsanwaltschaft ist mit dem Urteil des Regionalgerichts nicht einverstanden. Sie hat Berufung angemeldet. Sobald das schriftliche Urteil vorliegt, entscheidet die Generalstaatsanwaltschaft, ob das Urteil ganz oder nur in Teilen angefochten wird. In zweiter Instanz entscheiden müsste dann das Berner Obergericht. (whr/sda)

«Miss America»-Kandidatinnen kritisieren Trump

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Kreml reagiert mit Ausweisungen auf Sanktionen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Absichtlich die Ex-Freundin angezündet – oder doch nur ein Unfall am Gasgrill?

Die Vorwürfe an den Mann waren extrem: Er soll seine ehemalige Freundin mit Brennsprit übergossen und angezündet haben. Am Dienstag kam es zum Prozess vor dem Bezirksgericht Bremgarten. Doch die Frau konnte den Richter nicht überzeugen.

«Danke», murmelte der durchtrainierte, bärtige Deutsche, als der Richter sein Urteil verkündet hatte. Wenige Minuten später, vor den Türen des Gerichtsgebäudes, Schweisstropfen bedeckten noch immer seine Stirn, sagte er: «Ich bin froh, dass es jetzt endlich vorbei ist.»

Jahrelang lebte der Mann in Unsicherheit. Vor dem Bezirksgericht Bremgarten stand er diesen Dienstag, nebst anderer Delikte, auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Die angebliche Tat soll er 2015 begangen haben. «Ich …

Artikel lesen
Link zum Artikel