Schweiz
Justiz

Bündner Jäger wegen Wolfsabschuss im Puschlav zu Geldbusse verurteilt

Im Tessin starb ein 51-jähriger Jäger durch einen Schuss, den ein anderer Jäger abgefeuert hatte. (Symbolbild)
(Symbolbild)Bild: TI-PRESS

Bündner Jäger wegen Wolfsabschuss im Puschlav verurteilt

09.07.2026, 13:5709.07.2026, 13:57

Der Jäger, der 2025 im Puschlav einen Wolf getötet hat, ist wegen Verstosses gegen das Bundesgesetz über die Jagd verurteilt worden. Der Mann muss eine Geldbusse zahlen, das Jagdpatent wird ihm jedoch nicht entzogen.

Die Bündner Justiz hat am 18. Juni einen Strafbefehl erlassen. Der Jäger hat das Urteil akzeptiert, womit es rechtskräftig ist. Die vom Tessiner Radio und Fernsehen (RSI) vorab verbreitete Nachricht wurde heute von der Bündner Staatsanwaltschaft gegenüber Keystone-SDA bestätigt.

Der Täter handelte fahrlässig: Der Jäger tötete das Tier während der Jagdzeit ohne Vorsatz, achtete jedoch nicht ausreichend darauf, dass er auf ein geschütztes Tier schoss.

Der Jäger muss nun eine Geldbusse zahlen, die nach dem Bundesgesetz über die Jagd maximal 10'000 Franken betragen kann. Zudem muss er den Wert des erlegten Tieres ersetzen. Das Jagdpatent wird ihm hingegen nicht entzogen. Diese Massnahme ist beispielsweise vorgesehen, wenn eine Person eine andere Person vorsätzlich oder grobfahrlässig auf der Jagd tötet oder verletzt und die Gefahr besteht, dass sie ähnliche Straftaten begeht.

Hätte der Jäger das geschützte Tier vorsätzlich getötet, hätte ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr gedroht.

Abschuss am ersten Tag der Jagd

Die Ereignisse gehen auf den 1. September 2025 zurück, den ersten Tag der Hochjagd. Im Puschlav wurde der Kadaver eines männlichen Tieres mit einer Schusswunde gefunden. Da in diesem Zeitraum in der Region keine Abschussbewilligungen für Wölfe erteilt worden waren, wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Im Februar dieses Jahres beschloss die Staatsanwaltschaft, ein Strafverfahren gegen einen Jäger zu eröffnen, der nun verurteilt wurde. (sda)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Grillo
09.07.2026 15:33registriert Oktober 2020
Der Entzug des Jagdpatentes auf Lebzeit, wäre viel effektiver als jede Busse.
Bündner Jäger, Bündner Richter, Bünder Filz.
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Zwö
09.07.2026 15:26registriert August 2019
Also hat der Jäger den Wolf nicht vorsätzlich abgeknallt? Was dachte sich der Jäger dann? Es wäre ein Murmeltier?
Wurde ihm wenigstens der Flachmann konfisziert?
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oléoléolé
09.07.2026 16:47registriert März 2021
Also für 10'000 kann man im Bündnerland einen Wolf abknallen? Man muss nur nachher angeben, man dachte, man schiesse auf ein Reh oder irgend ein anderes Tier mit Ohren?

Und immer dran denken: Wir haben an der Urne bestimmt, dass Wölfe gschützt werden. Die ganze Jagdgesellschaft und Bundesrat Rösti treten die Demokratie mit Füssen.
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