Schweiz
Klima

Gletscherschwundtag 2025: Jetzt schrumpfen die Schweizer Gletscher

Matthias Huss, of the Federal Institute of Technology in Zurich and glacier monitoring group GLAMOS, arrives at the Rhone Glacier near Goms, Switzerland, June 10, 2025. (AP Photo/Matthias Schrader)
Cl ...
So sah der Rhonegletscher Anfang Juni 2025 aus.Bild: keystone

Die Schweizer Gletscher schrumpfen ab jetzt wieder – früher als im letzten Jahr

04.07.2025, 10:3104.07.2025, 10:31

Die Gletscherschmelze hat begonnen. Der Schnee und das Eis, die die Schweizer Gletscher im Winter angesammelt haben, sind ersten Berechnungen zufolge seit Freitag vollständig geschmolzen – ab jetzt verlieren die Gletscher an Masse.

Das gab der Gletscherforscher Matthias Huss auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt. Dieser Zeitpunkt, an dem ein Gletscher die gesamte Schnee- und Eisreserve, die sich über den Winter angesammelt hat, wieder verloren hat, wird als Gletscherschwundtag – auf Englisch Glacier Loss Day (GLD) – bezeichnet.

So früh wie dieses Jahr wurde der Gletscherschwundtag bislang nur einmal erreicht, wie Daten des Schweizer Gletschermessnetzes Glamos zeigen: Im Rekordjahr 2022 war er bereits am 26. Juni.

Aktuell handle es sich beim GLD 2025 um eine Schätzung, die sich bis zum Jahresende noch verändern könne, räumte Huss ein. Wie viel Eis die Schweizer Gletscher bis zum Ende der Schmelzperiode tatsächlich verloren gehen, hängt nun von den Wetterbedingungen der nächsten drei Monate ab. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Gletscher in Gefahr
1 / 12
Gletscher in Gefahr
30. November: Wanderer auf dem Perito Moreno Gletscher in Argentinien.
quelle: getty images south america / mario tama
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Es hat mit Wehmut zu tun» – wie der Klimawandel die Schweizer Bergwelt verändert
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lucas Uldry ist erster autistischer Fussball-Schiri der Romandie
Der Waadtländer Lucas Uldry (18) lebt mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und hat diesen Monat erstmals ein offizielles Fussballspiel geleitet. Eine besondere Geschichte über Mut, Leidenschaft und den eigenen Weg.
C-Junioren-Spiele wie jenes zwischen Pully und Echandens vom Samstag, 12. September 2026, gibt es jedes Wochenende zu Hunderten in der Romandie. Und trotzdem wird diese Partie in der Geschichte des Westschweizer Fussballs einen besonderen Platz einnehmen. Der Grund: Zum ersten Mal wurde ein solches Spiel von einem Schiedsrichter mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) geleitet. «Ich kenne kein anderes Beispiel aus der Romandie», sagt Jean-Marie Perret. Der Sonderpädagoge und Vorreiter des inklusiven Fussballs bezeichnete die Premiere in einem LinkedIn-Post als «magischen Moment».
Zur Story