Schweiz
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Die Traubeneiche vor dem Gemeindehaus in Suhr wurde im Rahmen der «Aktion Klimaoase» gepflanzt. Das Projekt hat für die Schweiz Pioniercharakter. Sandra Ardizzone/CH Media

Oasen in der Betonwüste: Wie Bäume an Hitzetagen die Schweizer Städte kühlen sollen

Heute gibt es in Städten und Gemeinden regelrechte Hitzeinseln. Bis im Jahr 2060 soll sich das ändern.

Sabine kuster



Es ist heiss an diesem Dienstagnachmittag. Wer über den Platz vor dem Gemeindehaus in Suhr AG schreitet, kneift die Augen zusammen. 30,5 °C zeigt das Thermometer im Schatten einer jungen Eiche an. Sie wirkt etwas schutzlos, dabei soll sie doch selber vor der Hitze Schutz bieten.

Pro Jahr werden hier 11 Hitzetage registriert. In 30 Jahren könnten es 45 Hitzetage sein, also eineinhalb Monate lang tagsüber Temperaturen über 30 Grad. Das prognostiziert das National Center for Climate Services NCCS des Bundesamtes für Umwelt. Eineinhalb Monate lang schwitzen, wenn den fossilen Brennstoffen bis dahin nicht der Hahn zugedreht wird.

An Hitzetagen ist es gesundheitlich relevant, wo wir uns gerade aufhalten. Ob auf einem Asphaltplatz in der Stadt ohne Baum – oder mit Baum. 45 Tage lang werden wir nicht in die Ferien verreisen oder in der Badi verbringen können, um uns abzukühlen. Wir werden mit der Hitze leben müssen. Denn mit 16 bis 26 Hitzetagen rechnet das NCCS bis 2060 in der Region Aarau selbst dann, wenn die CO2-Emissionen ab sofort sinken und 2050 praktisch bei null sind.

«Es bleiben 40 Jahre, etwas zu tun bis zum voraussichtlichen Peak der Klimaerwärmung 2060», sagt Thomas Baumann, Agronom und im Aargau verantwortlich für ein Projekt mit dem Namen «Aktion Klimaoase».

Gepflanzt, um zwischen Beton und Asphalt zu kühlen

In 40 Jahren sollte die Traubeneiche vor dem Gemeindehaus in Suhr eine Grösse von mindestens 10 Metern erreicht haben und einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 cm. Dann soll sie leisten, wofür sie gepflanzt wurde: Schatten spenden und die Umgebung kühlen.

Unter einem ausgewachsenen Baum ist die Lufttemperatur bis zu 7 Grad kühler als an der Sonne. Wir nehmen es aber als rund 15 Grad kühler wahr als in gewöhnlichem Schatten, weil der Baum laufend Feuchtigkeit verdunstet. Bis zu 500 Liter können das bei einer grossen Eiche pro Tag sein. Verschiedene Berechnungen gehen zudem davon aus, dass ein grosser Baum jährlich 600 Kilogramm bis 6 Tonnen Feinstaub aus der Luft filtern kann. Dass Bäume auch viele subjektive Effekte auf das menschliche Empfinden haben, ist bekannt: Ein Baum macht eine Umgebung schöner, natürlicher, angenehmer, friedlicher.

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grafik: chmedia

Diese Leistung – um es wirtschaftlich auszudrücken – will der Aargau in seinen Gemeinden nun bekannt machen. Im Rahmen des Projektes «Klimaoase» sollen im Kanton 25 Bäume bis im Jahr 2021 mitten in die Hitzeinseln der Städte und Dörfer gepflanzt werden. Das ist eine von 50 Massnahmen schweizweit, welche die Auswirkungen des Klimawandels eindämmen sollen. Diese sind vom Bundesamt für Umwelt als Pilotprojekte gedacht und sollen in zwei Jahren Lösungsansätze aufzeigen.

Einheimische Bäume haben es schwer in der Stadt

Dazu gehört nicht nur die zunehmende Sommerhitze und Trockenheit, sondern auch steigendes Hochwasserrisiko, instabile Hänge oder die veränderte Artenzusammensetzung im Tier- und Pflanzenreich. Wer die Projektbeschriebe zum Hitzeproblem liest, vor dessen Auge wachsen grüne Städte voller zusätzlich kühlender Teiche und Brunnen. In der Realität aber braucht es viel, bis nur schon ein einziger Baum wie jener in Suhr gepflanzt werden kann. Bezahlt ist er schnell, doch für die Gemeinde bedeutet er mehr Arbeit. Er muss in den ersten Jahren bewässert und geschnitten und der Stamm mit weisser Farbe oder einer Hülle vor Hitze geschützt werden. Im Herbst muss das Laub eingesammelt werden. Regenwasser sollte über den Platz in die Pflanzgrube fliessen – aber im Winter kein Salzwasser. Eine Tiefgarage kann dort nicht mehr gebaut werden.

«Es ist gar nicht so einfach, einen Baum in der Stadt zu pflanzen, da der Raum immer knapper wird und die Standortbedingungen eine grosse Herausforderung an den Baum stellen», sagt Daniel Keller, der als Landschaftsarchitekt vom Büro StadtLandschaft das Projekt Klimaoase fachlich betreut. «Und doch sind Bäume nun immer häufiger ein Thema, in den Gemeinden und in der Politik.»

Jürg Link ist Gemeindepräsident in Niederlenz AG und findet: «Etwas Neues kostet immer, aber ein Baum ist eine gute Sache.» In Niederlenz soll im November ein neuer gepflanzt werden, und auf dem Lindenplatz steht tatsächlich noch eine Linde. Andernorts zeugt nur noch der Name davon, dass grosse Bäume früher zum Ortsbild gehörten. Link findet, gerade zu Politikern passe doch das Sprichwort: «Hör auf zu reden und pflanze einen Baum.»

Doch damit ist es nicht getan. Diese Bäume sollen richtig alt werden. Denn nur gross sind sie echte Klimaoasen. Doch bei Grün Stadt Zürich beispielsweise rechnet man nur mit einer Lebensdauer eines Baumes im Strassenbereich von 35 bis 50 Jahren. Thomas Baumann vom Projekt «Klimaoase» aber sagt: «Ein Baum kann in der Stadt 80 bis 100 Jahre alt werden, wenn er gepflegt wird und der Standort geeignet ist.»

Im immer heisseren Stadtklima haben Fichten keine Chancen, Buchen haben es schwer, einheimische Linden kommen an ihre Grenzen, Kastanien sind salzempfindlich, und die Esche plagt das Eschentriebsterben. «Es geht in der Stadt nicht mehr nur mit einheimischen Bäumen», sagt Thomas Baumann. Die Zerreiche aus Südosteuropa sei ein guter Kandidat, die Flaumeiche, die heute schon auf dem Kettenjura zu finden ist, der Ginkgo ebenfalls.

Der Platz vor dem Gemeindehaus in Suhr war ohne Baum gestaltet worden. Und hat jetzt einen. In Olten wurde letzte Woche beschlossen, an zwei Strassen in der Stadt 12 zusätzliche Bäume zu pflanzen. Der Münsterhof in Zürich wurde 2016 neu gestaltet und bald als Glutofen bezeichnet. Er soll jetzt nachträglich Bäume erhalten. Der Sechseläutenplatz, 2014 neu gebaut, hat immerhin am Rand Bauminseln. Die Europaallee direkt neben dem Hauptbahnhof, welche durch den neuen, hoch gebauten Stadtteil führt, wurde schon lange geplant – und ist nun ein Glutkorridor mit nur wenigen Bäumen. Daniel Keller sagt: «Wir werden uns noch viel mehr mit der Funktion eines Ortes beschäftigen müssen.»

(chmedia)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pumba 01.09.2019 06:41
    Highlight Highlight Ich habe noch nie verstanden wieso man diese sterilen Betonwüsten baut ohne die Natur zu integrieren. Die allermeisten Leute schwärmen von den italienischen Piazzas mit Bäumen und Cafés, wo eine gewisse Unordnung herrscht, aber zumindest Leben stattfindet. Aber bei uns muss alles so pflegeleicht wie möglich sein damit es nicht zuviele Kosten verursacht. Arme Schweiz..
  • Schneider Alex 01.09.2019 06:16
    Highlight Highlight Reste von Natursehnsucht sind offenbar auch den Städtern noch verblieben. Mickriger Ersatz für das Wohnen im Grünen!
  • B-Arche 01.09.2019 00:06
    Highlight Highlight Warum mag man in der Schweiz überhaupt diese Betonwüsten?
    In Deutschland machte man das in den 1960ern und 1970ern. Heute will man das dort nicht mehr.

    In der Schweiz scheint man Betonklötze immer noch zu lieben.
    • dmark 01.09.2019 01:09
      Highlight Highlight In der Schweiz kommt halt alles etwas später... :D
  • Kalle Blomquist 31.08.2019 22:46
    Highlight Highlight Bin heute beim Bellevue in Zürich über den Sechseläutenplatz gelaufen. Und mir kam gleich beim betreten eine Hitzewelle entgegen. Der ganze Steinboden speichert die Wärme.
    Ich habe den neuen Platz noch nie gemocht. Und jedes Mal denke ich darüber nach wie blöd die Menschheit doch ist. Soll sie sich doch selbst ausrotten. Was sich jetzt anfängt zu bewahrheiten. Jedes Jahr gibt es mehr Hitzetote.
  • Wenzel der Faule 31.08.2019 21:43
    Highlight Highlight Habe letzte Woche zwei Bäume in meinem Garten gepflanzt, werden dann noch mehr. Ich mach mir meine eigene grüne Oase.
    🌳🌲🌱🌻
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 01.09.2019 08:02
      Highlight Highlight Will jemand Hainbuchen, Winterlinde, Stieleiche und Haseln haben? Ich hätte da noch ein paar kleine Vermehrungsanarchen - die suchen ein Zuhause, um weiterzuwachsen. 💁🏼‍♀️
  • lynx 31.08.2019 20:19
    Highlight Highlight Gute Aktion! Dürften gerne auch mal bei der SBB vorbeigehen. *hust*Europaallee*hust*
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 31.08.2019 20:04
    Highlight Highlight Erscheint sinnvoll. Welcher Baum kann denn mit wenig Regen, Wolkenbrüchen, Fallböen, Frost und Salz? Welche Folge hat das für das hiesige Ökosystem, wenn man extrem widerstandsfähige Arten hier anbaut? Man will ja die heimischen Arten nicht noch mehr unter Druck setzen ...
    • sa5 31.08.2019 20:30
      Highlight Highlight Das hiesige Ökosystem ist durch die extremen Wetterlagen der letzten Jahre schon ziemlich in Bewegung, respektive unter Druck gekommen. Invasive Arten sind nur eines unter vielen Problemen.
      Dieses Jahr scheinen Futtermais und Äpfel einen Monat früher als vor einer Dekade erntereif zu sein. Es scheint also ob das Ökosystem sich neu finden und stabilisieren muss/sollte.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 31.08.2019 22:02
      Highlight Highlight Und weils extrem unter Druck gekommen ist, bauen wir Arten an, die es noch mehr unter Druck setzen? Sommerflieder, jap. Knöterich, Goldrute, Ambrosia und Springkraut - über die haben wir im Sommer abgekotzt, dass es eine Freude war. Was kommt dazu und wer trägt die Verantwortung für neue invasive Arten? Darüber sollte man sich zumiindest ein bisschen Gedanken machen, bevor man arme Menschen das Zeug wieder von Hand rausrupfen lässt, finde ich.
  • Smeyers 31.08.2019 19:52
    Highlight Highlight InnTel Aviv haben Sie das Prinzip der Gartenstadt schon vor 100 Jahren umgesetzt. Und heute profitiert die Bevölkerung immer noch. Es funktioniert also.
  • Phrosch 31.08.2019 19:30
    Highlight Highlight Hm, vor Jahren hat Zug eine Strasse im Stadtzentrum sozusagen renoviert. Dabei wurden alle Bäume, die es damals gab, entfernt, obwohl schon damals klar war, dass dies ein Blödsinn ist. Frage mich grad, wie lange es wohl geht, bis Löcher gerissen und neue Bäume gepflanzt werden... 🤔
  • sa5 31.08.2019 19:29
    Highlight Highlight Einfacher, billiger und schneller lassen sich Fassadenbegrünungen realisieren. Mit schnellwachsenden Kletterpflanzen sind schnell Fassaden begrünt und wandeln Co2 um anstatt Hitze zu reflektieren.
    Die Schweiz ist in Sachen vertikaler Gewächshäuser, bodenloser Kulturen und vertikaler Begrünungen ein Entwicklungsland. Zu stark ist der Mythos von der fruchtbaren Heimat-Scholle in den Köpfen verankert.

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  • Fairness 31.08.2019 19:29
    Highlight Highlight All die schrecklichen, leeren, kahlen, modernen Plätze müssen jetzt also WIEDER bepflanzt werden, nachdem man vielerorts auch gesunde, alte Bäume teuer umgebracht hat. In Zürich jedenfallsist das so. Der Paradeplatz früher nd heute istkein Vergleich. Null Charme, nur Hitze. Zu faul zum Laub rechen im Herbst? Es hat ja g nug Arbeitsuchende ... Trauriges kurzfristiges Denken!
  • Biotop 31.08.2019 19:03
    Highlight Highlight Nichts muss gekühlt werden, der Herbst und der folgende Winter regeln dies.
    Immerhin sind bereits gestern die Stare und heute die Schwalben Richtung Süden gestartet. Auf einen nasskalten Herbst folgt ein milder Winter und ein Jahrhundert-Frühling.
  • eysd 31.08.2019 18:48
    Highlight Highlight Bei uns ums Haus sind innerhalb von einem Jahr 5 Bäume gefällt worden.trotz Petition... jetzt sehen alle nur die wunderschönen verputzten Wände rundum. Gemeinde kann nichts dagegen tun..sollte aber
    • G. 01.09.2019 03:11
      Highlight Highlight Du meinst wohl, die Gemeinde WILL NICHTS dagegen tun
  • Neruda 31.08.2019 18:41
    Highlight Highlight Geht einmal die Altstadt von Odessa anschauen. Da wurde schon vor 200 Jahren schlau geplant und nun stehen grosse Bäume beidseits der Strassen. Eine der schönsten Städte die ich kenne und auch dank den Bäumen im Sommer sehr angenehm.
  • Neruda 31.08.2019 18:38
    Highlight Highlight Haha Suhr ist ein gutes Beispiel, da wurde erst gerade zwischen SBB-Bahnhof und altem WSB-Trassee alles zubetoniert. Vorher gab es noch ein bisschen grün zwischen den Häusern, jetzt praktisch nur noch Beton. Wir müssen unsere Dörfer und Städte endlich beginnen zu planen und nicht einfach die Grundeigentümer alles zubetonieren zu lassen. Schließlich leiden am Ende wir alle darunter!
  • wolge 31.08.2019 17:39
    Highlight Highlight Ich würde generell viel der zubetonierten Fläche aufreissen und grün anpflanzen.

    Zum Beispiel sollte die Magerwiese auf dem Münsterhof in Zürich gleich übernommen werden. Boden aufreissen und Wiese und Bäume rein...
    Benutzer Bild
  • Offi 31.08.2019 17:36
    Highlight Highlight Das ist aber ein ziemlich alter Zopf, schon mein Grossvater hat dies bereits gewusst .... sass im Sommer nach dem Fiirabig gern unter der Linde, bin aber froh dass unsere studierten Städteplaner dies nun auch gemerkt haben, gratuliere!
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 31.08.2019 17:29
    Highlight Highlight Wie beschränkt müssen die behördlichen Städteplaner sein, dass sie erst jetzt merken, dass Bäume urbane Orte wohnlicher machen. Wir bezahlen mit den Steuern die ETH. Dort werden Raumplaner ausgebildet. Wofür?
    • lynx 31.08.2019 20:18
      Highlight Highlight Glaub mir Nestroy, an den Raumplanern liegt es nicht oder nur sehr selten! Die Schuldigen für die Betonwüsten sind woanders zu suchen...!
  • wasylon 31.08.2019 17:19
    Highlight Highlight In der rot/grünen Stadt Zürich spannenden sie ja lieber Sonnensegel oder stellen Sonnenschirme in den neugestallten Plätzen auf. 😂 Ein Baum währe der künstlerischen Anspruch der Linken Stadtregierung wohl ein Dorn im Auge.
    Benutzer Bild
    • nöd ganz. klar #161! 31.08.2019 18:52
      Highlight Highlight Ach Wasylon... ich zitiere:

      „Am Nachmittag hat der inoffizielle «Schattenminister» von Zürich, Stadtrat Filippo Leutenegger (fdp.), die Installation den Medien präsentiert.“

      Verantwortlich für die Schirme auf dem Sechsiläuten- und für die Sonnensegel auf dem Münsterplatz ist Filippo Leutenegger von der...FDP. jep, FDP. Äff-De-Pee. Klingelt was?



    • wasylon 31.08.2019 20:17
      Highlight Highlight @nöd ganz

      Die neugestalltung des Sechseläutenplatz wurde 2013 fertiggestellt. Filippo Leutenegger ist seit 2014 Stadtrat. Und wer war vor Leutenegger Vorsteherin im Tiefbau Departement. Bingo die Grüne Ruth Genner.
      Wenn nun also Filippo Leutenegger "Notmassnamen" ergreift, ist er also in deinen Augen der Buhmann? 😅
      Zeigt einmal mehr das die Linken nie Verantwortung für ihre Politik wahrnehmen. Selbst wenn sie die Entscheidung fällen schieben sie es dem Nachfolger in die Schuhe🤔
    • G. 01.09.2019 03:14
      Highlight Highlight Die Linken das sind doch die Cüpli-Sozis. Zuhause im umgebauten Bauernhaus sitzen und klugsch... Worte sprechen aber ja keine Verantwortung übernehmen und einfach mal drauflos entscheiden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ranzelpanzel 31.08.2019 16:53
    Highlight Highlight Es braucht deutlich mehr Bäume und meines Erachtens sollten auch Obstbäume und bienenfreundliche Bäume gewählt werden! Essen für Menschen für Insekten in der Zukunft.
  • Fernrohr 31.08.2019 16:52
    Highlight Highlight Während bei uns im Aargau, aber auch in Zürich jeder Baum im Dorf und der Stadt gefällt wird wenn nur ein Ästchen runterfallen könnte, oder auch nur das Laub stört, wachsen im welschen Bäume in die Höhe, es ist eine wahre Freude. Fahrt doch mal durch Nyon, oder dem Genfersee entlang. Überall Bäume. Zwischen Terrassenhäusern, in Wohngebieten, mitten in den Städten. Der Unterschied ist riesig. Im welschen haben sie begriffen, das Bäume etwas bringen, bei uns stören sie nur. Wir leben hier im Vergleich dazu in einer baumlosen Gegend.
    • Sybille Brini 31.08.2019 18:40
      Highlight Highlight Leben und leben lassen. Wer in Genf von der Einfallstrasse auf den Quai Wilson abbiegt, um in die Innenstadt zu kommen, sieht linkerhand den Parc Mon Repos mit wunderschönen, alten Bäumen, von denen eine Libanonzeder weit über die vielbefahrene Strasse ragt. In einer Deutschschweizer Stadt wäre dieser Baum längst einer Sicherheitsmassnahme zum Opfer gefallen.
    • sa5 31.08.2019 19:21
      Highlight Highlight Niemand fällt gerne Bäume. Am wenigsten die Verantwortlichen.
      Oft ist man aus versicherungstechnischen Gründen gezwungen Bäume der Zivilisation zu opfern.
      Ein Ast der aus grosser Höhe herunter fällt, beschleunigt im Quadrat. Prallt er mit dem Spitz auf einen Schädel auf, ist schnell ein Kopf durchbohrt.
      Was sehr schnell zum Ende einer vielversprechenden Gärtnerkarriere führen kann. Darum reagieren die Verantwortlichen lieber zu früh und gerne zu radikal.
    • G. 01.09.2019 03:15
      Highlight Highlight Vive la Romandie!
  • Ferd Blu 31.08.2019 16:38
    Highlight Highlight Was neben der Erweiterung der Flora in die Städte auch bringen würde, ist, wenn man denn Asphalt neu färbt, Weiss ist eine Farbe die nicht so viel Wärme leitet. Klar müsste man die Strassenbemalungen in einer anderen Farbe bemalen. Aber es gibt derzeit solche Projekte in gewissen anderen Städten.
    • Stromer5 01.09.2019 07:01
      Highlight Highlight Und dann, Schneeblindheit bekommen?
  • wilbur 31.08.2019 16:21
    Highlight Highlight Leider werden noch zu oft alte bäume gefällt für überbauungen, dann mit ein paar neuen jungbäumen gerechtfertig und das ganze dann noch als ökologisch hingestellt. da ein ausgewachsener altbaum die ökosystemleistungen von ca. 2000 jungbäumen hat, ist dies nie rechtzufertigen. vorallem nicht wenn man bedenkt, dass viele Stadtbäume so gewählt und gepflanzt sind, dass sie kaum 50 Jahre überleben. Der natur sollte auch in den städten einfach wieder mehr platz gegeben werden und nicht als notwendiges übel angesehen werden.
  • Raphael Stein 31.08.2019 16:15
    Highlight Highlight Mit grösster Vorliebe "gestaltet" man Beton und Asphaltplätze. Und jetzt wundert man sich?
    Aber Hallo...🎓
  • Wasmanvonhieraussehenkann 31.08.2019 15:50
    Highlight Highlight Da fragt man sich manchmal wirklich, was da in der Vergangenheit geplant wurde. Städte sind ja nicht erst seit gestern Wärmeinseln und Stein/Asphalt erwärmen sich stark.
    Bäume sind sicher ein (finanzieller) Mehraufwand. Vielleicht sollte man aber auch nicht immer nach 3 gefallenen Blättern den Laubbläser anwerfen..
    • Butschina 31.08.2019 19:02
      Highlight Highlight Es göbe sogar Alternativen zum Laubbläser. Die haben Jahrzehntelang wunderbar funktionniert. Es dauert etwas länger, die Ohren und das Klima würden es aber danken. Man könnte daraus ein Projekt für Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose machen und schon würden viele Bereiche profitieren.
    • sa5 31.08.2019 19:15
      Highlight Highlight Laubrechen und Schneeräumung braucht es nicht. Wenn Gehbehinderte, Blinde und Rollifahrer sich auf die Nase legen und/oder alles brechen, sind sie selber schuld. Oder was wolltest Du uns genau sagen?
  • JackMac 31.08.2019 15:46
    Highlight Highlight Schon komisch, nicht? Zuerst werden überall dank der hässlichen verdichteten Bauweise zu tausenden Hochstammbäume gefällt und danach werden wieder ein paar gepflanzt.
    • G. 01.09.2019 03:08
      Highlight Highlight Und auch hier ergänzend...

      Die gefällten Bäume von denen Du schreibst konnte ein erwachsener Mann knapp umarmen, falls überhaupt.

      Die frisch gepflanzten Bäumchen kann ein zweijähriges Kind umarmen.

      Und die Stadt oder die Gemeinde lässt das einfach so geschehen. Ein 50 Jahre alter Baumriese wird einfach umgeholzt, weil man wird dort ja wieder so ein Bäumchen hinpflanzen. Aber eben. Ein 3 Jahre altes Bäumchen im Vergleich zu einem 50 Jahre alten Baum...

      Just sayin‘
  • Grohenloh 31.08.2019 15:41
    Highlight Highlight 25 Bäume im ganzen Kanton Aargau?

    DAS nenne ich Prioritätensetzung!

    🤔
    • sa5 31.08.2019 19:12
      Highlight Highlight Man muss in der Praxis einmal das Pflanzen eines Stadtbaumes miterlebt haben, um ahnen zu können was für ein Aufwand anfällt.
      Obst- und Gartenbauer haben im Handumdrehen einen Baum gepflanzt. In der Stadt aber, reden alle möglichen Fachleute mit. Und mindestens ein dutzend grüner NaturfreundInnen die von nichts eine Ahnung haben, geben lauthals ungefragt ihren Senf dazu.
      Wer beruflich mit Stadtbäumen zu tun hat, braucht Nerven die stark wie Stahlseile sind. Aber minimum so.
      Und nicht zu vergessen das Versicherungsgedröhns!
    • Grohenloh 31.08.2019 22:31
      Highlight Highlight Die Naturfreundinnen mit ihrer Ahnung

      😄

      Made my day!
      Danke sa5
    • G. 01.09.2019 03:04
      Highlight Highlight Und ergänzend dazu...

      Die Bäumchen die da gepflanzt werden, hat der Baumstamm ungefähr die Dicke eines Weihnachtsbaumes.

      So ungefähr im 10 bis 20 Jahren sind die Bäumchen dann schon Bäume, falls sie nicht wieder gefällt wurden, weil man ausgerechnet dort mit einer grossen Baumaschine durchfahren musste oder die Strasse verbreitert wird
  • Rabbi Jussuf 31.08.2019 15:34
    Highlight Highlight Ist doch ein alter Hut, dass grosse Bäume kühlen. Dazu bräuchte man nur in etwas wärmeren Städtchen nachschauen wie die das gemacht haben - vor Jahrhunderten schon. Die Architekten und Städteplaner sollte man an der Nase nehmen. Genau die hätten es vor Jahren schon wissen können, ja, müssen! Selbst grosse Bäume konnte man nur mit einem vehementen Kampf gegen die Städteplaner schützen.

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