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Stadt Zürich gibt Gas beim Tausch von Asphalt gegen Bäume

Stadt Zürich gibt Gas beim Tausch von Asphalt gegen Bäume

Die Stadt Zürich hat im ersten Jahr nach Annahme der Initiative für ein gesundes Stadtklima ein Drittel ihres Begrünungsziels erreicht. Zudem meldet sie erste Erfolge bei der Umnutzung von Strassenflächen zugunsten von Fuss-, Velo und öffentlichem Verkehr.
28.09.2026, 14:0028.09.2026, 17:10

Nach der Annahme der Zukunfts-Initiative und der Gute-Luft-Initiative im September 2024 zog die Zürcher Stadträtin Simone Brander (SP) am Montag eine erste positive Bilanz.

Bereits nach einem Jahr sind 33,3 Prozent der Zielvorgaben zur Begrünung und 8,3 Prozent der Zielvorgaben für den Ausbau des Umweltverbunds erreicht. Bis 2035 soll die Stadt insgesamt 600'000 Quadratmeter Fläche neu gestalten. Über die Umsetzung wird die Stadt künftig jedes Jahr Bericht erstatten.

Der Überlandpark Schwamendingen.
Der Überlandpark Schwamendingen.bild: stadt zürich

Ergebnis «sehr gut ausgefallen»

«Das Ergebnis des ersten Berichtsjahres ist sehr gut ausgefallen», freute sich Brander. Dies hat auch einen Grund: Konnte die Stadt doch den Überlandpark in Schwamendingen - der satte 27 Prozent des zu erreichenden Begrünungsziels ausmacht - und Abschnitte neuer Velovorzugsrouten bereits einrechnen.

Einige Projekte konnten noch nicht angerechnet werden, befinden sich aber bereits in der Realisierung. Wie zum Beispiel die Arbeiten an der Winzerhalde in Höngg mit 45 zusätzlichen Bäumen, neuen unversiegelten Flächen und einer Begegnungszone.

Doch auch für die nächsten Jahre sieht sich die Stadt gut aufgestellt. Mit den sich bereits in Realisierung befindenden Projekten erreiche die Stadt 26 Prozent des Ziels für Velofahrer, Fussgänger und ÖV im Jahr 2028. «Noch schneller sind wir bei der Begrünung unterwegs», sagte Brander. Dort könnte die Stadt im Jahr 2028 mit möglicherweise 70 Prozent schon an der Ziellinie kratzen.

Stadt Zürich rechnet mit Verzögerungen

Weitere Projekte sind in Vorbereitung. Brander nannte unter anderem die Umgestaltung der Neuen Hard und Geroldstrasse. Dort sollen 74 Bäume gepflanzt werden und es soll ein Grünstreifen entstehen. Ausserdem wird es statt vier nur noch zwei Fahrstreifen geben. Mit dem Baustart rechnet die Stadt frühestens 2030.

Das Projekt am Sihlquai, wo 105 neue Bäume entstehen und die Fahrspuren schmaler werden sollen, sei ebenfalls parat. Doch stehe noch eine Bewilligung durch den Kanton aus. Darum sei ungewiss, wann das Projekt umgesetzt werden könne.

462'000 Quadratmeter Strasse umnutzen

Die Stadtklima-Initiativen hatte der Verein Umverkehr lanciert und diese zugunsten der Gegenvorschläge zurückgezogen. Mit 62 Prozent Ja-Stimmen wurde 2024 der Gegenvorschlag zur «Initiative für eine zukunftsfähige Mobilität» (Zukunfts-Initiative) angenommen und mit 66 Prozent der Gegenvorschlag zur «Initiative für ein gesundes Stadtklima» (Gute-Luft-Initiative).

Die Stimmbevölkerung erteilte der Stadt damit den Auftrag, innerhalb von zehn Jahren 462'000 Quadratmeter Strassenfläche zugunsten von Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr umzunutzen und weitere 145'000 Quadratmeter zu begrünen oder Bäume zu pflanzen. (hkl/sda)

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