Schweiz
Klima

Roger Köppel tritt Klima-Shitstorm los – ETH-Professor Knutti pariert

Köppel tritt Klima-Shitstorm los – doch dieser ETH-Professor kennt die Antwort

26.03.2019, 12:2427.03.2019, 05:50

Es ist ein sonniger, erstaunlich frischer Dienstagmorgen in Zürich. Die SVP hat am Sonntag bei den Kantons- und Regierungratswahlen eine herbe Schlappe kassiert. Triumphiert haben die Grünliberalen und die Grünen.

Dazu hat SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel in der Öffentlichkeit geschwiegen. Doch damit ist nun Schluss. Köppel schreibt um 7.42 Uhr auf Twitter:

Köppels Tweet

«‹Klima› ist eine Intensiv-Mode, ein Rausch. Die Leute sind wie betrunken davon. Betrunkene nur bedingt ansprechbar, Gehirn teilweise ausser Kraft. Man muss warten, bis sie wieder nüchtern sind. Und selber keinesfalls aus dieser Flasche trinken.»

Das Ergebnis war zu erwarten: Empörung, Ungläubigkeit, Facepalm-Smiles auf der einen, Applaus, Zustimmung und Konsequenz–bis–hin-zur-Vasektomie-Forderungen auf der anderen Seite.

Dann tritt ETH-Professor Reto Knutti auf den Plan.

Knuttis Antwort

«Über 100 Jahre physikalisches Verständnis, 100 Jahre Beobachtungen, über 50 Jahre Forschung, 30 Jahre IPCC Klimaberichte, zehntausende von Studien, die ein immer klareres Bild zeigen. Tönt nicht gerade nach einer Modeströmung, die schnell vorbeigeht ...»

(mlu)

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191 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mr. Spock
26.03.2019 12:35registriert November 2016
Die SVP hat 102 Jahre Stammtischerfahrung und somit eine gewisse Faktenresistenz aufgebaut... Da hilft vermutlich auch ein empirisch unterlegter und in meinen Augen absolut korrekter Kommentar nicht...
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Cosmopolitikus
26.03.2019 12:41registriert August 2018
Ich würde in Sachen Klimadebatte definitiv andere Gradmesser und Sachverständige als Herrn Köppel beiziehen. Seine Kompetenzen liegen in anderen Bereichen, welche sich mir bislang leider nicht erschlossen haben.
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Hierundjetzt
26.03.2019 12:33registriert Mai 2015
SVP wie Sie leibt und lebt ✔️
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«Wir steuern auf eine Welt zu, in der jeder zweite Sommer heisser wird als diesmal»
ETH-Klimaforscher Reto Knutti war vom Hitzesommer nicht überrascht. Er warnt vor mehr Hitze, Wasserknappheit und hohen Kosten – und fordert rasche Anpassungen.
Hat Sie dieser Hitzesommer als Klimaforscher überrascht?
Reto Knutti: Nein. Ich habe diesen Sommer zwei Posts auf LinkedIn gemacht, die lauteten: «Willkommen in den Klimaszenarien Schweiz». Was wir erleben, haben Meteo Schweiz und die ETH in diesen Szenarien beschrieben. Analytisch bin ich deshalb nicht überrascht. Allerdings ist es etwas anderes, die Auswirkungen der Hitze tatsächlich zu sehen: Wenn das Laub schon im August am Boden liegt, Gletscher auf beinahe 4000 Metern schneefrei sind oder – wie letzten Freitag – fünf Zentimeter grosse Hagelkörner fallen. Das hat nochmals eine ganz andere Wirkung.
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