So verändert sich das Konsumverhalten bei Hitze
Die ständige Hitze macht müde und träge. Dies ist auch beim Einkaufen zu beobachten. Konsumentinnen und Konsumenten kaufen bei den Rekordtemperaturen vermehrt Mineralwasser, aber auch Aufputschgetränke wie Energy Drinks und Mate, wässrige Früchte wie Wassermelonen und natürlich Glacé. Dies ist einer Blick-Recherche zu entnehmen.
In der derzeitigen Situation haben die Schweizerinnen und Schweizer wohl auch weniger Antrieb, den Kochlöffel zu schwingen und vor der heissen Pfanne zu stehen, denn sie kaufen vermehrt Fertiggerichte wie Salate und Sandwiches. «Die Hitze belastet Körper und Geist. Der Mensch neigt deshalb zu Impulskäufen», erklärt Christian Fichter, Wirtschaftspsychologe an der Kalaidos Fachhochschule, dem «Blick». Die Menschen versuchen laut ihm, bei Hitze so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen; dazu gehöre auch das Denken.
Wocheneinkauf übers Internet
Um für die Woche fit zu bleiben, machen einige ihren Wocheneinkauf nun übers Internet, bestätigen die Detailhändler. Bei Coop nimmt die Zahl der Heimlieferungen während der aktuellen Hitzewelle im Vergleich zu Zeiten ohne anhaltende Hitze um einen zweistelligen Prozentsatz zu.
«Wegen der Hitze sind die Leute aggressiver als sonst, weshalb einige solche Besorgungen bewusst meiden», meint Konsumforscher Fichter zum Phänomen. Durch die höheren Temperaturen steigt auch das Stresslevel.
Leichtes beliebter als Fettiges
Anstelle fettiger Pizza greifen die Menschen zurzeit lieber zu leichtem Salat und Gazpacho. Nur dem heissgeliebten Grillfleisch bleiben die Konsumentinnen und Konsumenten treu, heisst es von Migros, Aldi und Lidl. Einzig bei Spar und Denner ging die Nachfrage nach mariniertem Grillfleisch zurück. Ebenfalls weniger gefragt ist Schokolade, weshalb einige Detailhändler versuchen, die Ware mit Rabattaktionen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Ebenfalls weniger gekauft wird harter Alkohol. Beliebt sind hingegen leichte Rosés.
(kek)
