«Die echten Fans gehen leer aus»: Auf eBay werden Moonswatches für 17'000 Franken verkauft
Aus 1,2 Millionen Bewerbungen wurden nur 1969 ausgewählt. Die meisten, die gerne eine der begehrten Moonswatch-Uhren von Swatch besessen hätten, erhielten Ende Juli eine negative Antwort. «We regret to inform you that your Electronic Swatch Timepiece Application (Esta) has been declined», so die Absage von Nick Hayeks Unternehmen im Wortlaut.
Der Bewerbungsprozess mit dem Namen «Esta» ist ein Verweis auf die US-Einreisegenehmigung, auch wenn die Abkürzung in diesem Fall für «Electronic Swatch Timepiece Application» steht. Neben Donald Trump wurde darin auch Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour aufs Korn genommen. Die erste Frage lautete: «Hast du schon einmal einem Präsidenten eine goldene Tischuhr geschenkt?»
Dennoch können Uhrenenthusiasten weiterhin auf eine Moonswatch 1969 hoffen, wenn sie dafür nur tief genug in ihr Portemonnaie greifen, wie «Schweiz Heute» berichtet. Denn auf Wiederverkaufsplattformen wie Ebay sind mittlerweile Angebote für die Uhr aufgetaucht.
17'000 statt 500 Franken
Dort wird sie allerdings statt für den Einkaufspreis von 500 Franken für 13'000 bis 17'000 Franken angeboten. «Die echten Fans gehen leer aus», sagt ein «Schweiz Heute»-Leser der Zeitung. Er habe zwar vorgehabt, mitzubieten, doch bei solch horrenden Preisen habe auch er aufgeben müssen. Er befürchtet:
Besonders nach einem aufwändigen Bewerbungsprozess, bei dem auch viel Kreativität gefragt war, ärgern sich Moonswatch-Liebhaberinnen und -Liebhaber, dass die begehrten Stücke nun an die Höchstbietenden verscherbelt werden.
Erfolgreiches Marketing
Der Uhrenkonzern Swatch ist nach zwei rückläufigen Jahren im ersten Halbjahr 2026 wieder gewachsen. Dabei hat die grösste Konzernmarke Omega den Umsatz im eigenen Verkauf deutlich gesteigert, und die Marke Swatch profitierte von ebensolchen originellen Marketingkampagnen, wie etwa diejenige für die Moonswatch 1969.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Swatch-CEO Nick Hayek eine Uhr als Protest gegen die US-Zölle von 39 Prozent für Schweizer Produkte lanciert. Auf dem Zifferblatt des Modells namens «What If... Tariffs» waren unter anderem die Zahlen 3 und 9 vertauscht angeordnet, sodass sich die Zahl 39 ergab. (leo mit Material der sda)
