Schweiz
Konsum

Gemüse aus Asia-Shops fällt immer wieder bei Giftkontrolle durch

asia gemüse
Asia-Gemüse, das aus Asien importiert wird, könnte hier verbotene Pestizide enthalten.Symbolbild: Shutterstock

Jede dritte Probe von Asia-Gemüse fällt bei Giftkontrolle durch

Erhöhte Pestizidwerte in Gemüseproben aus dem Kanton Solothurn haben eine Strafanzeige zur Folge.
17.07.2026, 09:0617.07.2026, 09:09

Bei frischem Gemüse aus asiatischen Lebensmittelshops zeigen Lebensmittelkontrollen immer wieder ungenügende Ergebnisse. Deswegen wird das Gemüse regelmässig auf Pestizidrückstände kontrolliert, schreibt die Lebensmittelkontrolle Solothurn im Jahresbericht 2025. Untersucht wurden 38 Proben aus zehn Verkaufsstellen, schreibt das SRF.

Die Stichproben ergaben, dass jede dritte Probe von Asia-Gemüse beanstandet werden musste. Das Gemüse enthielt höhere Pestizidrückstände, als nach Schweizer Recht zulässig sind. Pestizide sind chemische Mittel, die zur Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Pilzen eingesetzt werden.

Besonders häufig wurden erhöhte Pestizidrückstände in Basilikum, Stinkdistel sowie Bohnen, grünen Chilis, Kardamom, Nachtschatten, Okra und Wasserspinat festgestellt. In vielen Proben wurden zudem mehrere Pestizide gleichzeitig nachgewiesen. Der Solothurner Lebensmittelkontrolle zufolge sind «solche Mehrfachbelastungen besonders problematisch». Sie erschweren die Beurteilung und Qualitätssicherung der Produkte.

Strafanzeige eingereicht

Ein besonders schwerer Fall führte sogar zu einer Strafanzeige. In einer Bohnenprobe stellte die Lebensmittelkontrolle Nikotin sowie das Insektizid Triazophos fest. Letzteres stellt laut der Behörde eine «akute Gesundheitsgefährdung» für den Menschen dar. Gegen den Importeur wurde deshalb Strafanzeige erstattet.

Die häufigen Kontrollen in asiatischen Lebensmittelgeschäften sind darauf zurückzuführen, dass die Zulassung von Pestiziden von Land zu Land unterschiedlich geregelt ist. Viele Wirkstoffe, die in Asien erlaubt sind, sind in der Schweiz verboten.

Konsumentinnen und Konsumenten schützen sich am besten vor gefährlichen Produkten, indem sie in den Asia-Läden nachfragen, wo die Ware herkommt, schreibt das SRF. (kek)

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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ali mini äntli
17.07.2026 09:21registriert September 2021
Der Konsumentenschutztip am schluss ist wohl ein Witz.
Viele der aufgeführten Sorten werden wohl auch hier angepflanzt und können auch in etablierten Geschäften erstanden werden.
Ausserdem, wer fragt wohl in einem Chinarestaurant nach, woher die Bohnen kommen?
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__nick
17.07.2026 09:56registriert August 2022
Und was bringt der Tipp am Schluss?
Wenn Gemüse von Asien kommt im Asia-Laden nicht kaufen oder wie?
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