Als die 1.-August-Feiern noch bei 13,2 Grad abgehalten wurden
Obwohl der Juli meist der wärmste Monat des Jahres ist, werden auch im August heisse Temperaturen gemessen. So lagen die Höchstwerte im Mittel (1990–2022) am Nationalfeiertag im Flachland zwischen 25 und 28 Grad. Die Temperaturunterschiede über die Jahre am 1. August sind aber ziemlich gross.
Hitzefeiertage vs. Herbstwetter
Betrachtet man die Daten der Jahre 1997 bis 2025 für die Messstation Zürich-Fluntern, wurden dort insgesamt vier Bundesfeiertage als Hitzetage mit mindestens 30 Grad registriert. So wurden 2018 am 1. August in Zürich-Fluntern 33,4 Grad gemessen.
So ist es nicht das erste Mal, dass verschiedene Kantone und Gemeinden ein Feuer- und Feuerwerksverbot zum 1. August erlassen. Auch 2022 wurde aufgrund der Trockenheit und Waldbrandgefahr vielerorts das Zünden von Raketen und Höhenfeuern verboten.
Ganz anders sah es im Jahr 2021 aus. Mit einer Temperatur zwischen 15 und 20 Grad war der Nationalfeiertag ein ziemlich herbstliches Ereignis. In Zürich Fluntern wurden 2021 am 1. August gerade mal 16,7 Grad gemessen. Nur im Jahr 1993 war es mit 13,2 Grad noch kühler.
Betrachtet man den Zeitraum zwischen 1997 und 2025, lassen sich für die Messstation Zürich Fluntern Temperaturunterschiede von über 20 Grad feststellen.
Höchsttemperaturen vom 1. August (1997–2025) der Messstation Zürich Fluntern:
Niederschlag am 1. August
Nicht alle Regionen sind am Nationalfeiertag gleichermassen vom Wetterglück begünstigt. Wie eine Auswertung der letzten 40 Jahre (1984–2025) von Meteoschweiz zeigt, hatte die Region um die Stadt Bern nur ganz wenige verregnete 1.-August-Abende. Auch Basel und Genf sowie Lugano auf der Alpensüdseite hatten oft gute Wetterverhältnisse. Anders sieht es im Osten und in den Alpen aus. In Adelboden und Glarus regnete es im Durchschnitt jedes zweite Jahr an der Bundesfeier.
Ausblick auf Samstag
Für den diesjährigen Nationalfeiertag sinken die Temperaturen zwar leicht, bleiben aber weiterhin um die 30 Grad. Da der Taupunkt jedoch steigt und somit die Luftfeuchtigkeit, wird es zunehmend schwül. Statt trockener Hitze erwartet uns eine drückende, beinahe saunaartige Schwüle, wie MeteoNews in einer aktuellen Mitteilung schreibt.
