Swiss-Passagier bewusstlos: Flieger dreht noch auf dem Rollfeld in Zürich um
Erst wenige Meter weit war der Airbus A330-343 am Flughafen Zürich gekommen, da war die Reise auch schon wieder vorbei – zumindest vorläufig. Noch während die Maschine Richtung Startbahn rollte, musste die Crew wegen eines Passagiers einschreiten, berichtet das «Aero News Journal».
Demnach soll ein aggressiver, wohl alkoholisierter Passagier die Piloten veranlasst haben, bei der Flugsicherung Polizei und Ambulanzteam anzufordern. Auf Nachfrage von watson klärt die Swiss auf, dass diese Angaben falsch seien. «Kurz vor dem Abflug stellten Crew-Mitglieder fest, dass ein Passagier nicht mehr ansprechbar war», erklärt Sprecher Remo Müller stattdessen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Maschine bereits auf dem Weg zur Piste gewesen.
Der Kapitän habe daraufhin umgehend entschieden umzukehren. Am Gate hätten dann bereits Polizei und Ambulanz gewartet, um den Passagier in medizinische Obhut zu nehmen. «Der gesamte Vorgang verlief ruhig und geordnet. Der Passagier verhielt sich zu keinem Zeitpunkt aggressiv», betont Müller.
LX14 hätte eigentlich am Mittwochnachmittag um 13.15 Uhr von Zürich nach New York fliegen sollen. Kurz nachdem der Flieger das Gate verlassen hatte, meldeten die Piloten den Zwischenfall.
Das Flugzeug drehte um und kehrte zum Gate zurück. Der Flug konnte schliesslich mit zwei Stunden Verspätung starten, nachdem auch das Gepäck des betroffenen Passagiers wieder ausgeladen worden war.
