Schweiz
Luftfahrt

Sexuelle Belästigung auf Swiss-Flug von Zürich nach Miami

A Boeing 777-300ER of the Swiss International Air Lines lands at Zurich Airport in Kloten in the Canton of Zurich, Switzerland, on August 14, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Boeing 777-300ER  ...
Der Vorfall ereignete sich an Bord einer Boeing 777-300ER von Zürich nach Miami.Bild: KEYSTONE

Swiss-Passagierin wird auf Flug belästigt – während sie schläft

Während eines Fluges von Zürich nach Miami ist Ende April eine Passagierin von einem Mann sexuell belästigt worden. Andere Fluggäste bemerkten, wie er sie anfasste und filmte, während sie schlief.
06.05.2026, 09:5506.05.2026, 10:07

Laut Augenzeugen versuchte der 48-jährige Franzose, unter die Kleidung der Frau zwischen die Beine zu fassen. Er soll dabei auch Fotos und Videos aufgenommen haben. Der Mann sass in der First Class neben der 29-jährigen Passagierin, die während des Vorfalls schlief, berichtet die US-Plattform WPLG Local 10. Zu Beginn hatten die beiden Sitznachbarn noch Nettigkeiten ausgetauscht, bevor sich die Frau umdrehte und sich schlafen legte.

Ein Crew-Mitglied bemerkte schliesslich, wie der Mann auf den Jeans der Frau im Intimbereich Reibbewegungen machte. Da er nicht nachweisen konnte, dass er die Frau kennt, wurde er schliesslich umplatziert.

Das Crew-Mitglied weckte anschliessend die 29-jährige Passagierin und berichtete ihr, was passiert ist. Die Frau bestätigte, dass sie den Mann nicht kannte und sei «schockiert» gewesen. Sie habe zu «zittern und weinen» begonnen, zitieren US-Medien aus der Anzeige.

Mann spielt Vorfall beim FBI herunter

Trotzdem gab der Mann offenbar noch nicht auf. Als er kurz zu seinem alten Platz zurückkehren durfte, um seine Habseligkeiten zu holen, habe er der Frau einen Zettel in die Hand drücken wollen, auf dem stand: «Sie sehen wunderschön aus, wenn Sie schlafen.»

In Miami angekommen wurde der Mann vom FBI befragt. Konsularische Hilfe lehnte er ab und bestand darauf, dass während des Fluges nichts passiert sei. Als er jedoch mit den Zeugenaussagen konfrontiert wurde, gab er zu, dass er die Sitznachbarin angefasst habe und nicht gedacht habe, «dass das eine grosse Sache sei».

Den Ermittlern erzählte er, er habe ihren Rücken und ihre Hüfte angefasst. Erst nach weiterem Nachhaken gab er zu, dass er alles berührt habe, was er von seinem Sitz aus erreichen konnte. Die Aufnahmen, die er gemacht hatte, hatte er gelöscht, bevor die Ermittler sie prüfen konnten. Gemäss FBI hatte der Mann ursprünglich die Absicht, die Frau nach ihrer Nummer zu fragen.

Er wurde wegen Fluchtgefahr und Gefahr für die Gesellschaft in Gewahrsam behalten. Nun muss er sich nun vor Gericht verantworten. (vro)

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Erebos_2
06.05.2026 10:03registriert Mai 2021
Hm, Geld verschafft einem eben auch kein Niveau oder Klasse, auch wenn man 1.Klasse fliegt.
Zum Glück ist das beim FBI gelandet und nicht der lokalen Polizei. Und gut haben die Sitznachbarn interveniert. Unter jeder Sau von dem Typen.
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Lisbon
06.05.2026 10:19registriert Januar 2019
Und da er findet, es sei "keine grosse Sache" ist bezeichnend für einen solchen Widerling!
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Mallory1507
06.05.2026 10:10registriert August 2024
Ich möchte gar nicht wissen wie das weitergegangen wäre, hätten es Passagiere und Crew nicht gemerkt.

Ich glaube, ich hätte ihn auf den Flügel umquartiert - damit er sich abkühlen kann...
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