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SRF streicht 38 Stellen – diese Formate sind betroffen

SRF streicht 38 Stellen – das musst du wissen

14.09.2026, 14:1614.09.2026, 15:22

Im Rahmen des SRG-weiten Transformationsprojektes Enavant werden bei SRF 38 Vollzeitstellen abgebaut. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Rund die Hälfte könne über die natürliche Fluktuation abgebaut werden, so das Unternehmen. In den weiteren Fällen komme es zu Kündigungen oder Frühpensionierungen. Für Betroffene gilt der Sozialplan der SRG.

Das Logo des Schweizer Radios und Fernsehens SRF beim Fernsehstudio Leutschenbach, aufgenommen am Mittwoch, 5. Februar 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Bei SRF werden 38 Vollzeitstellen gestrichen.Bild: keystone

«Dass wir uns von geschätzten Kolleginnen und Kollegen trennen müssen, fällt uns schwer», so SRF-Direktor Roger Elsener dazu. Dies sei aufgrund der Sparvorgaben aber unumgänglich. Seit längerem habe man freie Stellen nur noch restriktiv besetzt, wodurch immerhin weniger Kündigungen als bei früheren Sparmassnahmen nötig seien.

Diese Formate sind betroffen

Von den Einsparungen und Personalmassnahmen bei SRF seien alle Angebotseinheiten – Information, Kultur, Gesellschaft und Wissen sowie Unterhaltung – und die regionale Distribution betroffen. Konkret sind folgende Veränderungen geplant:

TV

  • Der lineare Sendeplatz von «Reporter» am Mittwochabend wird nicht weitergeführt. Stattdessen soll die Marke multimedial weiterentwickelt werden.
  • Der «Kulturplatz» übernimmt ab 2027 den Sendeplatz von «Reporter» zur Primetime um 21 Uhr. Die Sendung wird zudem stärker für Streaming weiterentwickelt.
  • Auf dem bisherigen Sendeplatz um 22.25 Uhr folgen künftig Ausgaben von Reportagen wie beispielsweise «rec.» und «SRF Impact».
  • Der «DOK»-Sendeplatz am Donnerstag um 20.10 Uhr wird um weitere Inhalte ergänzt: Neben Dokumentationen sind neu auch alle Folgen von «Mona mittendrin», «Donat auf Achse» sowie «DOK»-Filme von RSI und RTS zu sehen.
  • Ab der Saison 2027/2028 wird auf Live-Übertragungen der UEFA Champions League verzichtet.
  • Weitere Einsparungen sollen durch eine engere Zusammenarbeit der Sprachregionen bei den Sendungen «Kassensturz» und «Rundschau» erzielt werden.
  • Zudem senke SRF die Herstellungs- und Produktionskosten bei diversen Formaten. Dazu zählen etwa «SRF bi de Lüt», «Late Night Switzerland», «Einstein», «Puls» oder der «Literaturclub».

Radio

  • SRF konzentriere Erstausstrahlungen von wöchentlichen Formaten künftig auf die 40 wirkungsstärksten Wochen des Jahres, heisst es in der Mitteilung. Im Sommer oder über Feiertage sollen vermehrt Wiederholungen oder moderierte Musikprogramme gesendet werden. Betroffen davon seien unter anderem die Sendungen «International», die «Samstagsrundschau» und «Spasspartout».
  • Die Kultursender Radio SRF 2 Kultur, RTS Espace 2 und Rete Due sollen mittelfristig enger zusammenarbeiten. Bei SRF Virus erfolgt eine Fokussierung auf digitale Plattformen, wie es weiter hiess.

So viel wird gespart

Die nun vorgestellten Massnahmen sind Teil des SRG-weiten Transformationsprojektes «Enavant», mit dem bis 2029 rund 270 Millionen Franken gespart werden sollen, wie Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am Montag mitteilte. Insgesamt resultieren bei SRF Einsparungen von 9,7 Millionen Franken. Davon fallen 7,9 Millionen Franken direkt bei SRF an, weitere 1,8 Millionen Franken bei Produktionsleistungen für SRF.

Auch der SRG-weite Bereich Angebot trägt mit 7,4 Millionen Franken zum Sparkurs bei. Damit verbunden sei ein Abbau von zwölf Vollzeitstellen. Unter anderem werden die Sportrechte angepasst, weshalb die SRG ab der Saison 2027/2028 keine Live-Spiele der Uefa Champions League mehr ausstrahlen wird.

Das Ziel von SRF

Laut SRF-Direktor Roger Elsener verfolgt SRF mit den Massnahmen auch das Ziel, sich zu einem modernen, digitalen Medienhaus zu entwickeln, das vermehrt ein jüngeres Publikum erreicht. Angebote würden stärker auf Streaming und die neue Plattform Play+ ausgerichtet. «Wir verändern SRF nicht nur, um Kosten zu senken. Mit den beschlossenen Massnahmen entwickeln wir uns gleichzeitig weiter in Richtung modernes, digitales Medienhaus, das die ganze Deutschschweiz erreicht. Diesen Weg gehen wir konsequent.» (sda)

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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Motz.Arella
14.09.2026 16:13registriert Januar 2020
„Das musst du wissen“: nervt nur mich das?
855
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maruhu
14.09.2026 14:31registriert Januar 2021
Per sofort die un humotistische Büssersendung streichen und Geld sparen...Was der zeigt, da kann man nicht lachen!
6637
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Liberato
14.09.2026 15:06registriert September 2025
Man rechne:
6500 Mitarbeitende
Resultat : 5.8 Promille
Gut, mit soviel Alc im Blut wäre man tot.
Aber wegen 38 Stellen, sorry das ist doch Kindergarten.
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