Asylgesuche sind im Mai um 20 Prozent zurückgegangen
Im Mai sind in der Schweiz 1624 Asylgesuche gestellt worden. Das sind ein Fünftel weniger als noch vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat April blieb die Zahl der Gesuche praktisch stabil, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Montag mitteilte.
Von den insgesamt 1624 Gesuchen waren 1289 Primärgesuche. Deren Zahl sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent. Die 335 Sekundärgesuche, etwa für Familiennachzüge oder Geburten, blieben stabil.
Die meisten Gesuche stammten von Personen aus Afghanistan, mit 492 Anträgen. Dahinter folgten Staatsangehörige aus Algerien (178), Eritrea (156), der Türkei (116) und Somalia (96).
Das SEM fällte im Mai 2026 erstinstanzliche Asylentscheide. In 595 Fällen wurde Asyl gewährt, was einer Quote von knapp 30 Prozent entspricht. Zudem verliessen 754 Personen die Schweiz. 456 davon reisten selbstständig aus. 298 Personen wurden in ihre Heimat oder einen Drittstaat zurückgeführt.
Zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 31. Mai 2026 erhob das SEM ausserdem Daten zum gewährten Schutzstatus S. Mit 98 Prozent kommt die überwiegende Mehrheit der Menschen aus der Ukraine.
Zwischen 15 und 24 Jahren waren die Schutzsuchenden mehrheitlich männlich. Am höchsten – 57 Prozent – war ihr Anteil bei den 15- bis 19-Jährigen. Ab 25 Jahren waren hingegen die weiblichen Schutzsuchenden deutlich in der Überzahl. Bei über 80-Jährigen liegt der Frauenanteil bei 75 Prozent. (hkl/sda)
