Definitive Zahlen zeigen: Schweizer Bevölkerung wächst weiter, aber langsamer
Ende 2025 lebten 9'127'100 Menschen in der Schweiz – 76'100 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von 0,8 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in den nun definitiven Ergebnissen mitteilt. Damit fällt das Wachstum schwächer aus als 2024 (1,0 Prozent) und 2023 (1,7 Prozent). Die Zahlen bestätigen die bereits im April 2026 veröffentlichten provisorischen Werte.
Grund dafür ist ein tieferer Wanderungssaldo: Er sank von 82'800 auf 70'400 Personen (–14,9 Prozent). 2025 wanderten 204'300 Personen in die Schweiz ein, 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig verliessen 133'800 Personen das Land – ein Plus von 3,1 Prozent. Trotz des Rückgangs entfielen rund 92 Prozent des Bevölkerungswachstums auf die Migration, nur 8 Prozent auf den Geburtenüberschuss.
Bei den Einwanderungen stammten die meisten Personen aus Deutschland (12,9 Prozent), gefolgt von Schweizer Rückkehrerinnen und -kehrern (11,3 Prozent), Frankreich (10,1 Prozent) und Italien (9,1 Prozent). Unter den Auswandernden waren mit 22 Prozent am häufigsten Schweizer Staatsangehörige vertreten, vor Personen aus Deutschland, Portugal, Italien und Frankreich.
Alterung schreitet weiter voran
Von der Wohnbevölkerung waren 72 Prozent Schweizerinnen und Schweizer, 28 Prozent Ausländerinnen und Ausländer. Am stärksten wuchs der Kanton Schaffhausen (+1,6 Prozent), während Uri den grössten Zuwachs bei der ausländischen Bevölkerung verzeichnete (+4,3 Prozent).
Die Alterung der Gesellschaft schreitet voran: Erstmals überstieg die Zahl der Personen ab 65 Jahren (1'810'600) jene der unter 20-Jährigen (1'804'500). In 17 von 26 Kantonen leben mittlerweile mehr ältere als junge Menschen. Auch die Mobilität innerhalb der Schweiz nahm ab: 2025 wurden 511'200 Binnenwanderungen registriert – deutlich weniger als noch vor zehn Jahren.
Auch die Mobilität innerhalb der Schweiz nahm ab: 2025 wurden 511'200 Binnenwanderungen registriert. Pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner waren das 56 Umzüge zwischen Gemeinden – vor zehn Jahren waren es noch 61. Ausländische Staatsangehörige ziehen dabei deutlich häufiger um als Schweizerinnen und Schweizer. (pre)
