Bevölkerung von Basel-Stadt wächst bis 2050 auf 232'000 Menschen
Die Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt wächst voraussichtlich bis ins Jahr 2050 auf 232'000 Menschen. Dies bedeutet einen Anstieg von 10,5 Prozent, sofern der Kanton als Arbeits- und Wohnort attraktiv bleibt, wie das Amt für Statistik am Donnerstag mitteilte.
Eine Bedingung für diese Entwicklung ist, dass die geplanten Arealentwicklungen in diesem Zeitraum abgeschlossen sind. Die Behörden erwarten im Kleinbasel einen Bevölkerungszuwachs von 11'250 und im Grossbasel von 5700 Personen. Sie rechnen mit einem positiven internationalen Wanderungssaldo von 1300 pro Jahr.
Basel-Stadt altert dabei im Vergleich zu anderen Kantonen «relativ moderat», wie das Amt für Statistik schreibt. Der Altersquotient steigt von 30,2 auf 31,1. Dies bedeutet, dass künftig auf 100 Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren 31,1 Personen über 64 kommen. Die Zahl der 80-jährigen und älteren Menschen steigt bis 2050 um 26 Prozent im Vergleich zu Ende 2025, wie es im Communiqué heisst.
All diese Berechnungen stützen sich auf ein sogenanntes mittleres Szenario, das die Fachpersonen als das geeignetste einstufen. Bei einem tiefen Szenario geht das Amt für Statistik von einer geringen Wohnbautätigkeit und einer schrumpfenden internationalen Zuwanderung aus.
Dies würde bedeuten, dass die Bevölkerung bis 2020 um 6 Prozent gegenüber 2024 abnimmt. Das hohe Szenario stützt sich hingegen auf die Annahme, dass Basel-Stadt noch mehr baut und Zuwanderung bekommt, was ein Wachstum auf fast 257'000 zur Folge hätte.
Auch in Zukunft nicht so viele Menschen wie 1969
Ende Mai dieses Jahres lebten gemäss Amt für Statistik in Basel-Stadt 211'185 Personen. Die höchste Bevölkerungszahl erreichte der Kanton im Jahr 1969 mit 235'456 Menschen – somit hatte er in der Vergangenheit schon deutlich mehr Einwohnerinnen und Einwohner als im mittleren Szenario für die Zukunft. In den 1970er-Jahren nahm die Bevölkerung markant ab. Seit 2002 erlebt der Kanton erneut ein anhaltendes Wachstum. (dab/sda)
