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Schweiz: Im Dezember steigen die Tarife im öffentlichen Verkehr

Mit neuen Abo-Angeboten holt die Alliance Swisspass viele neue Kundinnen und Kunden ab.
Der Strategierat der Alliance Swisspass hat eine Tarifanpassung um durchschnittlich 3,9 Prozent beschlossen.Bild: Keystone

Ende 2026 werden Billette und Abos für öffentlichen Verkehr teurer – das musst du wissen

Ab Dezember 2026 kosten Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Der Strategierat der Alliance Swisspass hat eine Tarifanpassung um durchschnittlich 3,9 Prozent beschlossen. Betroffen sind national gültige Billette und Abonnemente.
31.03.2026, 10:1331.03.2026, 11:03

Allerdings werden nicht alle Preise im gleichen Ausmass erhöht, wie die Alliance Swisspass am Dienstag mitteilte. Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sollen demnach gar nicht oder nur geringfügig teurer werden.

Der Preis für das Generalabonnement steigt etwas stärker als jener für Einzelbillette. Das Halbtax-Abo verteuert sich um fünf Franken. Der Bonus der Guthaben-Pakete beim Halbtax Plus bleibt unverändert. Anpassungen soll es hingegen bei Tickets für Velos und Hunde geben.

Wie die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 geltenden Preise im Detail aussehen werden, soll im Laufe des Frühjahrs bekannt werden. Regionale Verkehrsverbünde legen ihre Tarifanpassungen selbst fest.

Die Alliance Swisspass begründet die Tarifanpassung mit steigenden Kosten, aber auch mit politischen Entscheiden. Zu letzteren führt sie an, dass das Parlament mit dem Entlastungspaket ab 2027 die Rückvergütung der Mineralölsteuer gestrichen hat.

Ebenso gebe es Abstriche bei der Finanzierung des regionalen Personenverkehrs. Der Kreditrahmen für den regionalen Personenverkehr liege deshalb deutlich unter dem angemeldeten Bedarf der Branche für die beiden Jahre 2027 und 2028.

«Preiserhöhungen sind für Kundinnen und Kunden ein sensibles Thema», liess sich Strategieratspräsident Marco Lüthi im Communiqué zitieren. Deshalb habe die Branche den Schritt sehr sorgfältig geprüft. Höhere Preise seien aber nötig, um das Angebot, die Qualität und Investitionen langfristig zu sichern.

Die ÖV-Branche investiere in moderne Fahrzeuge, in die Infrastruktur und auch in den Service, hiess es in der Mitteilung. Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sei, profitiere von dichteren Takten und neuen Angeboten. (sda)

Tarifverbund Passepartout kündigt höhere Ticketpreise an
Die Preise im öffentlichen Verkehr werden per Fahrplanwechsel im Dezember 2026 auch in Luzern, Ob- und Nidwalden erhöht. Während schweizweit ein Plus von durchschnittlich 3,9 Prozent angekündigt ist, prüft der Tarifverbund Passepartout die neuen Tarife noch. Die neuen Ticketpreise seien derzeit noch in Abklärung und sollten «voraussichtlich Ende August 2026» kommuniziert werden, teilte der Tarifverbund am Dienstag mit. Mit den höheren Tarifen trage der Tarifverbund Passepartout dazu bei, Angebot, Qualität und Investitionen im öffentlichen Verkehr langfristig zu sichern, hiess es weiter. Begründet werden die Preiserhöhungen unter anderem mit steigenden Kosten und den Investitionen. Ins Gewicht fallen insbesondere höhere Ausgaben für Energie, Material und Personal sowie die allgemeine Teuerung. Gleichzeitig investierten die Transportunternehmen verstärkt in den Ausbau des Angebots, in Infrastruktur und in neue Fahrzeuge, wie es weiter hiess.
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Die beliebtesten Kommentare
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kobL
31.03.2026 10:59registriert Januar 2014
Wann wird Autofahren mal teurer? Autobahnvignette und Mineralölsteuern sind seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten unverändert und werden nicht mal der Inflation angepasst. Somit wird Auto fahren laufend günstiger und ÖV teurer. Das kann ja wohl nicht das Ziel sein?
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