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«Zivadiliring»-Podcast wird nach SRF-Rausschmiss von Angeboten überhäuft

«Zivadiliring» – das erfolgreichste weibliche Podcastteam der Schweiz, mit Yvonne Eisenring, Gülsha Adilij und Maja Zivadinovic.
Der Entscheid des SRF überraschte die Podcasterinnen. Vom Aus hätten sie erst nach der Aufzeichnung der letzten Folge für 2024 erfahren.Bild: SRF/Mirjam Kluka

«Zivadiliring»-Podcast wird mit Angeboten überhäuft – SRF liefert Grund für Rausschmiss

SRF will den beliebten Podcast «Zivadiliring» nicht mehr weiter produzieren und distribuieren. Jetzt werden die drei Frauen von Angeboten überhäuft. watson hat beim Podcast-Trio sowie bei SRF nachgefragt, wie es zum Aus kam.
07.01.2025, 17:0008.01.2025, 08:48

SRF will den beliebten Podcast «Zivadiliring» nicht mehr weiter produzieren und distribuieren. Das teilte das Podcast-Trio Gülsha Adilji, Maja Zivadinovic und Yvonne Eisenring am Dienstag auf Instagram mit.

Podcasterinnen zum SRF-Aus

Video: instagram/Yvonne Eisenring

Wie es im Post auf Instagram heisst, hätten die drei Frauen erst vor Kurzem vom SRF-Aus erfahren: «Für uns ist alles so schnell und überraschend passiert, wir müssen diesen Entscheid zuerst verdauen.»

Gegenüber watson führen die drei aus, wie SRF sie über das Aus informierte: «Im September wurde uns gesagt, dass die neuen Verträge besprochen werden müssen. Im Zuge der Vertragserneuerung hat SRF dann aber entschieden, dass sie den Podcast unter keinen Bedingungen weiterführen möchten.»

Ging es beim Entscheid vielleicht auch um Geld oder Karriereansprüche? Nein, sagen die drei Frauen. Eine Lohnerhöhung oder der Wunsch, sich selbstständig zu machen, um mehr zu verdienen, sei ihrerseits nie ein Thema gewesen.

Die Fans können nicht nachvollziehen, warum SRF ein solch erfolgreiches und beliebtes Format absetzt. Auch die «Zivadiliring»-Frauen werden mit Reaktionen überhäuft: «Unsere Handys hören gar nicht mehr auf zu klingeln und zu vibrieren.»

Wie es mit dem Podcast weitergeht, ist ungewiss. Laut dem Trio spreche nichts dagegen, weiterzumachen, zumal es sich bei «Zivadiliring» nach eigenen Aussagen auch um ein «Herzensprojekt» handle. Eine Zukunft für den Podcast bei einem anderen Medienhaus ist durchaus realistisch. Gegenüber watson sagen die Frauen: «Seit bekannt wurde, dass SRF uns absetzt, sind sehr viele interessante Angebote eingegangen. Wir werden diese anschauen und prüfen.»

SRF liefert Grund: Inhalte waren nicht das Problem

Auf Nachfrage von watson hat sich nun auch SRF zur Absetzung von «Zivadiliring» geäussert. Die Inhalte des Podcasts hätten bei dem Entscheid nie zur Debatte gestanden.

Stattdessen liessen sich die «kommerziellen Aktivitäten und öffentlichen Auftritte» der Podcasterinnen «nicht mit einem langfristigen regelmässigen publizistischen Engagement bei SRF vereinbaren». Dies sei den drei Hosts bekannt gewesen.

«Die publizistischen Leitlinien von SRF als öffentliches Medienhaus enthalten äusserst restriktive Vorgaben bezüglich kommerzieller Aktivitäten und öffentlichen Auftritten von Programmmitarbeitenden, weil sich daraus wahrnehmbar Interessensbindungen ableiten lassen. Die Glaubwürdigkeit von SRF basiert stark auf der publizistischen Unabhängigkeit. Diese Regeln gelten für alle SRF-Mitarbeitenden, also auch für die Hosts von Podcasts.»
SRF auf Nachfrage von watson
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