Schweiz
Solothurn

Ex-CEO der Solothurner Spitäler kassiert eine halbe Million zu viel

Ex-CEO der Solothurner Spitäler kassiert eine halbe Million zu viel

Die staatseigene Solothurner Spitäler AG hat massiv gegen das Personalrecht verstossen. Dies ergaben vom Regierungsrat vorgestellte Untersuchungen. Der frühere CEO bezog jahrelang zu viel Lohn. Der Kanton fordert Rückzahlungen.
02.07.2026, 10:1102.07.2026, 10:11

Der Ex-CEO der Solothurner Spitäler AG (soH), Martin Häusermann, kassierte während seiner Amtszeit von 2014 bis 2024 unrechtmässig über 500'000 Franken zu viel. Der Regierungsrat stellte die Ergebnisse der unabhängigen Gutachten am Donnerstag in Solothurn vor.

Martin Haeusermann, CEO Solothurner Spitaeler, spricht im Spital Dornach in Dornach am Montag, 14. Maerz 2016. Das Spital Dornach hat an einer Medienkonferenz die Zukunftsstrategie und die geplanten A ...
Martin Häusermann, Ex-CEO der Solothurner Spitäler AG.Bild: KEYSTONE

Nach dem Abgang des CEO im Jahr 2024 strich der Ex-CEO demnach für weitere zehn Monate seinen vollen Lohn ein. Der Regierungsrat zwingt den Verwaltungsrat der soH nun dazu, diese unzulässigen Leistungen zurückzufordern.

Die Experten deckten weitere Unregelmässigkeiten auf. Über 80 Prozent aller untersuchten Funktions- und Marktwertzulagen im Spital wiesen Formfehler oder Auffälligkeiten auf. Eine weitere Person arbeitete gemäss den Gutachten ohne Stempelpflicht und liess sich 125'000 Franken für Überstunden auszahlen. Auch diesen Betrag fordert der Kanton zurück.

Die soH ist der grösste Gesundheitsversorger und Arbeitgeber im Kanton Solothurn. Die Aktiengesellschaft gehört zu 100 Prozent dem Kanton. Mit rund 4500 Mitarbeitenden deckt die soH nahezu alle medizinischen Fachbereiche ab. (dab/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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Realitäter
02.07.2026 10:27registriert November 2017
... und jetzt wundert man sich, dass die Krankenkassenprämien immer höher werden. Dass sich gesunde Menschen (die es wohl oder übel wirklich nicht notwendig haben) an Geldern bedienen die zur Genesung Kranker reserviert sind ist (knapp gesagt) empörend ...

( ... am Schluss wird das Geld zur Behandlung gegen Geldgier aufgewendet ... )
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Zapdos
02.07.2026 11:03registriert Februar 2019
Ich weiss, die Gefängnisse sind schon massiv überbelegt. Aber vielleicht wäre es einfach mal an der Zeit, dass wir die egoistischen Schlipsträger hinter Gitter bringen, statt Kleinkriminelle. Vor allem könnte man die Einbuchtung auch gleich von deren Konto abbuchen.
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