Schweizer auf Ibiza wegen Vergewaltigung verurteilt
Ein Schweizer ist am Dienstag vom Provinzgericht auf Ibiza verurteilt worden, weil er im September 2019 eine junge Schweizerin vergewaltigt hatte. Der Abend damals startete in einem Nachtclub, den der Verurteilte mit drei Freunden besuchte. Dort lernte die Gruppe mehrere junge Frauen kennen, laut Periodico de Ibiza handelte es sich bei allen um Schweizer Staatsangehörige.
Später entschieden sich die jungen Leute, gemeinsam in die Unterkunft der Schweizer in Sant Antoni zu gehen, die sie gemietet hatten. Dort habe der Beschuldigte eine der Frauen einvernehmlich geküsst und berührt, wie lokale Medien aus der Anklageschrift zitieren. Am frühen Morgen schlug er dann vor, den Sonnenaufgang vom Baumhaus auf dem Grundstück aus zu verfolgen.
Doch im Baumhaus begann er, die junge Frau im Intimbereich zu berühren und zu penetrieren. Diese lehnte jedoch ab und wollte seine Hand wegziehen. Schliesslich wollte sie das Baumhaus verlassen, wurde aber vom Beschuldigten zurückgehalten und vergewaltigt, während sie immer wieder betonte, dass sie das nicht wolle.
Schliesslich konnte sich die Frau befreien und zu den anderen zurückkehren. Dabei stolperte sie jedoch und verletzte sich. Die Tat hinterliess bei ihr zudem psychische Wunden.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den Schweizer eine fünfjährige Gefängnisstrafe und eine Entschädigung von 50'000 Euro gefordert. Vor Gericht soll er die Tat gestanden haben, wie der Diario de Ibiza schreibt. Er wurde schliesslich zu einer bedingten Gefängnisstrafe von knapp zwei Jahren verurteilt. Die Haftstrafe muss er dank eines Deals mit der Staatsanwaltschaft nicht antreten. Allerdings musste er dem Opfer 30'000 Euro bezahlen. Während fünf Jahren darf er zudem keinen Kontakt zur Frau suchen. (vro)
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