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So macht sich Hazel Brugger über die Schweizer Corona-Politik lustig



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Hazel Brugger im der letztwöchigen Ausgabe von «Gute Nacht Österreich» des ORF. screenshot: orf

Skigebiete. Ja. Sie sind offen bei uns. Bei den Nachbarn nicht. Sehnsüchtig blickt wohl so manch Österreicher über die Grenze, andere werden froh sein. Das Thema polarisiert – und ist deswegen hervorragender Satire-Stoff.

So auch bei der letztwöchigen Ausgabe von «Gute Nacht Österreich» beim ORF. Zu Gast war die «Schweiz-Korrespondentin» Hazel Brugger. Die wichtigste Frage kommt vom Host Peter Klien gleich zu Beginn:

«Wieso darf man in der Schweiz wieder Skifahren?»

Hazel Brugger, wie gewohnt ernst, führt ohne die Miene zu verziehen aus, dass es vor allem wirtschaftliche Gründe habe. Sie erklärt:

«Natürlich ist es für jedes Land schlimm, wenn es Milliarden-Verluste macht. Für die Schweiz aber ganz besonders. Ohne Reichtum fehlt diesem Land nämlich die einzige Eigenschaft.»

Weiter müsse das Bergdorf Zermatt jährlich Milliarden an Toblerone bezahlen, damit ihr Berg weiterhin die Form der Kultschokolade haben darf.

Verständlich, meint Klien. Er will aber wissen, wie es mit den Fallzahlen im Moment stehe. Brugger meint, dass dies schwierig zu beantworten sei. Denn:

«Schweizer werden grundsätzlich nicht positiv auf das Virus getestet. Auch nicht negativ. Aber einfach wie der Staat es will: Neutral.»

Der Vorteil an den «eigenbrötlerischen Eidgenossen» sei aber, dass man sich nicht von einem tödlichen Virus die Stimmung verderben lasse. Brugger:

«Im Gegenteil: Schweizer sind so ein leidbereites Volk, erst wenn er richtig richtig schlechte Laune hat, ist der Schweizer gut drauf.»

Aber, die Stimmung sei so ein Thema. Wegen der Maskenpflicht sei es fast unmöglich zu sagen, ob das Gegenüber – wenn es ein Schweizer ist – einen anschmollt oder ob es tatsächlich fremdenfeindliche Parolen murmelt.

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Auch die Österreicher kommen drunter

Zu sehr vorbelastet sei Brugger, also will Klien über die Corona-Politik in Österreich sprechen. Die Schweizer Komikerin betont zwar, dass sie konfessionslos aufgewachsen sei, sie verstehe aber den Brauch sehr gut, um Weihnachten auf die Piste zu gehen. Ihre Begründung:

«Schliesslich ist Skifahren das Übers-Wasser-Gehen des kleinen Mannes. Und auf der zweiten Welle surft es sich ja bekanntlich am steilsten.»

Und dann gibt's ja auch noch Apres-Ski nächstes Jahr. Brugger hat bereits ein paar mögliche Hits:

«Der Anton aus der Intensivstation»

Oder:

«20 Zentimeter sind 130 weniger als der Mindestabstand.»

Oder:

«Der alte Holzmichel lebt leider nicht mehr.»

Zwar möge Hazel Brugger den Apres-Ski nicht, aber Skifahren ohne Apres-Ski sei ja wie ein Tiroler ohne Sprachfehler: Viel angenehmer, aber es fühlt sich irgendwie falsch an.

Du willst die Sendung im Bewegtbild sehen? Sorry, auf Twitter oder Insta sind keine Videoschnipsel zu finden. Die ganze Sendung findest du aber hier in der ORF-Videothek. (jaw)

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