Schweiz
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Bundesrat Alain Berset, rechts, und Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), links, hoeren eine frage von ein Journalist, an einer Medienkonferenz zur Covid-19 Situation, am Montag, 14. Dezember 2020, im Medienzentrum Bundeshaus, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrat Alain Berset (rechts) und Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren, während der Pressekonferenz vom Montag in Bern. Bild: keystone

Verschärfung der Massnahmen: Das plant der Bundesrat für Freitag

Bundesrat Alain Berset hat am Montagmorgen mit den kantonalen Gesundheitsdirektoren eine Videokonferenz wegen Corona durchgeführt. Die Schliessung von Restaurants sowie Freizeit-, Kultur- und Sportbetriebe sind als nächste Verschärfungsmassnahmen vorgesehen.

Kari Kälin / ch media



Die Stimmung zwischen Bund und Kantonen war in den letzten Wochen angespannt. Am Montag gaben sich aber Bundesrat Alain Berset und Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz, sichtlich Mühe, an einem Strang zu ziehen. Die Lage sei ernst und beunruhigend, sagten sie:

«Am kommenden Freitag wird der Bundesrat über weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie entscheiden.»

Welche konkreten Pläne er bei den Kantonen in eine Kurzvernehmlassung gegeben hat, verrieten aber weder Berset noch Engelberger. Recherchen der CH-Media-Zeitungen zeigen aber:

«Der Bund will ein Ampelsystem installieren und je nach epidemiologischer Entwicklung weitere Einschränkungen erlassen.»

Das Ampelsystem ist an vier Indikatoren gebunden, namentlich an die 14-Tages-Inzidenz, an den Reproduktionswert, die Positivitätsrate bei den Tests und die Auslastung des Gesundheitswesens. Berset und Engelberger liessen deutlich durchblicken, dass das Alltagsleben bald weiter eingeschränkt wird, dass zum Beispiel Restaurants schon in wenigen Tagen geschlossen werden könnten.

Engelberger sagte deutlich wie noch nie, dass sich die Gesundheitsdirektoren eine Verschärfung der Massnahmen durch den Bundesrat wünschen.

Ansonsten wird der Bundesrat gemäss dem Vernehmlassungspapier zum ersten Mal am 28. Dezember und ein zweites Mal am 5. Januar über zusätzliche Massnahmen befinden.

Das beinhalten die drei Eskalationsstufen:

Wie im Frühling wird sodann ein Recht auf Homeoffice statuiert. Wer zur Risikogruppe gehört, aber in einem Beruf arbeitet, der physische Anwesenheit erfordert, kann beurlaubt werden. Wer in diesem Fall für den Erwerbsausfall aufkommt, ist noch offen.

Dabei gibt es zwei Varianten: Entweder dürfen Läden, die zwei Drittel ihres Umsatzes mit Lebensmitteln erwirtschaften, weiterhin das ganze Sortiment anbieten – oder sie müssen den Bereich mit denjenigen Gütern abdecken, die nicht dem täglichen Bedarf dienen. Im Freien dürfen sich maximal 10 anstatt 15 Personen spontan versammeln.

Schulen bleiben offen

Eltern können aufatmen. Eine Schulschliessung wie in Deutschland ist vorderhand nicht geplant. Auch Coiffeursalons oder Tattoostudios werden in den Eskalationsstufen nicht als potenziell bald zu schliessende Objekte aufgeführt. Hotels dürfen weiterhin Gäste empfangen.

Bei den Skigebieten liegt der Ball bei den Kantonen. Sie entscheiden, ob die epidemiologische Lage den Plausch auf den Pisten erlaubt. Zu bedenken gilt es allerdings: Theoretisch kann ein Kanton mit relativ guten Werten viele Gäste aus stärker von der Pandemie betroffenen Regionen anlocken.

Beim Skifahren als solches, sagte Berset, bestehe kaum ein erhöhtes Risiko. In der Tat brettern kaum zwei Personen in einem Abstand von weniger als 1.5 Meter zusammen während 15 Minuten das Tal hinunter.

Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung beim Bundesamt für Gesundheit, gibt zudem Entwarnung für Langlauffans. Das Vergnügen auf den schmalen Latten steht nicht auf der Verbotsliste. (aargauerzeitung.ch)

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Diese Animation zeigt die Ansteckungsgefahr durch Gesichtsvisiere

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