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Ruder-EM: Schweizer Doppelvierer der Frauen holt die EM-Goldmedaille

Ruder-EM: Schweizer Doppelvierer der Frauen holt historisches Gold

Der Schweizer Doppelvierer der Frauen holt an den Europameisterschaften in Varese die Goldmedaille. Es ist eine historische Medaille für die Schweiz.
01.08.2026, 12:5401.08.2026, 15:52

Nina Wettstein, Flavia Lötscher, Célia Dupré und Lisa Lötscher holten nicht nur die Goldmedaille, sondern sie gewannen die erste Schweizer Frauen-Medaille in einem Grossboot überhaupt für die Schweiz.

Nina Wettstein, Celia Dupre, Flavia Loetscher and Lisa Loetscher of Switzerland, from left, compete in the Women's Quadruple Sculls Final A on the third day of the 2026 World Rowing Cup at Rotsee ...
Nina Wettstein, Celia Dupre, Flavia Lötscher und Lisa Lötscher (von links).Bild: keystone

Es ist die vorläufige Krönung des Schweizer Doppelvierer-Programms. Seit Jahren verfügt der Schweizer Ruderverband in dieser Kategorie über ein starkes Boot - zu einer Medaille reichte es trotzdem nie.

Den vier Schweizerinnen gelang seit der Rotsee-Regatta vor etwas mehr als einem Monat ein Riesensprung. Auf dem Rotsee klassierten sich die Schweizerinnen nur als Vierte - zu Platz 3 fehlten damals fast fünf Sekunden. Seither haben die Schweizerinnen die Aufstellung innerhalb des Boots geändert. Sie trainierten mit Vollgas. Und sie landeten in Varese den grossen Coup.

«Europameisterin am 1. August, besser kann es nicht sein», meinte die überglückliche Lisa Lötscher im Interview mit SRF. «Es hat alles zusammengepasst, war bestes Teamwork», analysierte die 26-jährige Luzernerin. Flavia Lötscher, ihre vier Jahre jüngere Schwester, blickte bei aller Freude bereits wieder nach vorne.:«Unser Trainingsplan ist auf die WM ausgelegt. Wir lassen das erstmal schön sacken und gehen zurück nach Sarnen ins Training.»

Beide Schweizer Einer im Final

Wettstein, zweimal Lötscher und Dupré holten am Samstag die einzige Schweizer Medaille. Die grösste Medaillenhoffnung - der Zweier mit Jonah Plock und Patrick Brunner - verpasste das Minimalziel, die Bronzemedaille, klar. Schon der Vorlauf war den beiden Schweizern missglückt. Im Final vermochten sie sich nicht zu rehabilitieren. Sie hielten sich auf den ersten 400 Metern auf Platz 4 mit bescheidenem Rückstand auf die Spitzenboote, fielen danach immer weiter zurück. Womöglich ist das ernüchternde Abschneiden auf den Formaufbau zurückzuführen. Plock und Brunner wollen an den Weltmeisterschaften Ende August in Amsterdam in Topform sein.

Als Vierte verpassten im Doppelzweier Fabienne Schweizer und Salomé Ulrich die Medaillen auch klar. Schweizer und Ulrich verloren schon früh den Kontakt zu den drei schnellsten Booten. Sofia Meakin/Olivia Roth blieben im Zweier der Frauen chancenlos und belegten den 6. (und letzten) Platz. Dass sie sich für den Final qualifizieren konnten, darf als Erfolg vermeldet werden.

Für die A-Finals vom Sonntag qualifizierten sich im Einer Aurelia-Maxima Janzen und Kai Schätzle. Beide kamen als Zweite ihrer Halbfinals weiter. Der Doppelvierer, der als einziges gemeldetes Schweizer Boot nicht den A-Final erreicht hat, klassierte sich im B-Final auf Platz 2. Bojan Reuffurth, Donat Vonder Mühll, Raphaël Ahumada und Maurin Lange mussten sich bloss der Ukraine geschlagen geben. (sda)

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