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So reagiert der Berner Gesundheitsdirektor auf die Tribünen-Kritik in Adelboden

Nach der ausgelassenen Feier beim Skirennen in Adelboden äussert sich der Berner Gesundheitsdirektor.
09.01.2022, 14:5510.01.2022, 13:34

Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg hat die Bewilligung des Kantons Bern für die Weltcup-Skirennen in Adelboden verteidigt. Grossevents seien erlaubt, die Rennen fänden im Freien statt und zudem müsse auch die Eigenverantwortung der Zuschauer zum Tragen kommen.

Mit dem Auftreten der Omikron-Variante des Coronavirus wisse heute jede und jeder, was geschlagen habe, sagte Schnegg am Sonntag auf Anfrage: «Jeder muss lernen, seine Verantwortung zu übernehmen». Irgendwann gelte es auch, zur Normalität zurückzukehren, sagte Schnegg weiter.

«Jeder muss lernen, seine Verantwortung zu übernehmen.»
Pierre Alain Schnegg, Berner Gesundheitsdirektor

Die epidemiologische Situation sei zudem eine andere als im vergangenen Jahr, als die Rennen in Adelboden ohne Zuschauer stattfinden mussten: Heute könne sich jeder und jede impfen lassen. Dass die Organisatoren am Samstagabend aus Sicherheitsgründen die Siegerehrung absagten, begrüsst Schnegg.

Sportler und Zuschauer waren am Samstag verwundert und besorgt ob der Situation in Adelboden: Über 12'000 Fans bejubelten den Sieg des Schweizers Marco Odermatt im Riesenslalom. Viele taten dies ohne Maske und dicht gedrängt. Es kam zu partyähnlichen Szenen im Zielgelände.

Die Ski-Fans feierten nahe zusammenstehend und teils maskenlos auf den Tribünen.
Die Ski-Fans feierten nahe zusammenstehend und teils maskenlos auf den Tribünen.Bild: keystone

Der österreichische Rennfahrer Manuel Feller sagte in einem Interview im österreichischen Fernsehen: «Die Schweizer gehen da ein bisschen einen anderen Weg. Die versuchen an einem Wochenende gleich alles zu durchseuchen». Diese Aussage sei übertrieben, sagte Schnegg. «Ist in Österreich die Lage mit den sehr weit gehenden Lockdowns wirklich besser als in der Schweiz?», fragte er.

In Adelboden ging am Sonntag der Slalom über die Bühne. Wie ein Zuschauer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, riefen die Organisatoren im Shuttlebus zum Zielgelände und vor dem Rennen dazu auf, aus Solidarität eine Maske zu tragen. Das täten die Leute grossmehrheitlich.

Auf der Renn-Webseite hatten die Organisatoren schon vor den Rennen eine Empfehlung zum Masken Tragen abgegeben. In den Zuschauerräumen in Adelboden gilt die 3G-, in den Innenräumen die 2G-Regel.

Für Wengen gibt es keine Tribüne

In der kommenden Woche zieht der Weltcup-Tross weiter nach Wengen, an die Hänge des Lauberhorns. Dort beginnen die Rennen am Donnerstag mit einem Super-G. Wie in Adelboden wird in den Zuschauerbereichen – Stand jetzt – die 3G- und in Innenräumen die 2G-Regel gelten.

Wie der Geschäftsführer der Wengener Rennen, Andreas Mühlheim, am Sonntag auf Anfrage sagte, empfehlen die Organisatoren dem Publikum dringend, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten. Für den kurzfristig von Bormio übernommenen Super-G bleiben die Zuschauerräume am Donnerstag noch geschlossen.

Auf die Frage, ob die Erfahrungen von Adelboden auf das Schutzkonzept von Wengen Einfluss haben werden, sagte Mühlheim, mit dem Adelbodner OK und dem Internationalen Skiverband FIS stehe das Wengener OK in ständigem Austausch. Wengen verfüge über eine Bewilligung des Kantons Bern für Grossveranstaltungen.

Wie schon im Vorjahr wird in Wengen auch in diesem Jahr im Zielraum keine Tribüne stehen, sondern ein Hospitality-Zelt. Zuschauerbereiche wird es aber etwa im Girmschbiel, aber auch im Zielraum geben. Im vergangenen Jahr wurden die Lauberhornrennen wegen Corona ein paar Tage vor Start der Rennen abgesagt. (sda)

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