Starkregen im Tessin sorgt für Autobahnsperrung – so geht's mit dem Wetter weiter
Wegen heftiger Regenfälle musste am Donnerstagmorgen kurz nach 10.15 Uhr die Autobahn A2 bei Lugano für kurze Zeit gesperrt werden. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone SDA bestätigte die Tessiner Kantonspolizei die Sperrung des Fahrstreifens Richtung Süden bei der Ausfahrt Lugano Nord. Dies sei nötig gewesen, um das Wasser ablaufen zu lassen.
Kurze Zeit später konnte der Autobahnabschnitt wieder geöffnet werden. Im Verlauf des Morgens kam es im Tessin zu teils kräftigen Gewittern und Niederschlägen. Heute Abend werden weitere Gewitter im Süden der Schweiz erwartet. Für einen Grossteil des Tessins hat MeteoSchweiz bis am Donnerstagabend um 20 Uhr die Gewitterwarnstufe 3 ausgerufen.
Roger Perret von Meteonews spricht von erheblichen Niederschlagsmengen, die dabei zusammenkommen: «Lokal kann das zu überfluteten Strassen oder Kellern führen, grössere Hochwasserereignisse sind jedoch kaum zu erwarten.» Am Freitag soll es dann nicht nur im Süden, sondern auch verbreitet in der gesamten Schweiz nass werden, dabei gäbe es jedoch grosse Unterschiede bezüglich der Niederschlagsmengen:
«In den Alpen erwarten wir heute und morgen Niederschlagsmengen von etwa 20 bis 50 Litern pro Quadratmeter, im Flachland dürfte es vielerorts 10 bis 20 Liter geben, ganz im Norden unter zehn Liter.»
Kaum Niederschläge im Norden erwartet
Generell gelte: Je weiter man Richtung Norden schaue, desto weniger Niederschlag sei vorhergesagt, so der Meteorologe: «Der Jura beispielsweise kommt hinsichtlich der Trockenheit gar nicht gut weg, dort wird es voraussichtlich zu keinen grösseren Niederschlägen kommen.»
Im Tessin und in Südbünden hingegen belaufe sich die Niederschlagsmenge heute und morgen auf über 100 Liter pro Quadratmeter, mit lokalen Spitzen von über 150 Litern. Der Grossteil des Niederschlags werde heute erwartet. Roger Perret spricht von einer Normalisierung der Situation im Süden der Schweiz am morgigen Freitag.
Während die Luftfeuchtigkeit heute noch hoch sei, was zu einer instabilen und von Gewittern geprägten Wetterlage beitrage, ziehe morgen eine Kaltfront über die Schweiz.
Das gesamte Wochenende über soll es dann, mit Ausnahme der Alpen, trocken bleiben, mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Während die Temperaturen am Wochenende noch angenehme 21 bis 24 Grad betragen, würden diese zu Beginn der Woche erneut auf sommerliche 24 bis 28 Grad ansteigen, so der Experte von Meteonews.
Doch noch kein Sommerende?
Es könne sein, dass das Sommerende also doch noch etwas auf sich warten lasse: «Die Aussage, dass gestern wohl der letzte Hitzetag war, müssen wir leider heute bereits revidieren. Es sieht so aus, als könnte es am Donnerstag erneut 30 Grad und mehr werden. Dafür sorgt ein Hochdruckrücken, der sich gegen Mitte Woche installiert.»
Eine erneute längere Hitzephase sei jedoch nicht in Sicht, am Freitag darauf sehe es erneut nach tiefdruckbestimmtem Wetter aus, sagt Roger Perret und ergänzt: «Da sind wir jedoch schon fast wieder im Kristallkugelbereich – so weit im Voraus können wir noch keine genauen Prognosen treffen.» (jul mit Material sda)
