Petrus grüsst wieder: Hier regnet es heute – und so wird das Wetter diese Woche
Viele, die den Sommer in der Schweiz verbracht haben, haben wohl vergessen, wie sich Regen anfühlt. Nach langer Trockenheit ändert sich das heute Montag für die ganze Schweiz.
Von Nordwesten her zieht eine Kaltfront aus Finnland über die Alpennordseite. Mit ihr strömt aus Nordwesten feuchte Atlantikluft in die Schweiz. Die kühle und feuchte Luft bringt verbreitet Regen. Für Montag prognostiziert Meteoschweiz deshalb mit Ausnahme des Südtessins und der Region Genf eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von über 90 Prozent.
Der Regen klingt gemäss Prognosen im Verlauf des Nachmittags im Flachland langsam aus, bevor sich dann die feuchten Luftmassen an den Alpen festsetzen. Dort sorgen die Luftmassen dann am Montagabend lokal für eine hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit, insbesondere in Teilen des Berner Oberlands, in der gesamten Innerschweiz sowie in weiten Teilen Graubündens.
Wie stark die Niederschläge werden, ist aktuell noch unklar. Eine Gewitterwarnung vom Bund wurde noch für keine Region in der Schweiz ausgesprochen. Meteonews spricht jedoch für Montag eine «starke Wetterwarnung» für Gewitter in mehreren Schweizer Regionen aus.
Auch die Temperaturen fallen am Montag deutlich im Vergleich zu den vergangenen Wochen und erreichen in der Deutschschweiz verbreitet nur 21 bis 22 Grad. Anders sieht es im Tessin aus. Dort gilt immer noch eine Hitzewarnung des Bundes und es werden Höchsttemperaturen von bis zu 30 Grad erwartet.
Sonniger Dienstag und Hochsommer am Mittwoch
Gemäss Prognosen sorgt am Dienstag das von Westen heranziehende Azorenhoch für eine deutliche Wetterberuhigung. Die feuchte Luft hinter der Kaltfront vom Montag wird zunehmend abgetrocknet, sodass sich in weiten Teilen der Schweiz recht sonniges Wetter durchsetzt.
In den östlichen Alpen können sich am Vormittag noch einige Wolken halten, vereinzelt sind dort auch noch Schauer möglich. Nördlich der Alpen steigen die Temperaturen auf etwa 27 bis 29 Grad, im Tessin werden rund 32 Grad erreicht.
Am Mittwoch soll nochmals deutlich wärmere Luft mit einer Westströmung in die Schweiz ziehen. Deshalb wird sehr sonniges und hochsommerlich warmes Wetter mit 29 bis 31 Grad im Flachland erwartet.
Gegen Abend wird von Westen her jedoch schon die nächste Störung prognostiziert, wodurch die Schauer- und Gewitterneigung langsam zunimmt und sich in der Nacht auf Donnerstag gemäss Meteoschweiz dichtere Wolken ausbreiten und lokal erste Schauer auftreten.
Ab Donnerstag wieder Regen und Gewitter in der Schweiz
Das Sommer-Intermezzo bleibt jedoch nur das: ein Intermezzo. Am Donnerstag kippt das Wetter wieder und bleibt gemäss Prognosen für die restliche Woche unbeständig.
In vielen Regionen muss mit wiederholten Schauern, Regengüssen und Gewittern gerechnet werden. Auch die Alpensüdseite gerät dabei stärker in den Fokus. Dort könnten die Niederschläge nach aktuellem Stand zeitweise deutlich kräftiger ausfallen.
Bis Ende der Woche dürfte deshalb häufig wechselndes bis stark bewölktes Wetter dominieren. Sonnige Abschnitte bleiben eher die Ausnahme, während es immer wieder zu Regen oder Gewittern kommen kann.
Gleichzeitig gehen die Temperaturen deutlich zurück. In weiten Teilen der Schweiz könnte die Sommermarke von 25 Grad nicht mehr erreicht werden, die prognostizierten Höchstwerte liegen nur noch zwischen 22 und 24 Grad.
Bei den erwarteten Niederschlagsmengen zeigen sich regionale Unterschiede. Besonders in den zentralen und östlichen Alpen sowie auf der Alpensüdseite dürfte bis zum Wochenende einiges an Regen zusammenkommen. Deutlich trockener könnte es gemäss Meteonews dagegen im Westen und Nordwesten der Schweiz bleiben.
Für die zuletzt trockenen Regionen sind die Niederschläge sicherlich willkommen. Es sei, laut Meteonews, aber noch unklar, ob die prognostizierten Niederschlagsmengen ausreichen werden, um die Trockenheit längerfristig zu lindern. (ear)
