In diesen Schweizer Städten gab es am meisten Tropennächte
MeteoNews hat am Sonntag per Medienmitteilung über die jüngsten Entwicklungen an der Schweizer Wetterfront informiert. Demnach setzten sich in der ersten August-Hälfte die umweltbelastenden Rekorde fort.
Es war rund 5,5 Grad zu warm
Diese Feststellung unterstreichen die Fachleute des privaten Schweizer Wetterdienstes mit einem Ausrufezeichen. Die Temperaturabweichung habe über die ganze Schweiz gesehen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt (von 1991 bis 2020) rund 5.5 Grad betragen.
Die geringste Abweichung nach oben sei mit 3.2 Grad in Buffalora am Ofenpass gemessen worden, die grösste Abweichung 6.7 Grad in Rünenberg, im Kanton Basel-Landschaft.
Es war fast durchgehend zu warm
In der ersten Augusthälfte sei es unter dem anhaltenden Hochdruckeinfluss durchgehend heiss gewesen mit im Flachland praktisch täglich über 30 Grad Celsius.
Dazu passt die Feststellung, dass die Lufttemperatur auch in der Nacht vielerorts nicht mehr richtig sank.
Tropennächte
In der ersten Augusthälfte konnten bzw. mussten im Flachland gelegentlich Tropennächte (das heisst über 20 Grad) registriert werden. Im Norden gab es am meisten Tropennächte in Vevey mit 15 und in Lausanne/Pully mit 14.
Täglich nicht unter 20 Grad sanken die Temperaturen bisher im August in Lugano und in Locarno-Monti.
Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel zwischen 1991 und 2020 habe es in Lugano im gesamten August rund 4 Hitzetage gegeben, in Locarno-Monti waren es rund 5 und in Lausanne/Pully 2.
Anhaltende Trockenheit
Die erste Augusthälfte sei «ausserordentlich trocken» gewesen, bestätigt Meteoswiss den anhaltenden Mangel an Niederschlägen. Schweizweit betrage das Regen-Defizit rund zwei Drittel. Die entsprechende Grafik ist denn auch entsprechend gefärbt, mit Braun bis Dunkelbraun.
In der Tessiner Gemeinde Stabio habe es bisher (im August) überhaupt keinen messbaren Niederschlag gegeben, in Lugano waren es lediglich 1,2 Millimeter. Aber auch Chur sei bisher niederschlagsmässig sehr schlecht weggekommen, dort gab es bisher erst 1.4 Millimeter Niederschlag.
Zu viele Sonnenstunden
Der bisherige August sei nicht nur viel zu warm und zu trocken, sondern auch viel zu sonnig, so Meteonews. Schweizweit betrage der Sonnenschein-Überschuss rund 30 Prozent. Immerhin dies dürfte sich in der zweiten Monatshälfte etwas ändern.
Die MeteoNews AG ist ein privater Schweizer Wetterdienst mit Hauptsitz in Zürich. Er wurde 1997 vom Meteorologen und Unternehmer Peter Wick gegründet.
Quellen
- meteonews.ch: Erste Augusthälfte massiv zu warm, zu trocken und zu sonnig (16. August)
(dsc)
