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«Arena»-Sendung mit Aeschi-Aussagen war sachgerecht

26.04.2022, 18:44

Die Ombudsstelle von Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat alle Beanstandungen gegen eine «Arena»-Sendung zum Ukraine Krieg mit Thomas Aeschi zurückgewiesen. Moderator Sandro Brotz hatte den SVP-Fraktionschef darin mit einer Äusserung im Parlament konfrontiert. Die Ombudsstelle attestiert der Sendung Sachgerechtigkeit.

Bild: keystone

Sie hatte 46 Beanstandungen erhalten, wie sie am Dienstag zu ihrem Schlussbericht mitteilte. Sie richteten sich gegen die «Arena» vom 18. März. Die Ombudsstelle hält ausdrücklich fest, dass es richtig war, den Zuger Nationalrat und SVP-Fraktionschef mit seiner Aussage zu konfrontieren.

Auch das konfrontative Gespräch, bei dem der Moderator die Gegenseite einnahm, hiess die Ombudsstelle gut. Aeschi habe in dieses Eins-zu-eins-Gespräch vorgängig eingewilligt und gewusst, was auf ihn zukomme. Im Kontext des Gesprächs und der Abklärungen sei nachvollziehbar, dass Brotz die Aussage Aeschis als «rassistisch» bezeichnet hatte.

Aeschi ein wenig zu kurz gekommen

Sie kommt aber auch zum Schluss, dass das Fazit von Brotz zu abschliessend war und die Argumente Aeschis zu wenig berücksichtigte. Die «Arena»-Redaktion räumte bereits ein, dass das Wortgefecht intensiv war, und der Moderator Aeschis Argumenten mehr Raum hätte einräumen müssen.

Die Ombudsstelle stellt aber fest, dass Brotz den Fraktionschef nie verurteilte, sondern sich auf die klare Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) und damit auf Fachleute stützte.

Abschliessend hält die Ombudsstelle fest, dass sich das Publikum eine eigene Meldung bilden konnte und die Sachgerechtigkeit nicht verletzt wurde. Das Fernsehen SRF wertet die Ablehnung aller Beanstandungen als Bestätigung für die Arbeit der «Arena»-Redaktion. SRF verpflichte sich weiterhin zur sachgerechten Berichterstattung, aber auch zur politischen Unabhängigkeit.

SVP boykottiert «Arena»

SVP-Fraktionspräsident Aeschi hatte in der Nationalratsdebatte zum Ukraine-Krieg hinsichtlich der zu erwartenden Kriegsflüchtlinge gesagt: «Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen. Das darf nicht geschehen.» Das sollte sich gemäss nachgeschobener Erklärung auf einen Vorfall in Deutschland beziehen. Die EKR bezeichnete die Aussage als rassistisch.

Die SVP hatte nach der«Arena»-Ausstrahlung verkündet, dass sie «bis auf Weiteres» nicht mehr an der Diskussionsrunde teilnehmen werde. Die Partei bezeichnete die Konfrontation Aeschis mit seinen Aussagen als «grobe Entgleisung» des Moderators Brotz. Dieser habe sich gegenüber Aeschi als Richter aufgespielt.

Mitte April erklärte sich die SVP nach dreiwöchigen Boykott wieder teilnahmebereit. Vorangegangen war dem ein Gespräch zwischen SVP-Präsident Marco Chiesa (TI), Thomas Aeschi und SVP-Nationalrat Thomas Matter (ZH) mit SRF-Direktorin Nathalie Wappler, dem Chefredaktor Video Tristan Brenn und der Chefredaktorin Audio Lis Borner. (saw/sda)

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91 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Skuld
26.04.2022 19:21registriert Mai 2016
Als nächstes wird die SVP schimpen, dass die Ombudsstelle zu links ist und werden die auch boykottieren? :-)
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ELMatador
26.04.2022 19:34registriert Februar 2020
1. Seine Aussage hat er so getätigt.

2. Im SRF wurde nichts verdreht.

3. SRF hat ihm die Chance gegeben, sich von seiner strafrechtlich bedenklichen Aussage zurückzuziehen.

4. Er entschuldigte sich aber nicht und distanzierte sich nicht.


Warum genau muss man es nun beanstandenden?
Er steht zu seinen pauschalisierenden braunen Aussagen und das wurde öffentlich aufgezeigt. Wenn ihm dass nicht passt dann soll er sein Gedankengut zuhause lassen.
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WatSohn?
26.04.2022 19:29registriert Juni 2020
Zu Aeschi gibt es nur zu sagen, dass zu Aeschi schon alles gesagt worden ist, was es zu sagen gibt. Und das meine ich nicht als Kompliment .
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