Tausende Fische sterben wegen technischer Störung bei Kraftwerk in Sils GR
Die Trockenheit setzt den Tieren zu Land und zu Wasser ohnehin schon zu. Nun starben in der Albula und im Hinterrhein mutmasslich Tausende Fische wegen einer technischen Störung, meldet die Kantonspolizei Graubünden.
Fischer hätten am Sonntagabend entdeckt, dass die Albula bei Sils i.D. fast kein Wasser mehr führte. Die Polizei und der zuständige Fischereiaufseher fanden heraus, dass die Wassermenge wegen einer technischen Störung im Unterwerk Sils Albula der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) schnell und massiv zurückgegangen war.
Das hatte zur Folge, dass grosse Bereiche der Albula und des Hinterrheins unterhalb des Zusammenflusses während etwa einer Stunde trockenfielen. Fischer konnten zwar noch über 100 Fische in den Flusslauf zurückversetzen, dennoch dürften auf der Strecke, die mehrere Kilometer misst, wohl mehrere tausend Fische verendet sein.
Gleichzeitig hat die Polizei auch die ersten Erkenntnisse zum Fischsterben im Sufnersee Ende Juni bekannt gegeben. Demnach sei dieses nicht auf die Stromproduktion zurückzuführen. Stattdessen wird nun überprüft, ob allenfalls das massive Algenwachstum im Uferbereich zu veränderten, für die Fische tödlichen Umweltbedingungen geführt hat. (vro)
