Schweiz
Gesellschaft & Politik

Polizisten mit B-Bewilligung In Basel im Einsatz

Die Schrift, Polizei, auf dem Ruecken eines Polizisten der Luzerner Polizei, anlaesslich einer Medienorientierung zur Lancierung der neuen Leuchtweste fuer die Schueler im Kanton Luzern, am Montag, 18 ...
In Basel sind neuerdings auch Polizisten mit B-Bewilligung im Einsatz. Bild: KEYSTONE

In Basel sind zum ersten Mal Polizisten mit B-Bewilligung im Einsatz

Die Basler Polizei lockert ihre Zulassungsbedingungen: Für die Polizeiausbildung reicht neu eine B-Bewilligung. Zu den ersten Teilnehmenden gehören vier Deutsche.
28.07.2026, 10:1428.07.2026, 10:14

Seit drei Jahrzehnten ist es im Kanton Basel-Stadt gang und gäbe, dass auch Polizistinnen und Polizisten ohne Schweizer Pass Teil des Polizeikorps sind. Bislang war dafür jedoch eine Niederlassungsbewilligung (C-Bewilligung) erforderlich. Ab Herbst können neu auch Ausländerinnen und Ausländer mit einer B-Bewilligung die Polizeiausbildung absolvieren. Den Anfang machen vier Deutsche – zwei Männer und zwei Frauen. Sie beginnen ihre Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch, berichtet der SonntagsBlick.

Basel-Stadt ist somit der erste Kanton mit einer solchen Neuerung.

Basel kämpft mit Personalmangel

«Fähige Leute mit B-Bewilligung kann man gut bei uns anstellen», meint Harald Zsedényi vom Polizeibeamtenverband Basel-Stadt gegenüber dem SRF. Die Basler Polizei kämpfe derzeit mit Personalmangel. Rund 100 Stellen seien aktuell unbesetzt, weshalb man um jede Verstärkung froh sei. Dabei spiele es keine Rolle, ob jemand aus der Schweiz oder dem grenznahen Deutschland komme.

Kantonspolizei Basel-Stadt (Polizei Basel).
Polizistinnen und Polizisten müssen die Deutschschweizer Dialekte verstehen.Bild: KaPo BS

Voraussetzung für ausländische Anwärterinnen und Anwärter sei jedoch, dass sie mit Basel vertraut sind. «Sie sollten beispielsweise im grenznahen Ausland aufgewachsen sein oder sich auf andere Weise mit Basel vertraut gemacht haben», erklärt Polizeisprecher Adrian Plachesi der Zeitung. Nach mehreren Bewerbungen aus Deutschland starte man nun einen ersten Versuch. Mit den rund 30 bis 40 Polizistinnen und Polizisten mit einer Niederlassungsbewilligung (C-Bewilligung) habe die Basler Polizei bereits gute Erfahrungen gemacht.

Kritik vom Schweizerischen Verband

Nicht begeistert von der Entwicklung ist der Verband Schweizerischer Polizeibeamter. Hier gilt das Motto «Schweizer Polizist gleich Schweizer Bürger», wie einem Positionspapier von 2017 zu entnehmen ist. «Der bewaffnete Arm des Staates muss von Schweizer Bürgern vertreten werden», lautet die Begründung. Zwar sei man damit einverstanden, dass Personen mit einer Niederlassungsbewilligung die Polizeischule absolvieren. Spätestens bei der Vereidigung sollten Polizistinnen und Polizisten jedoch über einen Schweizer Pass verfügen.

(kek)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Proteste gegen Polizeigewalt in den USA
1 / 12
Proteste gegen Polizeigewalt in den USA
Proteste am Foley Square in New York.
quelle: x03476 / elizabeth shafiroff
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Falsche Möchtegern-Polizisten» – Sheriff von Philadelphia droht ICE
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
21 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
21
Verwaltungsgericht lehnt Zürcher Basishilfe für Sans-Papiers ab
Der zweite Anlauf der Stadt Zürich für eine Finanzhilfe an Sans-Papiers ist vor Verwaltungsgericht gescheitert. Das Gericht hat eine Beschwerde des Gemeinderats abgewiesen, weil das Projekt gegen übergeordnetes Recht verstosse.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat die Beschwerde des Zürcher Gemeinderats gegen die Aufhebung von zwei Pilotprojekten abgewiesen. Die städtische Legislative wollte eine Überbrückungshilfe für Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus sowie eine wirtschaftliche Basishilfe für Ausländer mit Aufenthaltstitel etablieren. Beide Vorhaben sind laut Verwaltungsgericht nicht mit übergeordnetem Recht vereinbar.
Zur Story