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Wanderer wegen Bündner Herdenschutzhund verletzt: Fall wird untersucht

2 Wanderer wegen Bündner Herdenschutzhunden verletzt: Vorfall wird untersucht

05.08.2026, 11:4905.08.2026, 11:49

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit Graubünden (ALT) hat eine Untersuchung zu einem Vorfall mit Herdenschutzhunden im Val Sumvitg GR eingeleitet. Beim Zwischenfall am Montag verletzten sich zwei Wanderer leicht. Massnahmen gegen solche Vorfälle zu treffen, sei schwierig, so das ALT.

Gemäss ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Graubünden begegneten die 21- und 22-jährigen Wanderer aus Deutschland im Val Sumvitg zwei Herdenschutzhunden. Laut einer Mitteilung vom Dienstag rutschte in der Folge einer der Wanderer rund zehn Meter einen Abhang hinunter. Ob einer der beiden zuvor gebissen worden war, konnte die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen. Die Untersuchungen würden noch laufen.

Massnahmen sind schwierig

Die Ereignisse werden ebenfalls durch das ALT untersucht, welches auch allfällige Massnahmen ergreifen kann. Amtsleiter Giochen Bearth erklärte gegenüber Keystone-SDA, dass «sinnvolle Massnahmen ohne negativen Einfluss auf den Herdenschutz schwierig» seien, aber immer situativ erfolgen würden.

«Oft bleibt als letzte Massnahme nur die befristete Entfernung der Herdenschutzhunde vom Sömmerungsbetrieb, beispielsweise solange sich eine Schafherde in einem besonders stark touristisch frequentierten Gebiet aufhält», so Bearth.

Auswirkungen des stärkeren Herdenschutzes

Die Konflikte zwischen Menschen und Herdenschutzhunden haben gemäss Bearth in den vergangenen Jahren «sicher nicht abgenommen». Dies sei die Konsequenz der Forderung nach immer besserem Herdenschutz. «Aktuell spielen auch die lang andauernde Schönwetterperiode und die Ferienzeit eine Rolle. Wanderer und Bergsteiger sind überall – auch abseits der markierten Wege – unterwegs», so Bearth.

Tatsächlich kam es gemäss der rätoromanischen Nachrichtenagentur FMR bereits Ende Juni zu einem Vorfall mit Herdenschutzhunden im Maighels-Gebiet bei Tujetsch GR. Ein Mann soll von Herdenschutzhunden gebissen worden sein. Der Betroffene erstattete danach Anzeige bei der Kantonspolizei Graubünden, welche gegenüber Keystone-SDA den Eingang der Anzeige bestätigte. (sda)

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Ich-möchte-verstehen
05.08.2026 12:34registriert April 2022
Nach meiner Erfahrung ist die Toleranzdistanz von Herdenschutzhunden bei ca 50m. Wenn die Herde auf dem Wanderweg ist, heisst das, nach Möglichkeit umgehen, warten oder umdrehen... Wenn ich meine Hündin dabei habe, schaue ich zuerst auf SchweizMobil und wähle Routen ohne Herdenschutz aus. Für mich ist es ok, dass ich mich anpassen muss, weil ich es gut finde, wenn Herden geschützt werden, statt die Wölfe abzuknallen.
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watsoninan
05.08.2026 12:33registriert November 2019
'Laut einer Mitteilung vom Dienstag rutschte in der Folge einer der Wanderer rund zehn Meter einen Abhang hinunter. Ob einer der beiden zuvor gebissen worden war, konnte die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen.'

Dann ist der Titel aber schon etwas irreführend, wenn nicht gar reisserisch...?
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equus asinus
05.08.2026 12:12registriert November 2023
Die Hunde machen ihren Job. Sie schützen die Herde, egal gegen wen.
Indirekt betrifft der Wolf jetzt Wanderer.
Ich bin auf eine Lösung gespannt. Mindestens eine Gruppe wird verlieren.
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