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Velotunnel unter dem HB ist offen: So sieht er aus

KEYPIX - Menschen bewegen sich vor dem Stadttunnel, die Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, aufgenommen am Dienstag, 20. Mai 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Blick in den Stadttunnel unter dem Zürcher Hauptbahnhof.Bild: keystone

Der Velotunnel unter dem Zürcher HB öffnet – so sieht er im Innern aus

20.05.2025, 13:4720.05.2025, 17:15

Endlich freie Fahrt für Velos aller Art unter dem Zürcher Hauptbahnhof: Am Donnerstagabend wird der Tunnel zwischen Kasernenstrasse und Sihlquai offiziell eröffnet. Ursprünglich war die Verbindung zwischen den Kreisen 4 und 5 für Autos vorgesehen.

KEYPIX - Der Stadttunnel, die Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, aufgenommen am Dienstag, 20. Mai 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
So sieht der Tunnel im Innern ausBild: keystone

Der Stadttunnel sei das Herzstück der Veloförderung der Stadt Zürich, sagte Stadträtin Simone Brander (SP) am Dienstag vor den Medien. Zusammen mit Stadträtin Karin Rykart (Grüne) und Stadtrat Michael Baumer (FDP) gewährte sie am Dienstag Medienschaffenden einen Einblick in das Prestigeprojekt, das am Donnerstagabend mit einem Fest eröffnet wird.

Statt einer Schnellstrasse für Autos entstand hier Raum für nachhaltige Mobilitätsformen, sagte Brander. Und ein Raum, der das Stadtleben bereichern werde. Der Stadttunnel sei die sichere und einfache Verbindung unter dem Hauptbahnhof durch.

Neue Velostation

Im Tunnel, der von der Oberfläche an der Kasernenstrasse bis an die Oberfläche am Sihlquai rund 440 Meter lang ist, stehen auch 1240 kostenlose Veloabstellplätze zur Verfügung. Von dieser Velostation aus gelangt man direkt zur Sihlquai-Passage des Hauptbahnhofs. Die Fahrbahn misst im Tunnel bis zu sechs Meter.

Fahren dürfen im Stadttunnel alle Arten von Velos – auch E-Bikes, E-Mofas, Leichtmotorfahrzeuge und Kleinmotorräder mit Elektroantrieb. Die Geschwindigkeit ist jedoch auf 20 km/h für alle Fahrzeuge beschränkt.

Der Stadttunnel, die Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, aufgenommen am Dienstag, 20. Mai 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Blick in den Stadttunnel mit den Veloparkplätzen.Bild: keystone

Am Donnerstagabend wird der Tunnel im Rahmen der Cycle Week, die in der Europaallee stattfindet, mit einem offiziellen Festakt und einer Veloparade eröffnet. Laut Stadträtin Brander meldeten sich bereits über 1200 Personen für die Parade an.

Fahrradparkplaetze im Stadttunnel, die Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, aufgenommen am Dienstag, 20. Mai 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
So sehen die neuen Parkplätze aus.Bild: keystone

Grosser Widerstand

Der Tunnel war Ende der 1980er-Jahre im Hinblick auf einen möglichen Auto-Stadttunnel gebaut worden – doch die entsprechende Autobahn wurde nie realisiert. Der Widerstand aus der Bevölkerung war gross.

2011 lancierte Pro Velo Kanton Zürich die Idee der neuen Veloverbindung am Hauptbahnhof mit einer Petition. Pro Velo bezeichnete am Dienstag den Stadttunnel in einer Medienmitteilung als den bisher «grössten Erfolg in der Geschichte von Pro Velo. Die neue Verbindung markiere einen «historischen Moment» für den Veloverkehr, sie sei ein Symbol für die Verkehrswende

Der Stadttunnel, die Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, aufgenommen am Dienstag, 20. Mai 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Der neue Tunnel kostete rund 38,6 Millionen Franken. Bild: keystone

Bis zur Volksabstimmung vergingen weitere zehn Jahre. Zwischen Stadt und Kanton sei hin- und her diskutiert worden, sagte Stadträtin Simone Brander. Es ging dabei unter anderem um Nutzungsfragen und um die Kosten eines allfälligen Rückbaus. Auch bei der Detailplanung gab es immer wieder neue Herausforderungen.

2021 befürworteten schliesslich 74 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher den Ausbau zum Velotunnel. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 38,6 Millionen Franken. (sda)

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