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Darmerkrankung Morbus Crohn - ein Betroffener erzählt

Video: watson/Emanuella Kälin
Fragenbot

«Beschissene Situation» – Fabian erzählt uns von seiner Darmerkrankung Morbus Crohn

15.03.2026, 12:0415.03.2026, 13:16

Alles, was unterhalb des Magenbereichs passiert, ist für viele ein Tabuthema. Noch mehr, was unterhalb des Magenbereichs rauskommt. Besonders schwierig ist es darum für Menschen, die genau in diesem Tabu-Bereich mit einer chronischen Krankheit zu kämpfen haben. Einer davon ist Fabian. Trotzdem hat er sich den unerbittlichen Fragen des Fragenbots gestellt, um über seine Darmerkrankung Morbus Crohn aufzuklären.

Video: watson/Emanuella Kälin

Morbus Crohn betrifft bei uns laut Crohn-Colitis Schweiz rund 25’000 Menschen. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Verdauungstrakt an, was zu chronischen Entzündungen führen kann. Bei wiederkehrenden Entzündungen oder zu später Behandlung kann es zu schweren Schäden im Darm kommen. In solchen Fällen muss manchmal ein erkrankter Darmabschnitt operativ entfernt werden. Wenn der ganze Darm schwer betroffen ist und entfernt werden muss, kann es so weit kommen, dass Patienten auf einen künstlichen Darmausgang (Stoma) und künstliche Ernährung angewiesen sind. Bei Morbus Crohn kann es zu Entzündungen im gesamten Darmbereich kommen, im Gegensatz zur zweiten Variante der Krankheit Colitis ulcerosa, wo «nur» der Dickdarm angegriffen wird.

Morbus Crohn verläuft meist schubweise und Betroffene leiden etwa unter Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust mit Mangelerscheinungen und starker Erschöpfung. Zwar ist Morbus Crohn bislang nicht heilbar, doch moderne Therapien ermöglichen heute oft eine gute Kontrolle der Erkrankung. Der Weg bis zur Diagnose ist jedoch für Betroffene oft lang und unangenehm.

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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lichtraumprofil
15.03.2026 14:09registriert September 2017
Als betroffene Person finde ich, dass das Video einen guten Überblick gibt. Die Krankheit hat jedoch viele Ausprägungen, ich z.B. hatte fast nie Durchfall, dafür mehrfach Fisteln. Andere haben starke Krämpfe und Durchfall, wieder andere benötigen einen künstlichen Darmausgang. Es ist eine der Krankheiten, die man einem nicht ansieht und jede Sensibilisierung dafür hilft.
Dank guten Medis bin ich seit Jahren stabil und sehr dankbar dafür.
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