Food
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
bauchschmerzen

Mit einem Blähbauch nach dem Essen haben viele Menschen zu kämpfen.
Bild: shutterstock

Fühlst du dich manchmal wie ein Luftballon? So wirst du den Blähbauch los

Viele kennen das Problem: Nach dem Essen schmerzt der Bauch und wölbt sich unangenehm vor. Das sind deutliche Anzeichen für einen sogenannten Blähbauch. Doch wie entsteht der eigentlich und was hilft gegen die störende Luftansammlung?



Ein Artikel von

Bei einem Blähbauch schwillt der Bauch über die übliche Grösse hinaus an. Die Ursache ist eine Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt oder im Magen. In seltenen Fällen bilden sich die Gase auch in der freien Bauchhöhle. Grundsätzlich gilt: Die Luftansammlungen im Bauch sind in der Regel nicht besorgniserregend. Trotzdem sind sie natürlich unangenehm – und wenn die Luft nicht im Bauch verbleibt, sondern abgeht, auch peinlich. Die Ursachen für diese Gasansammlungen sind vielfältig.

Der Einfluss der Ernährung

Fakt ist, dass die Ernährung eine entscheidende Rolle spielt. Ballaststoffe beeinflussen den Cholesterin-Stoffwechsel positiv und sorgen zudem für eine gute Ernährung der gesunden Darmflora. Doch Ballaststoffe haben einen Nachteil: Die Verwertung der löslichen Ballaststoffe durch die Darmbakterien trägt zu einer Bildung von Darmgasen bei.

Der komplette Verzicht auf Ballaststoffe ist jedoch keine Lösung. Insbesondere bei Ernährungsumstellungen ist es wichtig, den Darm langsam an die Ballaststoffe zu gewöhnen. Stark blähende Obst- und Gemüsesorten wie Feigen, Bananen, Rotkohl oder Schwarzwurzeln sollten dann gemieden werden.

Bei einer ballaststoffreichen Ernährung ist es zudem wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu trinken und ordentlich zu kauen. In den akuten Krankheitsphasen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind Ballaststoffe hingegen nicht empfehlenswert.

Blähungen und Durchfall durch Zuckeraustauschstoffe und Zusatzstoffe

Animiertes GIF GIF abspielen

Auch Kaugummis können schuld sein.
Bild: giphy

Auch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Xylit wirken ab einer bestimmten Dosis blähend oder sogar abführend. Sorbit und Xylit finden sich in Diätprodukten, Light-Produkten, Kaugummis und Zahnpasten. Empfindliche Menschen reagieren häufig auch auf die Zusatzstoffe, die in vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Menschen mit einem empfindlichen Verdauungstrakt sollten deshalb auf Lebensmittel mit E-Kennzeichnungen möglichst verzichten.

gesundleben.ch

Du willst es noch gesünder? Dann schau auf der Webseite von gesundleben.ch vorbei. Dort findest du weitere informative Beiträge aus den Bereichen Lifestyle, Sport, Gesundheit und Freude am Leben. 

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten führen zum Blähbauch

Wer empfindlich auf Fruktose reagiert, kann nach dem Verzehr von fruktosehaltigen Lebensmitteln Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall entwickeln. Fruktose ist in den klassischen Obstsorten und auch in industriell gefertigten und gesüssten Produkten enthalten. Bei einer Fruktoseintoleranz hilft also nur der Verzicht auf fruktosehaltige Lebensmittel.

Ebenso kann der Verzehr von Milchzucker bei einer Laktoseintoleranz zu Blähungen führen. Im Idealfall spaltet das Dünndarmenzym Laktase im Dünndarm Milchzucker in Traubenzucker und Schleimzucker. Bei einem Laktasemangel gelangt jedoch der ungespaltene Zucker in den Dickdarm. Dort vergären ihn die Darmbakterien zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Fettsäuren. Die Folgen sind Durchfall und Blähungen. Mit einer laktosearmen Diät verschwinden die Symptome häufig. Geht die Laktoseintoleranz allerdings auf eine Darmerkrankung zurück, ist eine Therapie notwendig.

Es gibt Menschen, die auf das Klebereiweiss Gluten sensibel reagieren. Gluten ist unter anderem in Getreiden wie Roggen, Gerste oder Weizen enthalten. Bei einer Glutenunverträglichkeit kommt es nach dem Verzehr von glutenhaltigen Getreideprodukten zu einer Entzündung im Dünndarm. Unter anderem sind Blähungen die Folge. Bei einer gesicherten Diagnose müssen die Betroffenen ihr Leben lang eine glutenfreie Diät einhalten. Eine glutenfreie Ernährung kann aber auch einen Blähbauch verhindern, wenn keine richtige Zöliakie, sondern nur eine leichte Glutenunverträglichkeit besteht.

Blähbauch durch Störungen der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht nur das Hormon Insulin, sondern auch Verdauungsenzyme, die für die Verdauung von Stärke, Eiweiss und Fett zuständig sind. Wenn die Bauchspeicheldrüse aufgrund von Entzündungen ihrer Aufgabe nicht mehr richtig nachkommen kann, ist die Verdauung erheblich gestört. Die unverdauten Nahrungsreste führen im Dickdarm zu Fäulnis und Gärung, sodass starke Blähungen entstehen können.

Eine chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung ist zwingend behandlungsbedürftig. Es gilt möglichst mehrere kleine Mahlzeiten mit einem ausreichenden Nährstoff- und Vitamingehalt zu verzehren. Alkohol und Rauchen sind hingegen Tabu. Verdauungsprobleme, die im Rahmen einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung entstehen, lassen sich oft durch die Einnahme von Bauchspeicheldrüsenenzymen lindern.

Hausmittel gegen den Blähbauch

wärmflasche

Viele Betroffene empfinden Wärme als wohltuend. Bild: shutterstock

Hausmittel gegen Blähbauch sollten nur zum Einsatz kommen, wenn schwere Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen sind. Falls der Blähbauch durch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall begleitet wird, sollte ebenfalls zuerst ein Arzt aufgesucht werden.

Ansonsten bietet die Natur viele Pflanzen zur Linderung der Gasansammlungen. Insbesondere Tees aus Kümmel, Anis, Fenchel, Melisse und Pfefferminze können bei einem aufgeblähten Bauch helfen. Für die Zubereitung können die Kräuter entweder einzeln oder gemischt zubereitet werden. Der fertige Tee sollte bestenfalls nach dem Essen oder sobald die Beschwerden auftreten getrunken werden.

Empfehlenswert sind auch die sogenannten Schwedenkräuter. Diese sind in einigen Regionen unter dem Namen Schwedenbitter bekannt. Es handelt sich dabei um ein Kräuterheilmittel, das sowohl innerlich als auch äusserlich bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt werden kann. Bei einem Blähbauch empfiehlt sich natürlich die innere Einnahme. Da die enthaltenen Kräuter die Verdauung anregen, können die Schwedenkräuter auch schon vor dem Essen eingenommen werden.

Bei einem akuten Blähbauch empfinden zudem viele Menschen Wärme als wohltuend. Körnerkissen, Wärmflasche oder sanfte Massagen des Bauches mit ätherischen Ölen wie Kümmel oder Fenchel können Linderung verschaffen. Dabei sollte immer im Uhrzeigersinn rund um den Bauchnabel massiert werden, sodass die Bewegungen des Darms sanft unterstützt werden.

Dem Blähbauch durch richtiges Essen vorbeugen

Nicht selten ist der lästige Blähbauch die Folge von einem schlechten Essverhalten. Ein paar kleine Veränderungen können dann Wunder wirken. Menschen mit einem empfindlichen Darm sollten lieber mehrere kleine Portionen am Tag zu sich nehmen. Zum richtigen Essen gehört auch die Zubereitung des Essens.

Eine langsame und genussvolle Zubereitung erhöht die Vorfreude aufs Essen und regt die Verdauung an. Langsames Essen und gründliches Kauen bereiten den Verdauungstrakt optimal auf die bevorstehende Verdauung vor. Selbstverständlich sollten stark blähende Speisen, die individuell nicht vertragen werden, gemieden werden. Auch Getränke mit Kohlensäure, Fruchtsäfte und Milchdrinks sind nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Liter Wasser pro Tag bringen die Verdauung jedoch in Schwung und verhindern Blähungen.

(Ein Beitrag von gesundleben.ch)

Und weil wir jetzt alle Hunger haben, kommt hier: Streetfood aus aller Welt

Mehr zum Thema Gesundheit und Ernährung:

Kommt es zum Werbeverbote für Zigaretten?

Link zum Artikel

Hast du eine Farbsehschwäche? Diese weltberühmten Gemälde zeigen es dir!

Link zum Artikel

Essbar oder giftig? Beweise dich im Pilz-Quiz!

Link zum Artikel

Weisst du eigentlich irgendwas zu deinem Körper? Dieses Quiz bringt dich auf die Welt!

Link zum Artikel

So sehen Depressionen aus – in 16 traurig-wahren Cartoons

Link zum Artikel

Handfehlbildungen: Betroffene Mutter erzählt von Erfahrungen

Link zum Artikel

Jede Minute sterben fünf Menschen – wegen falscher medizinischer Behandlung

Link zum Artikel

Haben Schlankmacher-Pillen 500 Menschen getötet? Prozess in Frankreich hat begonnen

Link zum Artikel

Und nun die wichtigste Frage des Tages: Wie gesund sind Toilettenhocker?

Link zum Artikel

Bekannte Medikamente gegen Sodbrennen sollen krebserregend sein

Link zum Artikel

Viagra und Co.: Der Schweizer Zoll fängt so viele Potenzpillen ab wie nie

Link zum Artikel

Polizei verhaftet illegal praktizierende Ärztin und ihre Helferinnen in Adlikon ZH

Link zum Artikel

Zürcher Ärzte ersetzen Hauptschlagader eines 9-Jährigen durch eine Prothese

Link zum Artikel

RTL-Reporter isst so viel Plastik wie möglich – das Resultat ist äusserst unschön

Link zum Artikel

«Dass Pornos immer verfügbar sind, ist ein Problem»

Link zum Artikel

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

Link zum Artikel

Ampelsystem Nutri Score – gesunde Fertiglasagne, ungesunde Nüsse

Link zum Artikel

Futurologe Lars Thomsen über die Zukunft der Arbeit: «Die Stempeluhr hat ausgedient»

Link zum Artikel

«Bin nudelfertig»: SBB-Personal leidet wegen Schüttelzug unter gesundheitlichen Problemen

Link zum Artikel

Darum solltest du auf Gesundheitstips via YouTube besser verzichten

Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

Link zum Artikel

Möglicher Grund für Gewichtszunahme im Alter: Fettabbau lässt nach

Link zum Artikel

Tabak-Multi ist Hauptsponsor des Schweizer Pavillons – das entsetzt viele Experten

Link zum Artikel

Hans Christian Gram machte die Bakterien bunt und rettete damit Unzähligen das Leben

Link zum Artikel

«Clean Meat»-Trend boomt – kommt der Burger bald aus dem Labor?

Link zum Artikel

Anthroposophen finanzieren Professur an der Uni Basel – das sorgt für Ärger

Link zum Artikel

4 Grafiken zur Gesundheit in deinem Kanton – und wo du am längsten lebst

Link zum Artikel

Riley wacht jeden Morgen auf und glaubt, es sei der 11. Juni

Link zum Artikel

Gesundheits-«Arena»: Im Lobbyismus-Streit verzichtet SP-Frau Gysi glatt auf das Kamera-Sie

Link zum Artikel

Acht Tote und über 900 Verletzte durch E-Zigaretten

Link zum Artikel

Bikini-Figur nicht nötig? Hier 23 Übungen, wie du sie garantiert vermeiden kannst

Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

Link zum Artikel

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

Link zum Artikel

Thurgauer Kinder dürfen nicht zum Arzt wenn die Eltern die Prämien nicht zahlen

Link zum Artikel

Kaffee: 19 positive Effekte auf die Gesundheit gibt es, sagt die Wissenschaft

Link zum Artikel

Umstrittenes Tabak-Sponsoring: Stoppt Ignazio Cassis die Partnerschaft mit Philip Morris?

Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

100 Jahre Negroni – wie geht's, wie steht's?

Vor hundert Jahren wurde in Florenz einer der bekanntesten Cocktails aller Zeiten erfunden. Hier erfährst du alles zum Thema Negroni!

Wer war eigentlich dieser Herr Negroni? Und wieso gab er diesem Cocktail seinen Namen? Und ... wie genau geht der Drink schon wieder??

Oh ja. Man schrieb das Jahr 1919 und Ort des Geschehens war das Café Casoni in Florenz. Ein exzentrischer Adeliger mit dem klingenden Namen Il Conte Camilo Negroni beauftragte den Barista, seinen Lieblingscocktail – den Americano – zu stärken, indem er Sodawasser durch etwas Gin ersetzt. Barman Forsco Scarselli ersetzte zudem die übliche Zitronen-Garnitur …

Artikel lesen
Link zum Artikel