Selbstverteidigung im Notfall: So wehrst du dich richtig
«Ich wollte schon immer wissen, wie stark ich wirklich bin und wie ich mich im Ernstfall verteidigen kann», dachte sich watson-Host Flavia Kälin, weshalb sie sich für einen Selbstverteidigungskurs angemeldet hat.
«Um sich sicherer zu fühlen, macht es Sinn, sich dem Thema Gewalt zu stellen, auch wenn es brutal ist und Angst macht», findet Jeanette Vögeli. Sie ist leitende Trainerin im Functional Fighting und vor allem zuständig für Frauen- und LGBTQIA+‑Trainings.
«Man zieht sich ja schliesslich auch nicht den Sicherheitsgurt an und denkt sich: ‹Oh, wenn ich den anziehe, passiert etwas.› Im Gegenteil, man fühlt sich sicherer.»
Der Bessere gibt nach
«Das Ziel ist immer, es gar nicht erst zu Gewalt kommen zu lassen», erklärt Tian Wanner, leitender Trainer im Functional Fighting. Sich im Zug umzusetzen oder der Gruppe Betrunkener aus dem Weg zu gehen und Herrin oder Herr der Situation zu bleiben, sei immer die klügere Wahl.
«Wenn man sich entscheidet, eine Person zu konfrontieren, ihr zu sagen, dass sie eine Grenze überschritten hat, dann soll man bereits im Hinterkopf haben, wie man aus der Situation wieder herauskommt.» Und: Man sollte möglichst immer in Bewegung bleiben, um nicht in den Freeze-Modus zu fallen.
Aber was, wenn man sich dann doch Gewalt verteidigen muss? Host Flavia Kälin hat sich diversen Übungen und Situationen im Kurs gestellt und gelernt, wie sie sich im Ernstfall gegen einen körperlichen Angriff wehren kann. Wann in alltäglichen Situationen eine rote Linie überschritten wird und welche Eskalationsstufen es gibt, erfährst du im Video:
Mehr Videos:
- SVP-Nationalrat äussert sich zu häuslicher Gewalt – und löst entsetzte Reaktionen aus
- Vater: «Ich hätte besser dich verprügelt, dann hätte ich jetzt das Sorgerecht»
- SP stellt Gewaltschutz-Initiative vor: «Wir fordern das absolute Minimum»
- Neue Beratungsstelle für erwachsene Betroffene von digitaler Gewalt
- So werden Urner Oberstufenschüler wegen sexualisierter Gewalt sensibilisiert
