Hagel, Starkregen und Sturmböen – Gewitter ziehen heute über weite Teile der Schweiz
Nachdem es gestern bereits in vereinzelten Regionen der Schweiz, vorwiegend im Mittelland rund um Luzern, zu teils heftigen Gewittern kam, erwartet uns heute ein weiterer gewitterträchtiger Tag, wie Michael Eichmann von Meteonews gegenüber watson sagt.
«Die heutigen Gewitter werden grob gesagt in zwei Stufen ablaufen», so der Meteorologe. So werde es um den Mittag herum bereits in der Westschweiz zu Gewittern kommen, kurz darauf, am Nachmittag würden diese dann auch Teile der Deutschschweiz erreichen. Nach einer ruhigeren Phase werde es dann am Abend und in der Nacht auf den Donnerstag noch einmal kräftig gewittern, so Michael Eichmann.
Der Meteorologe warnt vor Hagel und Sturmböen:
Meteoschweiz hat bereits für die gesamte Schweiz die potentielle Gefahrenstufe 3 ausgerufen. Je nach lokalem Auftreten der Gewitter werden diese Warnungen im Verlauf des Tages aktualisiert werden.
«Auf Wanderungen verzichten, Pflanzen in Sicherheit bringen»
Der Wetterexperte Eichmann empfiehlt, regelmässig den Niederschlagsradar zu checken und dementsprechende Vorbereitungen zu treffen:
Grundsätzlich könne man nicht genau vorhersagen, wann und wo ein Gewitter auftreten werde, so der Meteorologe. Im Vergleich zu vergangenen Unwettern sei die aktuelle Lage diesbezüglich jedoch etwas klarer: «Heute sehen wir klare Strukturen bei den Gewitterzellen.»
«Vereinzelte Cluster verbinden sich zu grösseren Zellen und ziehen dann von West nach Ost über die Schweiz.» Dies sei dankbar, da es die Gewitter einiges berechenbarer mache: «Wenn wir sehen, dass es in Bern stark regnet, können wir davon ausgehen, dass das Gewitter in etwa einer Stunde Zürich erreichen wird.»
Breite Gewitterfront in der Nacht auf den Donnerstag
Ein Blick auf das aktuelle Regenradar von MeteoSchweiz zeigt, dass die kräftigsten Gewitterzellen sich derzeit vor allem auf die Alpen und die Alpensüdseite konzentrieren, während es im Mittelland vorübergehend vielerorts trocken bleibt. Im weiteren Verlauf des Nachmittags können sich regional zwar weiterhin einzelne Schauer und Gewitter entwickeln, eine flächendeckende Gewitterlage ist bis zum Abend jedoch nicht zu erkennen.
Ab den späten Abendstunden deutet der Regenradar auf eine markante Gewitterfront hin, die von der Westschweiz her ostwärts über das Land ziehen dürfte. Besonders entlang des Mittellands muss dabei lokal mit kräftigem Regen, Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden. Wie auch die Gefahrenkarte von Meteoschweiz wird der Regenradar kontinuierlich aktualisiert, die Prognosen könnten sich im Verlauf des Tages daher noch ändern.
«In den frühen Morgenstunden ist der Spuk dann erst mal durch», sagt Michael Eichmann. Der Donnerstag sei ein Tag zum Durchatmen, bevor am Freitag dann mit den nächsten Gewittern über der Schweiz zu rechnen sei. (jul)
