Schweiz
Wetter

Gewitter in der Schweiz bringen Hagel, Starkregen und Sturmböen

Ein Radfahrer faehrt Fahrrad waehrend einer kurzen Gewitterzelle, vor dem Bernabrunnen vor dem Bundeshaus West, am Dienstag, 2. Juni 2026 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Auch heute dürfte es in Bern sowie in weiteren Schweizer Städten erneut zu starken Niederschlägen kommen.Bild: keystone

Hagel, Starkregen und Sturmböen – Gewitter ziehen heute über weite Teile der Schweiz

15.07.2026, 11:5015.07.2026, 11:50

Nachdem es gestern bereits in vereinzelten Regionen der Schweiz, vorwiegend im Mittelland rund um Luzern, zu teils heftigen Gewittern kam, erwartet uns heute ein weiterer gewitterträchtiger Tag, wie Michael Eichmann von Meteonews gegenüber watson sagt.

«Die heutigen Gewitter werden grob gesagt in zwei Stufen ablaufen», so der Meteorologe. So werde es um den Mittag herum bereits in der Westschweiz zu Gewittern kommen, kurz darauf, am Nachmittag würden diese dann auch Teile der Deutschschweiz erreichen. Nach einer ruhigeren Phase werde es dann am Abend und in der Nacht auf den Donnerstag noch einmal kräftig gewittern, so Michael Eichmann.

Der Meteorologe warnt vor Hagel und Sturmböen:

«Wir rechnen damit, dass die Grenze von 75 km/h Wind, ab welcher wir von einem Sturm sprechen, verbreitet überschritten wird.»

Meteoschweiz hat bereits für die gesamte Schweiz die potentielle Gefahrenstufe 3 ausgerufen. Je nach lokalem Auftreten der Gewitter werden diese Warnungen im Verlauf des Tages aktualisiert werden.

«Auf Wanderungen verzichten, Pflanzen in Sicherheit bringen»

Der Wetterexperte Eichmann empfiehlt, regelmässig den Niederschlagsradar zu checken und dementsprechende Vorbereitungen zu treffen:

«Von Wanderungen in den Bergen würde ich heute abraten, um die Wohnung oder das Haus herum würde ich empfehlen, Topfpflanzen reinzunehmen und lose Gegenstände zu sichern.»

Grundsätzlich könne man nicht genau vorhersagen, wann und wo ein Gewitter auftreten werde, so der Meteorologe. Im Vergleich zu vergangenen Unwettern sei die aktuelle Lage diesbezüglich jedoch etwas klarer: «Heute sehen wir klare Strukturen bei den Gewitterzellen.»

«Vereinzelte Cluster verbinden sich zu grösseren Zellen und ziehen dann von West nach Ost über die Schweiz.» Dies sei dankbar, da es die Gewitter einiges berechenbarer mache: «Wenn wir sehen, dass es in Bern stark regnet, können wir davon ausgehen, dass das Gewitter in etwa einer Stunde Zürich erreichen wird.»

Breite Gewitterfront in der Nacht auf den Donnerstag

Ein Blick auf das aktuelle Regenradar von MeteoSchweiz zeigt, dass die kräftigsten Gewitterzellen sich derzeit vor allem auf die Alpen und die Alpensüdseite konzentrieren, während es im Mittelland vorübergehend vielerorts trocken bleibt. Im weiteren Verlauf des Nachmittags können sich regional zwar weiterhin einzelne Schauer und Gewitter entwickeln, eine flächendeckende Gewitterlage ist bis zum Abend jedoch nicht zu erkennen.

Am Nachmittag zeigen sich vereinzelte Gewitter rund um die Alpen und Teile des Mittellands.
Am Nachmittag zeigen sich vereinzelte Gewitter rund um die Alpen und Teile des Mittellands.Bild: screenshot meteoschweiz

Ab den späten Abendstunden deutet der Regenradar auf eine markante Gewitterfront hin, die von der Westschweiz her ostwärts über das Land ziehen dürfte. Besonders entlang des Mittellands muss dabei lokal mit kräftigem Regen, Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden. Wie auch die Gefahrenkarte von Meteoschweiz wird der Regenradar kontinuierlich aktualisiert, die Prognosen könnten sich im Verlauf des Tages daher noch ändern.

In der Nacht auf den Donnerstag zieht eine breite Gewitterfront von Westen her über das Mittelland Richtung Osten.
In der Nacht auf den Donnerstag zieht eine breite Gewitterfront von Westen her über das Mittelland Richtung Osten.Bild: screenshot meteonews

«In den frühen Morgenstunden ist der Spuk dann erst mal durch», sagt Michael Eichmann. Der Donnerstag sei ein Tag zum Durchatmen, bevor am Freitag dann mit den nächsten Gewittern über der Schweiz zu rechnen sei. (jul)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Menschen, denen das schlechte Wetter egal ist
1 / 17
Menschen, denen das schlechte Wetter egal ist
Egal, wie cool du bist, er ist cooler. 😎
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unwetter-Chaos in der Schweiz: Autos stecken fest, Konzert unterbrochen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
29 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
stevensplace
15.07.2026 12:17registriert März 2020
Da bin ich nicht so optimistisch. Egal wo ich mich in den letzten paar Wochen aufgehalten habe:

Alle Gewitter:

oben rum
unten durch
knapp seitlich vorbei

Ich bin untröstlich, Cumulonimbus hat mir offensichtlich einseitig die Liebe gekündigt.
416
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ferienpraktiker21
15.07.2026 12:03registriert Dezember 2020
Ich liege in der NW-Schweiz im Garten und schwitze…. die Gewitter bzw. etwas Regen wird wohl wie immer an uns vorbeiziehen 🙏
355
Melden
Zum Kommentar
29
Starkniederschläge, Gewitter und sogar Hagel: Was uns bis Sonntag erwartet
Am Dienstagmorgen erlebte Schaffhausen ein stürmisches Erwachen. Zwischen 7 und 8 Uhr wurden hier Böen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde, Niederschläge und Gewitter registriert. Der Bund erliess die zweithöchste Gefahrenstufe. Dies ist ein erster Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten Tagen in der ganzen Schweiz erwartet.
Zur Story