Mehrere Bahnunterbrüche wegen Unwetter +++ Schäden an Autos nach Hagelschlag
Das Wichtigste in Kürze:
- Eine Kaltfront zieht am Freitag von Westen her über die Schweiz, sie bringt Unwetter und Gewitter mit sich.
- Am Morgen wurde bereits Hagel aus den Kantonen Solothurn und Aargau gemeldet.
- Ab Mittag steigt die Gewittergefahr in der ganzen Schweiz, die Unwetter sollen bis um Mitternacht anhalten. Alle News findest du im Liveticker.
Hagel verursacht Schäden an Autos
Überschwemmungen in Nussbaumen AG
Lastwagen umgekippt auf A1
Mehrere Bahnunterbrüche

Golfballgrosse Hagelkörner in Bülach
Userbilder zeigen Hagel im Aargau
Bahnunterbruch und Hagel in Solothurn
Gewitter und Hagel am Freitag
Gewitterwarnungen
Am Freitag zieht eine Kaltfront von Westen nach Osten über die Schweiz. Diese bringt starken Wind, aber auch Gewitter mit sich: «Neben zeitweise kräftigen Regengüssen sind auch Blitz und Donner sowie lokal Hagel möglich», schreibt MeteoNews in einer Mitteilung. Alle News dazu findest du im Liveticker:
Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz hat für die Region von Lausanne über Solothurn und für den Jura Gewitterwarnungen herausgegeben. Für einzelne Regionen in Solothurn und im Kanton Jura und im Aargau gilt gar die zweithöchste Warnstufe.
Der Bund warnt hier vor abbrechenden Ästen oder gar umstürzenden Bäumen. Blitzeinschläge sowie Hagelschäden seien hier möglich. Den Menschen in dieser Region wird geraten, sich nicht auf offenen Flächen aufzuhalten und Gewässer zu meiden.
Hagel in Solothurn
Besonders im Kanton Solothurn wüten die Unwetter am Freitagmorgen. Auf der SBB-Strecke Biel nach Grenchen kam aufgrund des Unwetters zu Unterbrüchen, wie die SBB melden. Aus Niedergösgen im Kanton Solothurn erreichen uns erste Bilder und Videos:
Hagel in Niedergösgen SO:
Du erlebst ebenfalls gerade ein heftiges Gewitter? Dann schick uns hier deine Fotos und Videos:
Hier gibt es am Freitag Gewitter
Am Freitagmorgen ist besonders der Westen der Schweiz betroffen. Für 9 Uhr morgens meldet MeteoSchweiz heftige Gewitter bei Genf, im Jura und in Solothurn. Auch für die Alpensüdseite im Wallis, im Tessin und in Graubünden werden höhere Niederschlagswerte gemeldet.
Laut Niederschlagsradar ziehen die Gewitter aus dem Südwesten in den Südosten weiter. Im Laufe des Morgens dürften also auch Basel und Schaffhausen erste Gewitterzellen erreichen. Zum Mittag hin wird es auch weiter im Osten nass. Für Luzern, Zürich und St.Gallen wird ab 12 Uhr Regen prognostiziert.
Hie und da können sich auch hier bereits gröbere Gewitterzellen ausbilden, wie diese sich genau verhalten, ist aber schwer vorherzusagen. Grundsätzlich steigt die Gewittergefahr ab Mittag in der ganzen Schweiz. Bis in die Nacht ziehen immer wieder Gewitterzellen aus dem Westen in den Osten, ab Mitternacht sollte das Schlimmste überstanden sein.
Warum die Prognosen ungenau sind
Wo genau es am Freitag zu Gewitter und Hagel kommt, lässt sich auch wenige Stunden vor eintreten der Unwetter nur schwer vorhersagen. «Im Vergleich zur Temperatur ist der Niederschlag viel schwieriger zu prognostizieren», sagte auch Urs Graf, Meteorologe bei MeteoSchweiz, in einem Interview mit watson.
Und weiter: «Die Temperatur wird durch sehr wenige Faktoren beeinflusst. Regen oder andere Niederschlagsarten entstehen hingegen in verschiedenen, komplizierten Prozessen.» Die Modelle der Meteorologinnen und Meteorologen vereinfachen diese, was die Gefahr birgt, dass die Niederschläge dann eben doch nicht oder an anderer Stelle eintreten.
(leo)
