Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

6500 Personen verletzen sich jährlich beim Schlitteln



Wen wunderts - Grossandrang heute Sonntag, 14. Februar 1999 auf dem Zuercher Hausberg, dem Uetliberg. An den einen und anderen Stellen wurde es da schon ein bisschen knapp im Platz, dafuer hatte es zur Abwechslung genug Schnee. Alles kann man nie haben, auch nicht am Valentinstag. (KEYSTONE/CHRISTOPH RUCKSTUHL)

Schlitteln - seit jeher ein Schweizer Volkssport. Bild: KEYSTONE

Jeden Winter verletzen sich rund 6500 Personen beim Schlitteln. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) rät daher, immer einen Helm aufzusetzen. Zudem solle man einen Rodel anstelle eines klassischen «Davoser» verwenden. Der sei sicherer und erst noch schneller.

Jede sechste Verletzung sei eine Kopfverletzung, schreibt die BFU am Dienstag in einer Mitteilung. «Auf einer richtigen Schlittelpiste kann man schnell mal eine Geschwindigkeit zwischen 30 bis 50 Stundenkilometer erreichen», sagte BFU-Sprecher Marc Kipfer gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Trotzdem trage gemäss einer Erhebung zur persönlichen Schutzsausrüstung - anders als beim Skifahren - nicht einmal die Hälfte der Schlittlerinnen und Schlittler einen Helm.

Das Tempo und die Gefahr würden dabei oft unterschätzt, sagte Kipfer. Wer einen Schneesporthelm habe, solle den daher auch beim Schlitteln anziehen, schreibt die BFU. Alternativ gehe auch ein Velohelm. Zudem würden vielerorts auch Helme vermietet werden.

Ein wichtiger Punkt für einen sicheren Schlittel-Spass sei zudem das Gefährt, sagte Kipfer. Viele würden mit klassischen «Davoser» oder «Grindelwalder» auf eine Schlittelpiste gehen, «weil man den halt noch im Keller hat», sagte Kipfer. Allerdings seien die sehr starr und schwer zu lenken.

Viel besser sei daher ein Rodel, der vielerorts vermietet werde. Mit diesem könne man durch Gewichtsverlagerung viel besser und präziser lenken. «Ein Rodel ist sicherer und erst noch schneller und mache daher mehr Spass», sagte Roder, das sei also die richtige Wahl.

Damit man sicheren Halt hat und auf dem Schlittelweg gut bremsen kann, rät die BFU zudem, feste Schuhe mit gutem Profil zu tragen. Zudem gebe es Bremshilfen, die an den Schuhen befestigt werden könnten. Auch sie könnten teilweise in Schlittelregionen gemietet oder ansonsten im Fachhandel gekauft werden. Hilfreich sei auch, das Lenken und Bremsen zu üben, bevor die Fahrt richtig losgehe. So dass der Spass am Ende nicht beim Arzt oder gar im Spital endet. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

12 Kilometer-Abfahrt bis nach Grindelwald

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Analyse

Taskforce-Ökonom warnt: «Unser kulturell bedingter Sparreflex hat tödliche Folgen»

Die Ökonomen der Science-Taskforce sind sich einig: Grosszügige finanzielle Unterstützung ist jetzt angebracht und muss mit den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einher gehen. Der Bundesrat entscheidet am Mittwoch.

Mit Spannung erwarten viele die Bundesratssitzung von kommendem Mittwoch. Von Finanzminister Ueli Maurer wird erwartet, dass er dann Lockerungen der Härtefall-Regeln kommuniziert. Mitte Dezember entschied der Bundesrat, zur Abfederung der wirtschaftlichen Schäden das Härtefall-Programm für Unternehmen aufzustocken. Doch die beschlossene Regelung ist kompliziert und in vielen Kantonen hapert die Umsetzung. Betriebe, die dringend auf Hilfskredite angewiesen wären, werden abgewiesen oder …

Artikel lesen
Link zum Artikel