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«Nicht so einfach»: Direktor für Arbeit im Seco relativiert «Hype» um Homeoffice



Boris Zuercher, Leiter der Direktion fuer Arbeit im SECO, aeussert sich an einer Medienkonferenz zu den Auswirkungen der Personenfreizuegigkeit auf den Schweizer Arbeitsmarkt, am Montag, 29. Juni 2020, in Bern.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Boris Zürcher. Bild: keystone

Homeoffice sei ein Zustand, der trotz Corona nicht länger andauern könne, sagt Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco in einem Interview. Die Führung werde anspruchsvoller, man spüre nicht wirklich, wie es den anderen gehe.

Zudem sei es schwierig, die Arbeitgeberpflichten einzuhalten, sagte der frühere Chefökonom beim liberalen Thinktank Avenir Suisse und beim Forschungsinstitut BAK Basel im Tamedia-Interview vom Samstag.

Zürcher erklärte weiter, Arbeitgeber müssten dafür sorgen, dass dort, wo die Angestellten arbeiteten, die Arbeitsbedingungen korrekt seien. Zudem dürften die Arbeitgeber auch ein Interesse daran haben, dass die Vertraulichkeit von Firmenangelegenheiten gewahrt blieben. «Das alles im Homeoffice sicherzustellen, ist gar nicht so einfach.»

Hinzu komme die Frage, was das Homeoffice für die Firmenkultur und die Unternehmensidentität bedeute. «Das sind Dinge, die letztlich das Wesen einer Firma ausmachen.» Die Art, an Probleme heranzugehen, könne man nur im Betrieb, im sozialen Austausch mit den Mitarbeitenden lernen, nicht im Homeoffice, so der Seco-Direktor.

Die Kommunikation sei stark eingeschränkt. Alles Nonverbale falle eigentlich trotz Videokonferenzen weg. «Wenn man sich nicht sicher ist, für welche Option man sich entscheiden soll, ist es wichtig, auch die nonverbalen Signale der Mitarbeitenden zu erfassen.» Zürcher glaubt deshalb nicht, dass Homeoffice von Dauer sein werde.

Laut einer Ende Mai von den Gewerkschaften veröffentlichten Umfrage möchten 90 Prozent der Beschäftigten Homeoffice grundsätzlich als Ergänzung zur Arbeit vor Ort zulassen. Vorbehalte hatten die 1126 Befragten wegen der fehlenden informellen Kontakte und der Isolation, der Ausstattung des Arbeitsplatzes zuhause und der Auslagen für Homeoffice. (aeg/sda)

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DunkelMunkel 09.08.2020 07:38
    Highlight Highlight Die Zeiten wo alle in einem Büro arbeiten sind gezählt. Es ist altbackenes Denken und Angst vor Überflüssifkeit des Managements, das die Entwicklung noch zurückhält. Wo es möglich ist werden in Zukunft die Leute vermehrt in HomeOffice oder anderen selbstgewählten Plätzen arbeiten. Soziales Beisammensein entwickelt sich hoffentlich wieder mehr in dem Lebensraum, den man sich gewählt hat.
  • neutrino 08.08.2020 23:01
    Highlight Highlight Meiner Meinung muss man differenzieren: für gewisse Betriebe (IT-Branche, Medien, Versicherungen, etc.) ist Homeoffice ideal.

    Bei einem Industriebetrieb ist die Führung viel anspruchsvoller im Homeoffice, weil halt die Teams viel heterogener sind: da gibts Handwerker, Doktorierte, Ingenieure, Lehrlinge, leicht geistig limitierte Hilfskräfte, solche die kaum Deutsch oder Englisch sprechen, etc. etc.

    Ich habe beide Erfahrungen gemacht. Viele Kommentierer meiner Meinung nicht - in vielen Industriebetrieben und KMUs ist 100% (oder 80%) schliichtweg illusorisch.
    • ursus3000 09.08.2020 11:29
      Highlight Highlight leicht geistig limitierte? Und Du bist normal ?
    • Shlomo 09.08.2020 13:02
      Highlight Highlight Ja da habens die IT-Branche, die Medien und Versicherungen einfacher, da arbeiten nur geistig limitiere Hilfskräfte 😜
  • HansDampf_CH 08.08.2020 18:02
    Highlight Highlight Hmm er sieht genau so alt und innovativ aus wie das was er sagt...
  • Unicron 08.08.2020 17:10
    Highlight Highlight So ein Blödsinn, die Chefs haben nur Angst dass plötzlich auffällt dass die Hälfte der unproduktiven Führungskräften total nutzlos und unnötig ist.
    • Hierundjetzt 08.08.2020 17:20
      Highlight Highlight Nö. Es gibt die gesetzliche Fürsorgepflicht. Die können nur sehr grosse Arbeitgeber einhalten.
    • Phrosch 08.08.2020 20:31
      Highlight Highlight Hierundjetzt, auch bei sehr grossen Arbeitgebern fragt man sich, wie man der Fürsorgepflicht gerecht werden kann, das ist in der Tat eine Herausforderung. Es wird wohl künftig mehr Mischformen geben als vor Corona. Wäre ja auch sinnvoll, wie wir grad entdecken.
    • DunkelMunkel 09.08.2020 07:34
      Highlight Highlight “ die Chefs haben nur Angst dass plötzlich auffällt dass die Hälfte der unproduktiven Führungskräften total nutzlos und unnötig ist”

      Korrekt. Das habe ich bei meinem Arbeitgeber auch beobachtet.
  • Fretless Guy 08.08.2020 15:13
    Highlight Highlight Ich persönlich liebe es ausschliesslich im HO zu arbeiten. Ich habe meine Ruhe, kann mich besser konzentrieren und sorry, aber den Lärm und das Geplappere von den Kollegen etc. brauche ich eh nicht wirklich. Für alles andere gibt es Conf Calls, E-Mails, Chats etc. Ich muss auch nicht geführt werde, weil ich meinen Job auch so erledige.
    • Satzpunkt 09.08.2020 04:54
      Highlight Highlight Einige mögen es hald auch eine freundschaftluchere beziehung zu arbeitskollegen zu haben. Und das kann meiner meinung nach nicht im home office funktionieren und ansonsten wäre es sehr zynisch dies zu behaupten und gleichzeitig über sozial media jugentliche daherzuziehen. Bei mir ist die zusammenarbeit zudem enorm wichtig und mit einem teamkollegen das zu machen den ich mag, kenne und verstehe finde ich einiges angenehmer als mit einem virtuellen den es überhaupt nicht interessiert was ich in meinem leben sonst noch mache. Home office mache ich seit meinem ersten arbeitstag aberjeden tag: nein
    • mon tuno 09.08.2020 11:46
      Highlight Highlight Vor allem aber: Ich nerve mich im HO überhaupt nicht mehr über irgendwelches Machogehabe von Profilierungssüchtigen. Im Call muten, dem Hund beim träumen zusehen und nach einer Weile um eine Zusammenfassung bitten.
    • Fretless Guy 09.08.2020 17:17
      Highlight Highlight @Satzpunkt
      Die Kollegen welche mir wirklich etwas bedeuten, treffe ich privat z.B. für eine Jam oder Grillabend.
      Ich für mich "profitiere" gleich viel oder wenig von einem Meeting in persona wie von einem Conf Call.
      Ich bin da vielleicht etwas eigen, aber für mich ist ein Job ein Job und nicht zwingend ein soziales Happening. Schön wenn andere auch andere Ansichten dazu haben.
      @mon tuno ich habe ein Aquarium in meinem Büro zuhause. Das beruhigt auch und lenkt von der Sinnlosigkeit etwas ab. 😁

    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 08.08.2020 14:46
    Highlight Highlight Der Mann ist vom letzten Jahrhundert und auch dort stehen geblieben, offensichtlich. In Zukunft oder veilleicht schok heute wird es zwei Firmentypen geben. Die ohne Homeoffice. Und die mit. Die mit werden sehr produktiv, enorm flexibel und anpassungsfähig, profitabel sein. Die anderen immer leicht am särbeln, kompliziert, unbeliebt und teuer. Rate mal wer im Schnitt die besseren Mitarbeiter haben wird?

    Der Herr sollte besser schweigen zu Themen von denen er nix versteht.
    • Hierundjetzt 08.08.2020 17:14
      Highlight Highlight Homeoffice ist zu100% ein normales Arbeitsverhältnis 🙄

      Was er meint: Co-Working, Plattformarbeit, unechte Arbeit auf Abruf.

      Und nein, machst Du nicht 🙄

      Meine Güte, lest Ihr den Text eigentlich oder spielt hier jeder den Bonzai-Trump und braucht Grossbuchstaben in Farbe😥
    • Suchlicht 08.08.2020 18:05
      Highlight Highlight @Hierundjetzt Liest Du den Text denn auch? Zürcher spricht explizit von Homeoffice, das er nicht als Dauerzustand erachtet. Co-Working-Spaces und Multijobber spricht er mit keinem Wort an.
    • Thomas G. 08.08.2020 18:34
      Highlight Highlight Im Unterschied zu den zwei Vorpostern und Blitzer habe ich den Text gelesen.

      "Homeoffice sei ein Zustand, der trotz Corona nicht länger andauern könne, sagt Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco in einem Interview. Die Führung werde anspruchsvoller, man spüre nicht wirklich, wie es den anderen gehe."

      Sowas kann nur jemand äussern der nicht weiss wie man mit in modernen Zeiten führt. Tipp: Präsenz ist out, Kompetenz und Ergebnisse sind in.
  • Nume no eis, bitteee! 08.08.2020 14:45
    Highlight Highlight Bitte dann aber umbenennen in „Préserver Suisse“ oder „Reculer Suisse“ 😂
  • wasylon 08.08.2020 14:07
    Highlight Highlight Logisch dass es beim Bund nicht nicht funktioniert. Deren IT Abteilung hat gerade erst vom Telegraph zum Fax umgestellt.
    • mr.mot 08.08.2020 18:30
      Highlight Highlight Und ob es beim Bund - oder zumindest bei den meisten Bundesämten - funktioniert. Bei uns wird durch die durchwegs positiven Erfahrungen für die Nach-Corona-Zeit Homeoffice an zwei Tagen in der Woche zum Standard. Da sind viele private Arbeitgeber noch lange nicht so weit!
      Was die IT betrifft, sieht es tatsächlich nicht ganz so gut aus, aber ganz so weit zurück sind wir dann doch auch nicht...
    • Thomas G. 09.08.2020 07:32
      Highlight Highlight Zwei Tage pro Woche? Was soll denn diese blödsinnige Begrenzung auf Anzahl Tage? Home Office soll die Produktivität und die Vereinbarkeit des Berufs mit dem Privatleben steigern. Jeden Tag.

      Entweder es gibt einen arbeitsbedingten Bedarf sich zu treffen. Oder eben nicht. Mit dem Wochentag hat das null und nichts zu tun. Auch nicht mit der Anzahl Tage pro Woche.

      Eine Home Office Politik die auf eine bestimmte Anzahl Tage beschränkt ist kann sich nur jemand ausdenken der nicht verstanden hat worum es geht. Jemand der gerne hipp erscheinen möchte. Es aber eben gerade nicht ist.

      #fail
  • Hierundjetzt 08.08.2020 13:50
    Highlight Highlight Wo er Recht hat hat er Recht.

    85% der Arbeitnehmer arbeiten noch so wie vor 15 Jahren. 40h, 5 Wochen Ferien 8 -17.

    Co-Wörking-Dings und Plattformarbeit sind so marginal, dass sie nicht mal statistisch erfasst werden können.

    Erkenntnis: Nicht alles was via Social Media von den USA rüberschwappt ist entspricht der gelebten Realität.

    Oder wer von den geneigten Kommentatoren kennt jemanden der NICHT arbeitslos, im Zwischenverdienst ist oder von der Sozialhilfe lebt und Ko-Wörking thut oder Plattformarbeit wie Uber-Eats macht, weil voll flexibel waisch. Klar. Hört auf Euch zu belügen
    • Hadock22 08.08.2020 14:54
      Highlight Highlight Hör Du auf uns zu belügen .... 😉 die Mehrheit wünscht sich flexibles Home-office
    • Hierundjetzt 08.08.2020 16:01
      Highlight Highlight Deine Betonung liegt auf Flexibel. Nicht 100% Homofiz. Damit gehörst Du zu den 85%.

      Homofiz gabs bereits in den 90ger. Meine Güte. Das ist jetzt 30 Jahre her.

      2020: hey voll neu!

      🙄
    • Autokorrektur 08.08.2020 16:24
      Highlight Highlight Und warum arbeiten wir noch so wie vor 15 Jahren? Bestimmt nicht weil wir Arbeitnehmer uns das so wünschen. Du hast als Bewerber bei einer Firma genau zwei Möglichkeiten: so arbeiten wie die das wollen oder ersetzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andy 08.08.2020 13:31
    Highlight Highlight @Watson: Bitte bringt das Thema in den Fragerunden an den Pressekonferenzen des Bundes. Wenn man die Ansteckungsquellen betrachtet, ist die Arbeit eines der grössten Risiken und eine Empfehlung für Home-Office würde wohl niemandem schaden.

    Ich bin selber Teamleiter. Aktuell betreiben wir Team-Splitting, was das Zwischenmenschliche fördert, aber auch die Mitarbeiter schützt (!!!). Während dem Lockdown haben wir sehr erfolgreich dezentral im Home-Office gearbeitet. Da es so gut funktioniert hat, konnte ich (endlich) fix einen Tag Home-Office pro Woche und 2 Joker-Tage pro Monat durchbekommen.
  • Rethinking 08.08.2020 13:26
    Highlight Highlight „Hinzu komme die Frage, was das Homeoffice für die Firmenkultur und die Unternehmensidentität bedeute.“

    Wenn den hiesigen Chefs die Firmenkultur und die Unternehmensidentität ernsthaft wichtig wäre würden sie diese auch aktiv fördern...

    Stattdessen wird die Firmenkultur dazu missbraucht unausgesprochene Regeln und unterschwelligen Druck zu erzeugen...
  • lup 08.08.2020 13:24
    Highlight Highlight Schon erstaunlich, dass offenbar ein paar der grössten Besitzstandwahrer für Avenir Suisse arbeiten bzw. gearbeitet haben. Wäre für ein Renaming in "Passé Suisse".
  • Cachesito 08.08.2020 13:22
    Highlight Highlight Schon klar den Herrn das nicht passt. Jetzt haben sich die Chefs so angestrengt dass sie dort sind wo sie sind und können mit Homeoffice ihre Mitarbeiter nicht mehr so schön kontrollieren.
    Liebe Chef's wir bringen unsere Leistung auch von zuhause aus auch ohne Kontrolle gleich wie wenn wir im Büro wären. Die Pappenheimer die nichts machen, machen auch im Büro nichts.
  • Rethinking 08.08.2020 13:17
    Highlight Highlight Dass für Boris Zürcher Home Office eine Herausforderung ist kann ich verstehen...

    Was für alteingesessene Generationen neu und ungewohnt ist, wird für nachkommende Generationen zum normalsten der Welt...
  • Wellenrit 08.08.2020 13:06
    Highlight Highlight Für Homeoffice müsste man die büroarbeit nach Leistung messen können! ähnlich wie bei einer Maschine da wird dir auch nach produktionszeit wie lange die Anlage effizient gelaufen ist gemessen! Das ganze gezeter zeigt für mich nur eines die Chefs vertrauen ihren Büroangestellten nicht! Und das wundert mich auch nicht die ganze Digitalisierung hat nur dazu geführt das in der Produktion Personal eingesperrt wurde und im Büro mehrbedarf Endstand nunja. Home Office büroarbeit jetzt ist das brenngas an einem anderen Ort! Viel Vergnügen und grüße aus der Mechanik!
  • the Wanderer 08.08.2020 13:04
    Highlight Highlight Für Boris Zürcher ist HomeOffice kein Zustand, Herr Zürcher findet "Die Führung werde anspruchsvoller, man spüre nicht wirklich, wie es den anderen gehe."

    Ich arbeite seit 6 Jahren Luftlinie ca. 10m auf der gleichen Etage wie unsere GL. Trotzdem waren Sie sehr überrascht als ich zu Beginn des Jahres 2020 zwei Mitgliedern unserer GL mitteilte, dass es mir nicht gut gehen würde und ich mich nach dem hyper-anstrengenden Jahr 2019 komplett ausgebrannt fühlte.

    Was ich damit sagen will: zu fühlen wie es einem Angestellten geht, ist keine Sache der räumlichen Distanz.
    • Oban 08.08.2020 14:03
      Highlight Highlight Kann dir das nachfühlen, bei mir liegt zwischen unserem CEO und mir nur noch mein Chef, ich hatte bisher in 2 Jahren keine 60min direktes Gespräch mit dem CEO. Meinen direkten Vorgesetzen bekomme ich auch nur in Randstunden zu Gesicht. Somit ist es eigentlich egal von wo und wann ich arbeite, wenn ich nicht arbeite und meine Zahlen nicht stimmen kommt dann schon einer. Trotzdem habe ich mit meinem direkten Vorgesetzten einen sehr engen Austausch, dass kann dann aber auch per Telefon auf einer Autofahrt passieren. Ich bin mir aber bewusst das dies nicht mit jedem geht, sehe das auch im Team.
    • the Wanderer 08.08.2020 19:39
      Highlight Highlight @Oban

      100% Zustimmung, mit 60 min. Gespräch in 2 Jahren hast Du so ca. die 4xfache Quote erreicht verglichen mit meiner Chef-Gesprächs-Quote...🤔
  • Jessesgott! 08.08.2020 12:57
    Highlight Highlight Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile vom Homeoffice für beide Parteien. An den Nachteilen kann man arbeiten und nach Lösungen suchen. War umgekehrt bisher auch nicht anders.
  • PlayaGua 08.08.2020 12:08
    Highlight Highlight Es braucht einen vernüftigen Mix.
  • low tango 08.08.2020 11:53
    Highlight Highlight OK Boomer!
    • Thomas G. 08.08.2020 14:48
      Highlight Highlight Das passt!
    • Suchlicht 08.08.2020 15:16
      Highlight Highlight Zum ersten Mal, dass ich diesen eigentlich dümmlichen Ausruf nicht konsequent blitze, weil doch ein Kern Wahrheit enthalten ist.
    • low tango 09.08.2020 03:11
      Highlight Highlight Dachte selbst nicht daran diesen Ausdruck jemals zu verwenden, doch hier ergab sich wohl die doch passende Gelegenheit.
  • Der Rückbauer 08.08.2020 11:21
    Highlight Highlight Tja, Herr Zürcher, nur die Zeiten ändern, die Menschen nicht.
    Aber die Hoffnung, dass Ihre Prognose nicht zutrifft, stirbt zuletzt.
  • Sayonara 08.08.2020 11:17
    Highlight Highlight Homeoffice (Teilzeit) wird kommen und bleiben. Alleine schon zur Entlastung der Verkehrsinfrastruktur. Ich denke hier spricht zu einem Teil auch die Angst der alten Garde. Die Führung wird anders und vielleicht auch anspruchsvoller. Gerade deshalb sind während Corona so manche Defizite bei Führungskräften aufgeflogen, woran nun diese arbeiten müssten. Ist jedoch einfacher sich an das alte "Führen durch Einschüchterung und Kontrolle" zu klammern. Jeder Wandel bringt Neues und Herausforderungen. Wieso wehrt man sich derart dagegen als diese mit Elan anzugehen? Finde es ziemlich schade.
  • Magnum 08.08.2020 11:09
    Highlight Highlight Jeden Tag eine Stunde pro Weg im Stau oder in überfüllten Zügen ohne Sitzplatz-Garantie zu verbringen: Das wird die Identifikation mit dem Unternehmen sicher stärken.

    Herr Zürcher ist ein Auslaufmodell, ein Dinosaurier, ein Patron alter Schule. Seine Vorbehalte gegenüber dem Homeoffice zeugen von mangelnder Bereitschaft, sich auf neue Arbeitsmodelle einzulassen.

    Entscheidend ist nicht die Präsenzzeit im Grossraumbüro, entscheidend ist, was ein Mitarbeiter leistet - sein Output. Wenn die Vorgaben auf Termin erfüllt werden, hat ein Chef keinen Grund zu motzen.
  • Beta Stadler 08.08.2020 11:01
    Highlight Highlight Der grösste Teil der Firmen redet schon lange nicht mehr von Mitarbeitern, sondern nur noch von beliebig austauschbaren "Resourcen" - hier irgendwelche Firmenkultur / -identität in's Spiel zu bringen ist schon fast zynisch.
    Zudem redet ja niemand von 100% Homeoffice, sondern von einzelnen Tagen. Und gar nicht berücksichtigt wird die Möglichkeit, z.B. um 15:00 ausserhalb des Stossverkehrs nach Hause zu gehen, ev. kurz zu joggen und dann mit frischem Kopf den Rest in Homeoffice zu machen (viele im Büro haben am Nachmittag einen Leistungsabfall). Aber eben: Avenir Suisse halt...
  • fabsli 08.08.2020 10:57
    Highlight Highlight Solche Pauschalaussagen vom Chefökonom sind schwierig. Nur noch im Homeoffice zu arbeiten ist langfristig natürlich keine Lösung. Ein Mix sollte jedoch schon angestrebt werden. Das kommt allen zu Gute.
  • Freiheit und Toleranz 08.08.2020 10:41
    Highlight Highlight Für eine nachhaltige Wirkung auf Gesundheit und Klima geht es nicht um 100:0 Homeoffice, sondern je nach Aufgabe und Möglichkeit des Jobs eine gewisse Reduktion unnötiger Pendlerbewegungen zu erzielen. Dies kann zudem, wenn geschickt organisiert, mit einer erhöhten Produktivität und Lebensqualität einhergehen.

    Ich arbeite seit über 10 Jahre zu über 80% im Homeoffice. Für gewisse Abstimmungen und Pflege von Kontakten bleiben persönliche Treffen jedoch unabdingbar. Die Möglichkeiten der Tele-Kommunikation sind heute nahezu unbeschränkt - sofern man eine Kultur und Wille hat diese zu nutzen.
    • Toltec 08.08.2020 13:18
      Highlight Highlight Absolut einverstanden.
      Mit 80% und so vielen Jahren haben Sie offenbar sehr günstige Voraussetzungen für Homeoffice.

      Mein Arbeitgeber hat HO vor 25 Jahren schon angeboten.
      Ein Mitarbeiter hat das genutzt, und 100% von Zuhause gearbeitet. Nach 2 Wochen ist er wieder in der Firma erschienen und hat mir gesagt: "Du, das geht nicht".
      Es kommt eben auf die Umstände an.
  • Ian 08.08.2020 10:31
    Highlight Highlight Ganz Klar, Zürcher ist am falschen Platz!
    Anstatt die neue und Umweltfreundliche Arbeitsart zu fördern, wird wegen den fehlenden Einnahmen im ÖV und den Kontrollfreaks welche sich durch Präsenz nach oben kuscheln Home-Office schlecht geredet. Als Mitarbeiter ist man und bleibt man eine Austauschbare Nummer.
  • Dave1974 08.08.2020 10:29
    Highlight Highlight Unrecht hat er definitiv nicht.
    Ich habe gestaunt, wie "einfach" es für viele scheinbar war auf die Empfehlung Homeoffice einzugehen.
    Die Themen Vertraulichkeit oder Sicherheit traten eigentlich nie deutlich auf.
    Ich habe im in einem Bereich gearbeitet in dem Forschungsergebnisse ausgetauscht wurden und da ist es jedem klar, dass es ein ausgeklügeltes Konzept und sehr sehr hohe Hürden für eventuelle Angriffe und/oder Eingriffe braucht.
    Aber eben - scheinbar haben das alle einfach so parat oder aber man ist sich dessen nicht bewusst.

    Bin übrigens pro Homeoffice - aber durchdacht.
    • Suchlicht 08.08.2020 15:27
      Highlight Highlight Hier spielt wohl auch der Grad der Digitalisierung eine Rolle.

      Wenn noch stark papierlastig gearbeitet wird, ist im HO die Gefahr, dass Daten auf Ausdrucken rumliegen und von Partnern/Kindern/Mitbewohnern eingesehen werden, recht gross. Wenn eher papierlos und mit Collaboration-Plattformen gearbeitet wird, ist das Problem kleiner und lässt sich mit ein paar Regeln weiter eingrenzen (HO nicht im Park oder der Badi und auch nicht im vollen Zug, wenn die Daten vertraulich sind).
    • Suchlicht 08.08.2020 15:30
      Highlight Highlight Ich kenne übrigens Firmen, welche sehr stark im Bereich R&D unterwegs sind und die fahren eine Cloud-First-Strategie für alle Bereiche, die nicht direkt die R&D-Ergebnisse betreffen. Die ganze Administration und das Management sind also in der Cloud. Ob man auf diese irgendwo im Netz liegenden Daten nun von daheim oder aus der Firma zugreift, spielt nicht so eine Rolle.

      Auch Versicherungen mit klar schützenswerten Daten fahren tw. eine Cloud-First-Strategie - auch da spielt es nicht eine zentrale Rolle, von wo ich zugreife.

    • Dave1974 08.08.2020 19:51
      Highlight Highlight Danke @Suchlicht.

      Für mich ist es ev. zu selbstverständlich, dass das Problematiken sein können und auch sind.

      Ich bräuchte offenbar viel mehr Worte um das unmissverständlich zu vermitteln.

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