Wirtschaft
Schweiz

Steuern sparen: Das sind die Steuerfüsse im Kanton Aargau

Schloss Hallwil
Das Schloss Hallwil steht auf steuergünstigem Boden der Gemeinde Seengen.Bild: Shutterstock

Das sind die Steuerfüsse aller Aargauer Gemeinden – zweimal stieg er um 10 Prozentpunkte

Seit dem letzten Jahr ist Geltwil das Steuerparadies im Aargau. In diesem Jahr senken gleich vier Gemeinden den Steuerfuss um fünf Prozentpunkte. Andererseits müssen zwei Gemeinden zehn Prozentpunkte drauflegen.
29.01.2021, 10:5609.03.2021, 10:31

Geltwil senkte im letzten Jahr den Steuerfuss um sagenhafte 25 Prozentpunkte und darf sich seither mit 50 Prozent das Aargauer Steuerparadies nennen. Dieses Jahr bleibt der Steuerfuss auf dem Vorjahres-Niveau – wie in vielen anderen Aargauer Gemeinden nach dem Corona-Jahr auch.

Meisterschwanden (Rang 3) und Kaiseraugst (Rang 4) reduzieren den Steuerfuss um je fünf Prozentpunkte. Im Fall von Kaiseraugst ist dies bereits die zweite massive Senkung in den letzten beiden Jahren. Im Jahr zuvor ging es um elf Prozentpunkte runter.

Kaiseraugst AG, Augusta Raurica
Kaiseraugst punktet nicht nur mit dem Rhein und dem Augusta Raurica, sondern auch mit noch tieferem Steuerfuss als 2020.Bild: Shutterstock

In Kaiseraugst sagte die Gemeindeversammlung deutlich «Ja» zur erneuten Senkung. Das Budget bleibt trotz der Verminderung weiterhin im Plus, das Eigenkapital wuchs 2020 auf 27 Millionen Franken. Auch in Meisterschwanden darf man sich über gesunde Finanzen freuen. Dank ausserordentlichen Fiskaleinnahmen wurde die Senkung Tatsache.

Um zehn Prozentpunkte angehoben wurde der Steuerfuss hingegen in Hallwil. Die Erhöhung von 117 auf 127 Prozent erfolgte praktisch diskussionslos mit 36 zu 28 Stimmen. Die Gemeinde hat neu das Anrecht auf Ergänzungsbeiträge vom Kanton und will sich für eine womöglich anstehende Gemeindefusion attraktiv machen. Übrigens: Seengen, die Nachbargemeinde von Hallwil, hat einen Steuerfuss von 77 Prozent (Rang 9 im Kanton). Hallwil teilt sich neu mit Tägerig den letzten Platz in Sachen Steuerfuss, das um fünf Prozentpunkte erhöhen musste.

Falls dich die Steuerfüsse im Kanton Zürich interessieren:

Nicht überall lief die Steuererhöhung so flott. Der Gemeinderat von Kirchleerau hätte gerne um neun Prozentpunkte erhöht, bewilligt wurden am Ende deren fünf. Das bedeutet ein Steuerfuss von 123 statt 127 Prozent und damit ein höheres Defizit, aber weniger kantonale Ergänzungsbeiträge.

Insgesamt hielten sich viele Gemeinden zurück mit Anpassungen des Steuerfusses. 10-mal wurde er gesenkt, 13-mal angehoben. 2020 gab es allerdings noch weniger Bewegung.

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