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Dank SNB-Millionen: Kanton Zug rechnet für 2020 mit einem Rekordergebnis



Blick auf die Stadt Zug am Zugersee bei schoenem Fruehlingswetter, in Zug, am Mittwoch, 8 April 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Zug am Zugersee Bild: KEYSTONE

Die Zuger Staatsrechnung 2020 dürfte so gut abschliessen wie noch keine in der bisherigen Kantonsgeschichte. Die Finanzdirektion rechnet mit einem Ertragsüberschuss von über einer Viertelmilliarde Franken. Die definitiven Zahlen folgen im April.

Das Budget 2020 hatte einen Gewinn von 148.7 Millionen Franken vorgesehen bei einem Aufwand von 1.5 Milliarden Franken. Unter dem Strich dürfte das Plus nun über 100 Millionen Franken höher ausfallen, wie die Zuger Finanzdirektion am Donnerstag mitteilte.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nannte Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) zwei markante Verbesserungen im Umfang von je 30 Millionen Franken. So rechne er mit einem sehr hohen kantonale Anteil an den Bundessteuern.

Dies sei eine Folge der Steuer- und AHV-Vorlage (Staf), die das Stimmvolk 2019 angenommen hatte und die per 1. Januar 2020 in Kraft trat. Mit ihr erhöhte sich der Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer von 17 Prozent auf 21.2 Prozent. Zudem schüttet die Schweizerische Nationalbank (SNB) einen vier Mal höheren Gewinn aus, als ihn der Kanton Zug budgetiert hatte.

Bedeutende Einmaleffekte

Auch hätten sich die Steuererträge «fantastisch» entwickelt, sagte Tännler. Dies liege am krisenresistenten Branchenmix bei den Unternehmen, den wohlhabenden natürlichen Personen, dem Zuzug von Fachleuten sowie dem Bevölkerungswachstum im Kanton Zug. Der Finanzdirektor erwähnte zudem zwei bedeutende Einmaleffekte. So habe etwa eine Umstrukturierung in Milliardenhöhe mehr Steuergeld in die Zuger Kassen gespült.

Auf der Ausgabenseite seien Sach-, Betriebs- und Personalaufwand um über 10 Millionen Franken unter dem Budget geblieben. Ein Betrag in ähnlicher Höhe entlaste die Rechnung bei den Netto-Investitionen, die tiefer ausfielen.

Dank des guten Abschlusses könne der Kanton Unternehmen unterstützen, die in Folge der Corona-Pandemie in Not geraten seien, hält Tännler fest. Der Kantonsrat hatte für das Härtefallprogramm über 80 Millionen Franken bewilligt.

Referendum gegen Steuersenkung

Als weitere Entlastungsmassnahme hatte das Parlament eine befristete Steuersenkung beschlossen. Linke Parteien ergriffen dagegen aber das Referendum, über das am 7. März abgestimmt wird. Der Kanton könne sich die Steuersenkung, die überdies mit höheren Prämienverbilligungen sozial abgefedert sei, leisten, hielt Tännler fest.

Über den definitiven Abschluss 2020 informiert er am 1. April, die provisorischen Zahlen dürften sich jedoch nicht mehr markant verändern. (aeg/sda)

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