Wirtschaft
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Kommentar

Die Schweiz ist der Kanton Zug der Welt

Das neue Sorgenbarometer der Credit Suisse zeigt auf: Wir vertrauen Politikern und Medien und wissen, dass wir von der Globalisierung profitieren.



Die grösste Sorge der Schweizer Bevölkerung ist die Arbeitslosigkeit. Das zeigte das neueste CS-Sorgenbarometer. Doch gleichzeitig haben neun von zehn Schweizerinnen und Schweizer überhaupt keine Angst, den eigenen Job zu verlieren. Besser kann man die aktuelle Situation unseres Landes nicht beschreiben. Wir sind ein selbstzufriedenes Volk geworden, das unter Phantom-Sorgen leidet.  

ZUR MELDUNG, DASS SICH DER ROHWARENHAENDLER UND BERGBAUKONZERN GLENCORE IM ERSTEN HALBJAHR NOCH IN DER VERLUSTZONE BEFAND, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 24. AUGUST 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. DAS MINUS FUER DIE GESAMTE GRUPPE REDUZIERTE SICH JEDOCH AUF RUND 615 MILLIONEN DOLLAR NACH 817 MILLIONEN DOLLAR IN DER VORJAHRESPERIODE. - Der Hauptsitz von Glencore am Donnerstag 14. April 2011 in Baar im Kanton Zug in der Schweiz.  (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Rohstoff-Händler Glencore ist typisch für den Kanton Zug.  Bild: KEYSTONE

Kein Aufstand der Beklagenswerten bei uns

Seit dem Trump-Triumph ist von einem «Aufstand der Beklagenswerten» die Rede. Die Verlierer der Globalisierung – primär die weissen Mittelstandsmänner – hätten zum Sturmlauf gegen die «Classe politique» und eine kulturelle Elite, sprich linke Mainstream-Journalisten, angesetzt und würden jetzt Multikulti und Freihandel den Garaus machen, heisst es.  

«Alle Mediengattungen gelten mehrheitlich als vertrauenswürdig.»

CS-Sorgenbarometer

Davon ist bei uns nichts zu spüren. Hass auf die Politiker? Fehlanzeige. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat Vertrauen in den Bundesrat, die staatliche Verwaltung und auch in die Parteien. «Dieses Vertrauen hat in den letzten zehn Jahren markant zugenommen», ergänzt Lukas Golder vom Meinungsforschungsinstitut GFS, das die Befragung bei mehr als 1000 Personen durchgeführt hat.  

Schweizer wissen, dass sie zu den Gewinnern der Globalisierung gehören

Vertrauensverlust in die Medien? Nicht die Bohne. «Alle Mediengattungen gelten mehrheitlich als vertrauenswürdig», heisst es in dem Bericht. «Alle Werte sind seit dem letzten Jahr gestiegen.»  

Den Schweizerinnen und Schweizern ist sehr wohl bewusst, dass sie zu den Gewinnern der Globalisierung gehören. Deshalb sind – je nach Wissensstand – die Hälfte für den Freihandelsvertrag TTIP (diejenigen, die wissen, worum es sich handelt). Die Nichtinformierten sprechen sich sogar zu 63 Prozent für das umstrittener Freihandelsabkommen aus.  

Kleine Minderheit will Bilaterale aufkündigen

Bad News auch für Christoph Blocher und seine SVP: Gerademal 19 Prozent wollen die bilateralen Verträge aufkündigen. Knapp die Hälfte kann sich gar einen EWR-Beitritt vorstellen. Gleichzeitig steht jedoch die Ausländerfrage an zweiter Stelle des CS-Sorgenbarometers. Nicht nur die Politiker haben also Mühe, die Forderung der Masseneinwanderungs-Initiative und die wirtschaftliche Realität unter einen Hut zu bringen.  

Weltweit gesehen kann man die Schweiz mit dem Kanton Zug vergleichen. Sie hat einen hohen Wohlstand, tiefe Steuern, eine ausgezeichnete Infrastruktur, Gesundheits- und Bildungswesen befinden sich auf höchstem Niveau – und wir sind ein bisschen langweilig.  

Zuger können sich Zug nicht mehr leisten

Der Kanton Zug hat aber seit Jahren ein Problem. Weil er für Reiche so attraktiv geworden ist, sind die Immobilienpreise explodiert. Expats aus allen Teilen der Welt können sich das leisten. Der untere Mittelstand muss jedoch zunehmend in die umliegenden Kantone ausweichen. Wollen wir also wirklich eine «Zugerisierung der Schweiz»?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wolfsblut 30.11.2016 18:19
    Highlight Highlight Diese Umfrage ist doch ein Witz.
    • Wolfsblut 30.11.2016 20:09
      Highlight Highlight Noch etwas: Das Kleinreden oder Verleugnen der immer grösser werdenden sozialen Unterschiede ist erbärmlich. Diese Studie tut das und sollte hier unhinterfragt nicht kolportiert werden.
    • Hierundjetzt 01.12.2016 14:30
      Highlight Highlight Welche "immer grösseren" Probleme?

      Der Gini-Koeffizient bessgt das Gegenteil und ist empirisch erhärtet.

      Tragische Einzelfälle gibts immer, ganz klar. Aber insgesamt, ist es ok
  • Scenario 30.11.2016 18:09
    Highlight Highlight Dass sich Zuger Zug nicht mehr leisten können, stimmt! Aber trotzdem ist ein grossteil meiner Jugendfreunde weiterhin im Kanton Zug wohnhaft. Das Grundproblem im Kanton bleibt die unausgereifte Zonenplanung, die ein günstiges Wohnen verunmöglicht. Bauland ist rar gesät und teuer und das führt dazu, dass sich Zug praktisch niemand leisten kann.
  • Linus Luchs 30.11.2016 15:17
    Highlight Highlight Das Vertrauen in die Politik habe also zugenommen. Zur Erinnerung: Bevor Schneider-Ammann Bundesrat wurde, hat er als Firmenchef Millionenbeträge auf Offshore-Konten versteckt, als Wirtschaftsminister bezeichnet er das als "korrekt". Finanzminister Maurer äussert öffentlich Verständnis für die, die Milliarden dem Fiskus entziehen. Und das bürgerlich dominierte Parlament beschliesst, dass die, die verstecktes Vermögen doch noch deklarieren, mit Steuerrabatt belohnt werden. Aber die Mehrheit des Volkes vertraut der Politik. Wie ist das möglich? Liegt das nicht auch an einem Versagen der Medien?
    • Wehrli 30.11.2016 17:09
      Highlight Highlight Die Steuerhinterzieher; Grosskapitalisten, Rohstoffhändler, Banker, Wirtschaftskapitäen, sind ja auch die, welche die Steuern zahlen, oder? Der Kleine Mann jammert, aber blechen tut er ja trotzdem nichts, oder?
    • rodolofo 01.12.2016 07:34
      Highlight Highlight Ich sehe das mit dem Vertrauen ungefähr so:
      Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss.
      Ich heisse Hase und weiss von nichts.
      Hauptsache der Herr Raubritter bezahlt mich anständig und gibt mir einen warmen, trockenen Platz zum Schlafen.
      Aber wenn er noch mehr von dem auswärtigen Gesindel hereinlässt in die Burg, dann wählen wir einen brutaleren Raubritter zum König!
    • R&B 01.12.2016 11:39
      Highlight Highlight @Linus: Weil die Mehrheit der Bevölkerung sich nicht für die Politik interessiert und daher keinen Blassen hat. Ansonsten hätte die SVP nicht 30% sondern nur 14% Wähleranteil (13% Bauern + 1% Reiche).
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 30.11.2016 14:41
    Highlight Highlight zug wird seit jahren bürgerlich regiert.
    wenns ums geld geht, kennt die svp weder recht noch anstand. reiche ausländer und (offshore) firmen kommen wegen den tiefen steuern nach zug und in die schweiz, und versuchen dann noch weniger zu bezahlen. dies sind die wahren kriminellen in unserem land, denn sie vergehen sich an dem ehrlichen steuerzahler.
    glencore z.b. betreibt rohstoff abbau im kongo auf kosten der einheimischen bevölkerung. den bürgerlichen ist das egal - hauptsache wohlstand.
    die weltwoche kürte zug kürzlich zur "attraktivsten" gemeinde der schweiz. welcome to svp!
  • Christian Mueller (1) 30.11.2016 14:25
    Highlight Highlight Nur bezahlt Zug in den Finanzausgleich ein, die Schweiz hingegen zockt die ganze Welt ab...
    • Perwoll 30.11.2016 16:26
      Highlight Highlight Wo genau liegt das Problem?
    • Christian Mueller (1) 01.12.2016 13:11
      Highlight Highlight So produzieren wir Flüchtlinge und Armut weltweit.
    • Perwoll 01.12.2016 14:10
      Highlight Highlight Blödsinn, Flüchtlige werden durch Ressourcenkriege produziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • silverback 30.11.2016 14:08
    Highlight Highlight Gemäss einer aktuellen Studie der Universität Zürich vertrauen gut zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung den eigenen Journalisten nicht mehr.

    https://swisspropaganda.wordpress.com/schweizer-medien-das-vertrauen-schwindet/

    • Posersalami 30.11.2016 14:34
      Highlight Highlight Kann nicht sein, gemäss der CS Studie sind die Medien vertrauenswürdig! Die Gratispropaganda von Blick und 20min hat sogar den selben Level an Vertrauenswürdigkeit wie SRF oder andere Printmedien erreicht :D
      nachzulesen ab Seite 62: https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/responsibility/worry-barometer/schlussbericht-credit-suisse-sorgenbarometer-2016.pdf

    • Tomb_the_Womb 30.11.2016 14:37
      Highlight Highlight Silverback Klar, wenn man jeden Tag mit Propaganda zugemüllt wird. Unabhängiger Journalismus ist schon lange ausgestorben. Die Journalisten bringen nicht mehr Meldungen, sie bringen ihre persönlichen Ansichten. Und das ist nicht was sich der Bürger vom Journalismus wünscht.
    • Posersalami 30.11.2016 14:53
      Highlight Highlight @Tomb_the_Womb: Wirklich objektiven und unabhängigen Journalismus kann es nicht geben. Das entschuldigt aber nicht die aktuelle Meinungsarmut in den Medien. Zum Glück gibts alternative Medien, wo man sich über alternative Sichtweisen informieren kann. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 30.11.2016 13:55
    Highlight Highlight Dass die Schweizer trotz der guten Lage Angst vor dem Jobverlust haben ist der Verdienst der Wirtschaftsverbände und deren Lobby. Jedesmal wenn die Politik droht etwas einzuführen, das den Grosskonzernen ein kleines bisschen weniger Gewinn bescheren könnte, drohen sie damit, dass sie Leute entlassen resp. die Schweiz verlassen werden. Das führt dazu, dass wir in einer modernen Form der Sklaverei leben und die Sklavenhalter sind die Wirtschaftseliten. Wir Menschen dienen heute Wirtschaft anstatt dass die Wirtschaft uns dient.
    • pachnota 30.11.2016 16:39
      Highlight Highlight darum will ja die Wirtschaft, zusammen mit der SP die Grenzen offen halten. Um unbegrenzt Zugriff auf günstige Arbeitsktäfte zu haben.
    • Wehrli 30.11.2016 17:13
      Highlight Highlight Ich muss tagein-tagaus die Sörgeli meiner Mitarbeiter ausbügeln, das Kasperlitheater mitmachen. Würde gerne wissen wer der Sklave ist bei uns, die können Künden und haben bald wieder einen Job.
    • gecko25 30.11.2016 17:16
      Highlight Highlight @pachnota. und wer will internationale Firmen mit Steuergeschenken in die Schweiz holen, welche dann working poors aus der EU rekrutieren ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcausbaar 30.11.2016 13:49
    Highlight Highlight Finde es sehr mutig weiterhin der Meinungsforschung zu vertrauen! Man hat ja gesehen bei der Präsidentwahl vor kurzem in den Staaten, 85% wählen Hillary!
    • Tikvaw 30.11.2016 15:54
      Highlight Highlight Es hat nicht geheissen, dass 85% der Stimmberechtigten Clinton wählen, sondern dass die Wahrscheinlichkeit das Clinton gewählt wird bei 85% liegt.
    • Hierundjetzt 30.11.2016 16:19
      Highlight Highlight *Marktforschung. Hier geht es um strukturierte Marktforschung.

      Was Du meinst ist Meinugsforschung
    • Crecas 30.11.2016 16:21
      Highlight Highlight Und der Statistiker mit dem besten Erfolgsausweis hat gesagt die Wahrscheinlichkeit liege bei 70%, hat aber angemerkt, dass es trotzdem Unsicher seie, da es so viele Unentschlossene wie noch nie gebe und das schon ein 2% anderes Ergebnis Clinton zum Underdog mache im Electoral College. Und so ist es gekommen. Die Vorhersagen lauteten Clinton gewinnt mit 4%, jetzt hat sie nur mit 2% gewonnen und aber wie vorausgesagt die Elektorenstimmen dadruch verloren. Hätten nur 1% der Leute anders abgestimmt in jedem Staat, dann wäre sie Präsidentin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kommemtar 30.11.2016 13:39
    Highlight Highlight Aus einer Umfrage mit etwas mehr als Tausend Personen den Trend für ca. Acht Millionen herauslesen zu wollen finde ich doch recht gewagt....

    Anders gesagt: die Umfrage ist Schwachsinn!
    • Philipp Löpfe 30.11.2016 14:01
      Highlight Highlight 1000 Befragte gilt als repräsentativ.
    • esmereldat 30.11.2016 15:45
      Highlight Highlight Aber nur, wenn die 1000 auch so "verteilt" sind, wie die Bevölkerung, oder? Also z.B. Gruppiert nach Einkommen, Verhältnis Mann/Frau, Altersgruppen, Bildungsstand etc. Oder kann ich kann einfach random 1000 Leute nehmen und dann sagen, es sei repräsentativ?
    • Herbert Anneler 30.11.2016 16:15
      Highlight Highlight Lieber Herr Löpfe, Repräsentativität ist nicht eine Frage der Anzahl Befragter, sondern eine Frage der Methode der Stichprobenziehung - im Idealfall eine saubere Zufallsauswahl!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 30.11.2016 13:27
    Highlight Highlight Klar gibt es die "Zugerisierung". Ist doch klar: Wenn 75'000 Personen jährlich netto zuwandern braucht dies einfach etwa 30'000 neue Wohnungen.
    Werden diese nicht gebaut, so kommt der Markt unter Druck - zulasten der untersten Einkommensschichten bis Mittelstand.

    Zu einem beachtlichen Teil sind wir aber selbst Schuld. Wir wollen beste Qualität, achten wenig auf den Preis, rsp. sind zu faul zum wechseln.
    Paradebeispiel Internet/Telefon: Die Swisscom verdient sich eine goldene Nase damit, dass wir Schweizer lieber "bei der PTT bleiben, so wies immer war", statt ein bisschen zu vergleichen
    • Posersalami 30.11.2016 14:37
      Highlight Highlight Ja, jetzt sind wieder die bösen Ausländer schuld, so wie immer! Es kann natürlich nicht daran liegen, dass die Wohnungen immer grösser sein müssen oder am grundsätzlichen Wandel der Art wie man wohnt (viel mehr Singlehaushalte zB.) Nein, die Ausländer sind Schuld.
    • Amboss 30.11.2016 15:09
      Highlight Highlight @Salami:
      Es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber hier sind die Zuwanderer zu einem beträchtlichen Teil Schuld.

      Gemäss Bundesamt für Statistik betrug die ständige Wohnbevölkerung Ende 2014 8'237'666
      , Ende 2015 8'327'126
      (Differenz 89'460), die Netto-Zuwanderung aus dem EU-Raum beträgt um 60-70'000

      Die Wohnfläche pro Person ist seit 15 Jahren gleichbleibend.
      Nur weil ständig behauptet wird, die Wohnfläche pro Person nehme zu, wird das nicht wahrer

      http://www.bafu.admin.ch/umwelt/indikatoren/08557/08642/index.html?lang=de


    • Posersalami 30.11.2016 15:44
      Highlight Highlight @ Amboss: Ihrer Statistik ist ja selbst zu entnehmen, dass bis 2012 die Wohnfläche pro Person jährlich zugenommen hat. Woher kommen ihre 15 Jahre? Im Link steht das anders, da steht etwas davon, dass sie wenig zugenommen hat. Ich möchte übrigens nicht sagen, dass die Zuwanderung mit den Immobilienpreisen nichts zu tun hat. Sie ist EIN Faktor von VIELEN, der den Preis treibt. Die einseitige Fixierung auf die Zuwanderung ist reiner Populismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • David B22. 30.11.2016 13:24
    Highlight Highlight Tja aber den Föderalismus und den Steuerwettbewerb abschaffen fällt auch niemendem ein...
    Nein wir Schweizer wollen uns ja bereichern an Firmen wie Glencore usw.
  • stan1993 30.11.2016 13:23
    Highlight Highlight Wow eine Umfrage mit mehr als 1000 Personen, das spiegelt garantiert die ganze Schweiz wieder!
    • 28HeadlinesLater 30.11.2016 16:25
      Highlight Highlight https://www.quora.com/Should-surveys-of-1000-people-ever-be-taken-seriously

      Doch reicht, das Problem ist die zufällige Auswahl der Befragten.
  • Posersalami 30.11.2016 13:05
    Highlight Highlight Lustig finde ich auch, dass bei den fünf wichtigsten Problemen Dinge wie "Teuerung" genannt werden. Teuerung gibts schon seit Jahren keine mehr. Teurer werden die Neumieten und die KK, der Rest wird günstiger inkl. abgeschlossener Mietverträge. KK Erhöhung und negative Teuerung sollten sich (gefühlt) so in etwa aufheben und wer sucht schon alle 2 Jahre eine neue Wohnung? Dagegen macht sich angeblich keiner Sorgen wegen der Klimaerwärmung? Lächerlich. Herr und Frau Schweizer können einfach nicht denken, sind schlecht informiert oder die Umfrage hat den Wert von 1m2 Feldweg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 30.11.2016 12:56
    Highlight Highlight Wie wurden die Personen für die Umfrage ausgewählt? Hier (https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/responsibility/worry-barometer/schlussbericht-credit-suisse-sorgenbarometer-2016.pdf) finde ich dazu nichts. Das wäre doch recherchierenswert gewesen, Herr Löpfe. Hier zB wird ausgewiesen, dass jede 13te Person in der Schweiz in Armut lebt (http://skos.ch/uploads/tx_news/2015_BFS_StatistischerSozialbericht.pdf) Von denen wurde sicher wieder niemand befragt, von denen fühlt sich sicher keiner als "Gewinner". Die Umfrage ist entspricht dem Wunschdenken einer kleinen Elite.
    • fabianhutter 30.11.2016 13:45
      Highlight Highlight Es steht unter Punkt "1.2 Datenbasis".

      Das heisst es wurden zufällig stimmberechtigte Personen aus der Schweiz ausgewählt, wobei solange gezogen wurde, bis man die Quotenmerkmale Geschlecht und Alter representativ vertreten hatte.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Quotenstichprobe
    • Orpheus & Eurydike 30.11.2016 14:04
      Highlight Highlight Wenn jede 13. Person in Armut lebt, bedeutet das, dass über 92% der Menschen in der Schweiz nicht in Armut leben müssen. Somit gehören etwa 920 von 1000 der "kleinen" Elite an.
    • Posersalami 30.11.2016 14:26
      Highlight Highlight @fabianhutter: Oder einfach so lange, bis das gewünschte Ergebnis vorlag. Die jüngere Vergangenheit hat doch wirklich gezeigt, dass solchen Umfragen nicht wirklich zu trauen ist. Vor allem bei solch einer Auswahlmethode. Ich habe einfach absolut kein Vertrauen mehr in solche Umfragen. Vor allem da Themenfelder wie "Klimawandel" einfach komplett fehlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 30.11.2016 12:53
    Highlight Highlight Hahaha... Ich empfinde eher das Gegenteil. Politik und Vertrauen? In den letzten zehn Jahren massiv gesunken. Gewinner der Globalisierung? Nope. Dank der Immigration bei uns das Gegenteil. Bilateralen abtun? Ich schätze etwa doppelt so viel.

    Wer nicht sehr gut situiert ist, lässt sich aus Scham gar nicht auf eine solche Umfrage ein, die Angeber aber geben sich grosszügig...
    • Clank 30.11.2016 15:17
      Highlight Highlight Du schreibst hier einen Kommentar auf ein elektronisches Gerät, dass zu Hungerlöhne in China produziert wurde und dessen Rohstoffe zu Hungerlöhne aus Kongo gewonnen wurden und behauptest tatsächlich, du seist kein Gewinner der Globalisierung?
      Ja klar, das Unternehmen, welches das Produkt im Ausland billig herstellen lässt und es hier teuer verkauft, ist wahrscheinlich noch der grössere Gewinner der Globalisierung. Abgezockt wirst aber nicht du, unsere Produkte müssten viel teurer sein.
    • Chanichang 01.12.2016 02:55
      Highlight Highlight Hahaha wäre ich doch nur auf die Idee gekommen skankhunt42 als Name zu nehmen!!! 😂😂😂
    • Kookaburra 01.12.2016 13:20
      Highlight Highlight Chanichang, du kannst ihn haben. Ich will sowieso einen Neuen. :)
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 30.11.2016 12:34
    Highlight Highlight Also ich persönlich fühle mich nicht als gewinner der globalisierung.. wir sind fortschritlich aber noch lange nicht die gewinner.. meine Meinung
    • phreko 30.11.2016 13:22
      Highlight Highlight Bei dem Aussenhandelsüberschuss den die Schweiz hat, kann sie ja wohl kaum Verlierin oder bloss "neutral" sein. Da kann es noch lange "deine Meinung" sein. Offensichtlich besteht die einfach mal darin, irgendwas ohne Gehalt zu sagen...
    • Resche G 30.11.2016 13:31
      Highlight Highlight Die Schweiz ist ein hotspot der Globalisierung... Wir sind ein Drehkreuz für den globalen Rohstoffhandel. Globale Multikonzerne haben hier ein Briefkasten und Zahlen ein bisschen Steuern. Die Reichen der Welt bunkern ihr Geld auf unseren Banken und die Versicherungen dieser Welt sind bei uns Rückversichert. Wenn nicht wir die Gewinner sind dann wer sonst ?

      Ah ich habe vergessen uns geht es so gut weil wir und unsere Eltern/Grosseltern so viel fleissiger als der rest der Welt ist.
    • Firefly 30.11.2016 13:32
      Highlight Highlight Nein, wir sind nicht die Gewinner, wir profitieren nur von den Gewinnern der Globalisierung, die in die Schweiz ziehen und hier Steuern zahlen. Aus diesem Grund auch das ehwige Angstmacherargument, wen wir dieses und jenes nicht tun, dann ziehen sie weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 30.11.2016 12:33
    Highlight Highlight Wollen wir also wirklich eine «Zugerisierung der Schweiz»?

    Aber sicher doch. Einen Mauerbauer haben wir ja auch schon mit einem Gefolge von weissen, dummen Schafen.

    So etwas grandioses wie die Stadt Schweiz, mit grosser Grünfläche, netten Gewässern und Seen und sogar noch einigen Gletschern hat ja nicht mal Disneyland.
    Das Reinigungspersonal können wir ja abschieben, am besten gleich über die Grenze. Die dürfen jede Nacht schnell her kommen und wenn die Sonne aufsteigt, dann husch wieder weg.
  • Tomb_the_Womb 30.11.2016 12:11
    Highlight Highlight "Die Schweiz ist der Kanton Zug der Welt"

    Sagen sie diese Aussage doch mal denen, die am Existenzminimum im "Kanton Zug" leben.
    • Firefly 30.11.2016 13:41
      Highlight Highlight @Purple Banana, Das mag wohl sein, global gesehen, aber derjenige der in Zug aufgewachsen ist und nun seine Wohung und Rechungen nicht mehr zahlen kann, und bei dem in der Nachbarschaft ein Fremder eine Vila gebaut und drei SUV's in der Garage hat, der erlebt einen Niedergange seiner Lebensverhätnisse. Er fühlt sich als Globalisierungsverlierer und lebt in direkter Nachbarschaft mit Globalisierungsgewinnern zu denen er aber keinen Bezug hat. Das ist eine explosive Mischung.
    • Firefly 30.11.2016 14:22
      Highlight Highlight @Purple Banana, ich rate demjenigen sich gut zu überlegen, was die Ursachen dieser Umstände sind und wer/was sie verursacht. Und dann politsch aktiv zu werden, nicht als protestwähler sondern als besorgter schweizer Bürger der sich für eine funktionierende Gemein- und Gesellschaft für alle einzusetzen wagt.

Wie man jedes Einfamilienhaus in eine Wasserstoff-Tankstelle verwandeln kann

EPFL-Professor Andreas Züttel hat eine Art «Wasserstoff»-Batterie entwickelt. Er will damit unsere Energieversorgung revolutionieren.

Ein geläufiges Bonmot über Brasilien lautet: «Es ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.» Ältere Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalisten haben gegenüber Wasserstoff eine ähnlich zynische Haltung entwickelt. Seit Jahrzehnten werden sie periodisch zu Anlässen eingeladen, in denen Wasserstoff als das Wunder beschrieben wird, das sämtliche Probleme der Menschheit lösen wird – ausser vielleicht Liebeskummer. Stets sind diese Versprechungen danach irgendwie versandet.

Andreas Züttel …

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