Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Deutschkurse für alle: Reiche Ausländer im Kanton Zug kommen nicht ums Büffeln rum

Im Kanton Zug gibt es definitiv keine Sonderregelung für reiche Ausländer, die kein Deutsch können. Der Kantonsrat hat am Donnerstag in zweiter Lesung entschieden, den Abschnitt über die Sprachanforderungen komplett aus dem Gesetz zu streichen.



Der Vorschlag des Zuger Regierungsrates sorgte für Schlagzeilen: Er wollte eine Sonderregelung für reiche Ausländer schaffen, die ein Einkommen von mindestens 1 Million Franken und ein steuerbares Vermögen von mindestens 20 Millionen Franken vorweisen.

Damit sie dem Kanton Zug als Steuerzahler erhalten bleiben, wollte der Regierungsrat bei ihren Sprachkenntnissen ein Auge zudrücken. Russische Investoren und reiche Expats aus Südafrika hätten die Bewilligung C also auch ohne Deutschkenntnisse erhalten sollen.

Für weniger Wohlhabende hätte diese Regelung allerdings nicht gegolten: Sie wären weiterhin zu Deutschkursen verpflichtet worden. Der Vorschlag sorgte von links bis rechts für Kopfschütteln und verhalf dem Kanton Zug zu einem unrühmlichen Auftritt in der Presse.

Sprachanforderungen komplett gestrichen

Angesichts der Reaktionen entschied der Rat bereits in der ersten Lesung, auf die Extrawurst zu verzichten und den Abschnitt über Sprachanforderungen aus dem Gesetz zu streichen.

Dabei blieb es auch am Donnerstag in der zweiten Lesung. Somit stellt der Kanton Zug an keinen Ausländer mehr irgendwelche Sprachanforderungen, egal ob reich oder arm. Jetzt gilt im Kanton Zug das Bundesrecht und dies sieht keine Sonderregelungen für einzelne Bevölkerungsgruppen vor. (wst/sda)

Migration

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Link to Article

Emmen war eine «Einbürgerungshölle»: Jetzt hat ein Migrant einen SVP-Nationalrat besiegt

Link to Article

Idris ist mit 20 Jahren aus Eritrea in die Schweiz geflüchtet. Wie? Frag besser nicht!

Link to Article

Der Spiderman von Paris – Chronik eines modernen Märchens

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spi 12.05.2016 13:08
    Highlight Highlight Ich muss wohl auch in einen Deutschkurs, denn ich verstehe den Titel trotz wiederholtem Lesen immer falsch. Der nachträgliche Text belegt eigentlich klar, dass Zug nun die Deutschkenntnisse als Kriterium für alle aufgehoben hat. Nur der Titel sagt etwas anders.
    Spannend finde ich noch, dass die nationalen Richtlinien etwas anderes verlangen: Gemäss Staatssekretariat für Migration ist das zweite Kriterium für die vorzeitige Niederlassungsbewilligung das Beherrschen der Sprache am Niederlassungsort auf A2-Niveau.
    Guckstdu Nr. 12: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/themen/integration/faq.html
  • DreamerDu 12.05.2016 12:32
    Highlight Highlight Korrekter Titel wäre:
    "Auch arme Ausländer kommen ums Büffeln rum"
  • Prinz Eisenherz 12.05.2016 10:54
    Highlight Highlight Der Deutschkurs ist für "niemanden" obligatorisch. Die Watson Schlagzeile ist deshalb schräg (den eigenen Text nicht gelesen).
    >Deutschkurse für alle: Reiche Ausländer im Kanton Zug kommen nicht ums Büffeln rum<
  • Calvin Whatison 12.05.2016 10:43
    Highlight Highlight Richtig so, wo sind wir eigentlich.! Die im Rat, welche das wollten, man sollte halt nicht nur das Geld sehen.

Der Bundesrat verteilt die Departemente neu – unsere 6 Gifs helfen dir im Rochaden-Zirkus

Am Freitag entscheidet die neu zusammengesetzte Regierung über die Aufgabenverteilung. Welche Ressorts erhalten die Neulinge Karin Keller-Sutter und Viola Amherd? Und welche amtierenden Bundesräte suchen neue Herausforderungen? Wir präsentieren sechs mögliche Szenarien als Gifs.

Keiner der amtierenden Bundesräte verlässt sein Departement. Die neu gewählten Bundesrätinnen übernehmen die frei gewordenen Ressorts ihrer Vorgänger. Karin Keller-Sutter (FDP) folgt im Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF auf ihren Parteikollegen Johann Schneider-Ammann. Viola Amherd (CVP) übernimmt von Parteifreundin Doris Leuthard das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK.

Als einzige Amtierende wechselt Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) …

Artikel lesen
Link to Article