Schweiz
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Deutschkurse für alle: Reiche Ausländer im Kanton Zug kommen nicht ums Büffeln rum

Im Kanton Zug gibt es definitiv keine Sonderregelung für reiche Ausländer, die kein Deutsch können. Der Kantonsrat hat am Donnerstag in zweiter Lesung entschieden, den Abschnitt über die Sprachanforderungen komplett aus dem Gesetz zu streichen.



Der Vorschlag des Zuger Regierungsrates sorgte für Schlagzeilen: Er wollte eine Sonderregelung für reiche Ausländer schaffen, die ein Einkommen von mindestens 1 Million Franken und ein steuerbares Vermögen von mindestens 20 Millionen Franken vorweisen.

Damit sie dem Kanton Zug als Steuerzahler erhalten bleiben, wollte der Regierungsrat bei ihren Sprachkenntnissen ein Auge zudrücken. Russische Investoren und reiche Expats aus Südafrika hätten die Bewilligung C also auch ohne Deutschkenntnisse erhalten sollen.

Für weniger Wohlhabende hätte diese Regelung allerdings nicht gegolten: Sie wären weiterhin zu Deutschkursen verpflichtet worden. Der Vorschlag sorgte von links bis rechts für Kopfschütteln und verhalf dem Kanton Zug zu einem unrühmlichen Auftritt in der Presse.

Sprachanforderungen komplett gestrichen

Angesichts der Reaktionen entschied der Rat bereits in der ersten Lesung, auf die Extrawurst zu verzichten und den Abschnitt über Sprachanforderungen aus dem Gesetz zu streichen.

Dabei blieb es auch am Donnerstag in der zweiten Lesung. Somit stellt der Kanton Zug an keinen Ausländer mehr irgendwelche Sprachanforderungen, egal ob reich oder arm. Jetzt gilt im Kanton Zug das Bundesrecht und dies sieht keine Sonderregelungen für einzelne Bevölkerungsgruppen vor. (wst/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spi 12.05.2016 13:08
    Highlight Highlight Ich muss wohl auch in einen Deutschkurs, denn ich verstehe den Titel trotz wiederholtem Lesen immer falsch. Der nachträgliche Text belegt eigentlich klar, dass Zug nun die Deutschkenntnisse als Kriterium für alle aufgehoben hat. Nur der Titel sagt etwas anders.
    Spannend finde ich noch, dass die nationalen Richtlinien etwas anderes verlangen: Gemäss Staatssekretariat für Migration ist das zweite Kriterium für die vorzeitige Niederlassungsbewilligung das Beherrschen der Sprache am Niederlassungsort auf A2-Niveau.
    Guckstdu Nr. 12: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/themen/integration/faq.html
  • Patronus 12.05.2016 12:32
    Highlight Highlight Korrekter Titel wäre:
    "Auch arme Ausländer kommen ums Büffeln rum"
  • Prinz Eisenherz 12.05.2016 10:54
    Highlight Highlight Der Deutschkurs ist für "niemanden" obligatorisch. Die Watson Schlagzeile ist deshalb schräg (den eigenen Text nicht gelesen).
    >Deutschkurse für alle: Reiche Ausländer im Kanton Zug kommen nicht ums Büffeln rum<
  • Calvin Whatison 12.05.2016 10:43
    Highlight Highlight Richtig so, wo sind wir eigentlich.! Die im Rat, welche das wollten, man sollte halt nicht nur das Geld sehen.

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