Schweiz
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Seit Wochen bleiben die Touristen in Luzern und Interlaken aus. Das hat Folgen für die Tourismus-Hochburgen. bild: Keystone

«So etwas haben wir noch nie erlebt» – unterwegs in den Touri-Geisterstädten der Schweiz

Während sich normalerweise in den Tourismus-Hotspots Luzern und Interlaken die Touristen durch die Gassen quetschen, herrscht nun Menschenleere. Die Folgen des Coronavirus treffen diese Orte besonders hart. Eine Tour durch zwei Geisterstädte.



Über Luzern hängt eine graue Wolkendecke, ein kalter Wind zieht der Reuss entlang. Nicht gerade ideale Wetterbedingungen für eine Sightseeing-Tour. Doch egal welche Witterung herrscht, Luzern ist immer gut von Touristen besucht. Im Jahr 2018 verzeichnete der Kanton Luzern 2.2 Millionen Logiernächte. Rund 17 Prozent davon sind asiatische Touristen. 275 Cars pro Tag und 23 pro Stunde chauffieren die Gäste direkt ins Stadtzentrum.

Nicht so an diesem Dienstagmorgen. Während zwei Stunden hält kein einziger Car beim Car-Hotspot vor dem Uhrengeschäft Bucherer. Der Platz, der sonst nur so von Touristen übersät ist, ist menschenleer. Auch dem Grendel entlang, wo sich Luxusgeschäfte aneinanderreihen; gähnende Leere. Die chinesischen Touristen bleiben seit Ende Januar, als die chinesische Regierung Reisen ins Ausland gestoppt hat, aus. Das trifft die Tourismus-Hotspots Luzern und Interlaken besonders hart.

«Das ist schlecht für die Luzerner Wirtschaft»

Für Luzernerinnen und Luzerner ist der derzeitige Zustand ihrer Stadt ein ungewohntes Bild. Sie haben sich längst daran gewohnt, dass rund um den Schwanenplatz kein Durchkommen ist. Wer es eilig hat, macht einen weiten Bogen um diese Orte. Jetzt kurvt vergnügt ein Skateboarder quer über den feinen Asphalt beim Grendel. Vor den Luxusgeschäften stehen Security und blicken in die unbesuchten Läden. Der bekannteste ist das Uhrengeschäft Bucherer. Die Rolltreppen führen die Kunden über vier Etagen zu funkelndem Schmuck. Während diesen Wochen könnten diese getrost ausgeschaltet werden, das Uhrengeschäft ist leerer denn je. 190 Personen sind beim Bijouteriegeschäft von Kurzarbeit betroffen.

Vor dem zweitbeliebtesten Touristen-Geschäft, dem Souvenir-Shop Casagrande, steht ein grosser Desinfektionsmittel-Spender, drinnen trifft man auf unbeschäftigte Mitarbeitende mit Mundschutzmasken. «Wir haben haufenweise Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel für die Hände und die Ablagen gekriegt», sagt eine Angestellte. Hinter den Theken versuchen sie, sich mit Putzen oder Sortieren zu beschäftigen. Auch der Souvenir-Shop gehört zu den zehn Firmen, die wegen des ausfallenden Geschäfts Kurzarbeit einführen mussten.

«Es ist traurig, Luzern so zu sehen.»

Mexikanische Touristin in Luzern

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275 Cars pro Tag parkieren direkt vor dem Uhrengeschäft Bucherer, der Platz ist normalerweise von Touristen überlaufen. bild: watson

Die einzigen Kunden im Shop ist in diesem Moment eine mexikanische Reisegruppe. «Es ist etwas traurig, den Ort so zu sehen. Aber es ist besser, um Fotos zu machen, und wir müssen nirgends anstehen», sagt eine mexikanische Touristin.

Normalerweise würde nun ein Reiseleiter mit einem farbigen Fähnchen zum Löwendenkmal führen. Vor der Sehenswürdigkeit würde es nur so vor Gästen wimmeln, die den liegenden Löwen fotografieren wollen. Jetzt reisst sich niemand um das Wahrzeichen, das an die gefallenen Schweizergardisten beim Tuileriensturm in Paris erinnert. Nicht eine Person steht in dieser Stunde da.

Dafür geniessen nebenan zwei Gäste des Cafés Alpineum ihren Kaffee ohne Touri-Trubel. «Es ist so ungewohnt ruhig. Aber es ist auch schön, wenn es Touristen hat. Dann hört man all die verschiedenen Sprachen», sagt der junge Mann. Auch eine andere Frau ist nicht nur begeistert, dass es hier keine asiatischen Touristen mehr hat: «Das ist schlecht für unsere Wirtschaft.»

Tatsächlich: Der Umsatz der Tourismusbranche in der Schweiz ist im Februar um 19 Millionen eingebrochen. Im vergangenen Monat gingen ausserdem die Hotellogiernächte gemessen an der gesamten Anzahl Gäste um zwei Prozent zurück.

Touristen der 4'000 Personen grossen chinesischen Reisegruppe der Kosmetikfirma

Ein normaler Anblick in Luzern. Bild: KEYSTONE

Zurück im Stadtzentrum ist das Virus am Wochenmarkt das Thema Nummer eins. «Schau, da hat es asiatische Touristen», sagt ein Mann zu seinen zwei Kolleginnen. «Woher die wohl kommen?», fragt die eine. «Aus Singapur», vermutet der Mann. «Der Monatsmarkt wird abgesagt wegen des Coronavirus!», erklärt der Marktverkäufer seiner Kundin. Wohl eine weitere von vielen Fehlinformationen, die an diesem Morgen bei Marktgesprächen verbreitet wurden.

Mittlerweile hat der Himmel aufgerissen und die Sonne bräunt das Holz der Kapellbrücke, die für einmal praktisch keine Touristen vom einen Flussufer zum anderen transportiert. Nachdem alle Sehenswürdigkeiten in Luzern abgeklappert wurden, geht es für die Reisegruppen gewöhnlich weiter in Richtung Interlaken. Knapp 150'000 Logiernächte wurden dort im Jahr 2018 von China und Hongkong verzeichnet. Viele der Touristen machen jedoch nur einen Tagesausflug ins Berner Oberland.

«Unser Umsatz ist um 95 Prozent eingebrochen»

In der kleinen Stadt angekommen, reiht sich ein chinesisches Restaurant ans nächste. Drinnen gefragt, klagt eine Wirtin über die ausfallende Gäste. «Normalerweise wären wir jetzt voll. Aber schauen Sie sich jetzt um; nur ein Tisch ist besetzt!» Doch nicht nur die Betreiber, sondern auch die Einheimischen bemerken die Abwesenheit der Touristen. «Ich arbeite selber in der Tourismusbranche, und wir kriegen es extrem zu spüren. Ich habe Interlaken noch nie so gesehen», sagt die einheimische Passantin und zeigt auf die halbleeren Trottoirs. Einzig indische und arabische Gäste sind noch anzutreffen – viele davon mit einer Mundschutzmaske.

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In Interlaken erwartet einen ein genauso ungewohntes Bild wie in Luzern. bild: watson

«Ich musste bereits zwei Leute entlassen.»

Lu Zhai, Ladenbesitzer

Auch in Interlaken gähnen die Souvenir-Shops und Bijouterie-Geschäfte vor Leere. Mitarbeitende berichten, dass Schulungen nun auf diese Wochen verschoben wurden, um die unbeschäftigte Zeit zu nutzen. In einer Seitenstrasse wehen Werbefahnen mit chinesischer Schrift. Der Beauty-Souvenir-Shop «Swiss Highlight Interlaken» ist unbesucht, der Boden stattdessen mit Kartonschachteln übersät. «Wir liefern momentan viele Pakete nach Hongkong», sagt der Geschäftsinhaber Lu Zhai. Das Onlinegeschäft würde sie jetzt noch über Wasser halten, denn zurzeit gehe es ihnen «gar nicht» gut. «Ich musste bereits zwei Angestellte entlassen. Der Umsatz ist um 95 Prozent eingebrochen», sagt Zhai. Jetzt müssten die Behörden handeln. «Es kann nicht so weitergehen», hält der Ladenbesitzer fest. Im Kanton Bern sind in der vergangenen Woche 64 Gesuche zur Kurzarbeit eingegangen, zehn davon wurden bewilligt.

Im Hotel Weisses Kreuz direkt nebenan hat die Rezeptionistin alle Hände voll zu tun. «Die Gäste rufen an und wollen wissen, ob das Coronavirus bereits in Interlaken angekommen ist. Die meisten stornieren ihre Buchung.»

«Gestern hat mir eine Kundin gesagt, sie habe Interlaken seit 45 Jahren nicht mehr so erlebt.»

Taxifahrer in Interlaken

Und so geniesst man für einmal die Sicht auf den Hausberg Harder Kulm für sich alleine. Geht man zurück durch die ausgestorbenen Einkaufsmeilen in Richtung Bahnhof, trifft man auf zahlreiche Taxifahrer, die auf Aufträge warten. «Wir stehen hier stundenlang und haben nichts zu tun», sagt ein Taxifahrer. «Gestern hat mir eine Kundin gesagt, sie habe Interlaken seit 45 Jahren nicht mehr so erlebt.»

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Langweilige Touristenbilder mal anders

Im Mai 2019 wurde Luzern noch von Chinesen gekapert:

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Octavius 12.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Jammer, Jammer ich sagen das seid Jahren diese Geschäfte haben wie beim Roulette alles auf eine Zahl gesetzt und jetzt kommt sie nicht.
    Ich habe, keine Ahnung wer bei denen die Risikoanalysen gemacht hat. Sich nur auf es chond scho guet zu verlassen, scheint mir stümpethaft .
  • Schneider Alex 12.03.2020 06:37
    Highlight Highlight
    Coronavirus zeigt: Wahlbedarf ist riesig!

    Die Mobilitäts- und Aktivitätseinschränkungen zeigen deutlich, welch grosser Anteil der Wahlbedarf in unserer westlichen Gesellschaft unterdessen eingenommen hat. Unsere Gesellschaft funktioniert grundsätzlich auch ohne grosse Wahlbedarfsdeckung weiter. Probleme gibt es natürlich hauptsächlich für jene, die in Wahlbedarfsbereichen tätig sind.
  • Darkglow 11.03.2020 18:29
    Highlight Highlight Interlaken hat Jahrzehntelang nur auf Tourismus gesetzt und die lokale Bevölkerung musste sich immer weiter nach Westen, zuerst Thun und danach Bern orientieren. Nun kommt die Quittung und hoffentlich ein Umdenken... Mir tut es leid um alle die Ihre Arbeit verlieren bzw. Umsatzeinbussen haben, aber um ehrlich zu sein, es war abzusehen, das dieser Tag einmal kommt.
  • Sam Ville 11.03.2020 17:02
    Highlight Highlight ich arbeite am bürkliplatz zürich.alles gut gefüllt. regale im supermarkt,tram, zug, strassen, promenade.... alles voll. auch viele touristen. ihr habt wohl eure photos um 6 uhr morgens am sonntag gemacht damit es auch schön tragisch aussieht
  • joerckel 11.03.2020 15:35
    Highlight Highlight kann ja nicht so schlimm sein, alles via Online handel erhältlich und das alles ohne druckete
  • Francis Begbie 11.03.2020 15:19
    Highlight Highlight Es ist wunderschön Luzern so zu sehen. Mit den Touriläden, Schmuckgeschäften und Hotels habe ich null Mitleid. Eine. solchen Tourismus braucht ohnehin niemand. Eine Konsolidierung tut nicht nur der Eventbranche gut.
  • THEOne 11.03.2020 15:16
    Highlight Highlight erst jammern sie, es seien viel zu viele touristen, jetzt jammern sie, es seien zu wenige.
  • Heinzbond 11.03.2020 14:24
    Highlight Highlight Entweder zuviel Touris oder zu wenig, jetzt musst ihr euch aber langsam mal entscheiden...
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.03.2020 14:11
    Highlight Highlight Die einzige Frage, die sich stellt ist, ob Ende Jahr Covid und Corona die neuen Trendvornamen sind.
  • kusel 11.03.2020 13:09
    Highlight Highlight Die Geschäfte müssen nicht jammern. Die haben jahrelang Touristen mit überzogenen Preisen abgezockt. Da sollte doch mehr als genug auf der hohen Kante sein, um auch mal ein paar Monate überbrücken zu können.
    • J.B 11.03.2020 14:04
      Highlight Highlight ... würde mich erstaunen - raus mit dem Zaster. Am Schluss müssen die Angestellten die Zeche bezahlen!
    • Francis Begbie 11.03.2020 17:39
      Highlight Highlight @ J.B
      Nö, wir alle dank Kurzarbeit die von ALV Beiträgen finanziert wird. Und wenn die ALV mal wieder knapp bei Kasse ist, kürzt man die Anzahl Taggelder einmal mehr. 🤦🏼‍♂️
  • ich-bin-so-mellow 11.03.2020 12:59
    Highlight Highlight Alles so wunderbar mellow hier ^^
  • äti 11.03.2020 12:50
    Highlight Highlight Ich mag den Einwohner der Touri-Städten etwas Ruhe echt gönnen. Mehr, Noch-Mehr, Schneller, Billiger - vielleicht ist mit etwas weniger auch gut, für viele.
  • Antigone 11.03.2020 12:35
    Highlight Highlight Muss gestehen, als Luzernerin geniesse ich die jetzige Situation extrem! (Mir machen die Touris jedoch nichts aus, man hat sich an sie gewöhnt).

    Wie schon von Anderen erwähnt: Man kann ohne Gedränge am See entlang spazieren, es hat freie Plätze in Cafés, usw. Einfach richtig entspannend☺️
  • Hasek 11.03.2020 11:26
    Highlight Highlight Bucherer (u.v.a.) erhält staatliche Unterstützung in Form von Kurzarbeit auf Steuerkosten. Das Betriebsrisiko wird also während der Pandemie kurzerhand sozialisiert. Sobald die Gewinne wieder sprudeln werden dann wieder Dividenden ausbezahlt. Irgendwie ist es immer so, dass die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert werden...
    • TanookiStormtrooper 11.03.2020 13:41
      Highlight Highlight Willkommen im Neo-Liberalismus...
    • Smörebröd 11.03.2020 20:32
      Highlight Highlight Wäre es schlauer, wenn die Betriebe ganz dicht machen und die Angestellten auf die Strasse stellen müssten? Was würde den Steuerzahler weniger kosten?
      Da finde ich die Kurzarbeits-Variante schon einiges besser, vor allem für die Angestellten. Im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit laufen bei Kurzarbeit alle Versicherungen - vor allem auch BVG - voll weiter (https://www.ahv-iv.ch/p/2.11.d).
  • gredu74 11.03.2020 11:24
    Highlight Highlight Wenn merkt die Menscheit endlich, dass die Wirtschaft nicht das Wichtigste ist? Muss zuerst wirklich die Menscheit aussterben und alles um sich mitreissen?
  • mäci 11.03.2020 11:07
    Highlight Highlight War gestern das erste Mal Koreanisch Essen. Dachte mir, wenn im Moment wegen des Coronavirus fast keine Koreaner nach Interlaken kommen, dann könnte man ja mal zum Koreaner gehen – Sozusagen als kulinarischer Kulturaustausch.

    Kann ich jedem empfehlen, der gerne etwas neues ausprobiert!
    • RAZZORBACK 11.03.2020 15:08
      Highlight Highlight Ja, Bulgogi oder auch Bibimbap und dazu Kimchi.
  • feuseltier 11.03.2020 11:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Spüdlifalt 11.03.2020 11:00
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn sich eine Stadt so stark auf eine Tourismus-Region ausrichtet, dass sich ihr Stadtbild verändert und die Geschäfter homogenisiert werden, tue ich mich wirklich schwer, Mitleid aufzubringen.
    Mögen Luzern, Interlaken und co. ihre Lehren daraus ziehen.
  • Denk-mal 11.03.2020 10:54
    Highlight Highlight @In vino veritas, genau! Man muss nicht ein SOZI sein um die Geldgierigen Hotels, Geschäfte und Bahnen zu durchschauen. Das oberböseste wird folgen! Mit Steuergeldern, wenn es lange weitergeht und das wird es, wird der Steuerzahler helfen müssen. So eine Sauerei!
    • farbarch1 11.03.2020 15:12
      Highlight Highlight Ich denke, wir alle profitieren von stabilen Verhältnissen in der Schweiz. Wenn man diese Art Geschäfte unterbinden will, sollte das geschehen, bevor eine Pandemie ausbricht.
  • fools garden 11.03.2020 10:50
    Highlight Highlight Das Virus ist sicherlich schlecht für die Wirtschaft, aber womöglich wär es schneller ausgestanden wenn wir uns für ein paar Wochen konsequent verhalten.
    • farbarch1 11.03.2020 15:13
      Highlight Highlight Das ist ein interessanter Gesichtspunkt. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass in China nach Aufhebung der Sperren das Virus sich sehr rasch wieder vermehrt.
  • Denk-mal 11.03.2020 10:50
    Highlight Highlight @mrmikech, exakt und noch dies: Otto-Normalo aus der Schweiz muss seit x-Jahren seine Ferien ausserhalb der teuren Hotels in der Schweiz, in Nachbarländer ausweichen. Ich verdiente zwar als Musiker (Sextett) gutes Geld in Schweizer Hotels vor Jahren. Regte mich immer auf, nur Ausländer anzutreffen. Einfache Schweizerbürger, hätten ja die Steuererklärung vorlegen können, um kulante Angebote über Wochenenden zu erhalten. Aber, wir waren den Hoteliers zu wenig. Die Chinesen übernachten ja nur sehr kurz, aber nein, auch die Klunkereschäfte pumpten sich auch auf. Alle selber Schuld. Kein Mitleid!
  • PeteZahad 11.03.2020 10:47
    Highlight Highlight Ich kann es nur immer wieder schreiben: Ich habe Breaking-News Push abonniert, also möchte ich Breaking-News erhalten. Wenn sich an der Situation im In- und Ausland etwas ändert, dann könnt ihr das gerne pushen. Richtet einen Corona-Push-Channel ein für solche Beiträge. Merci!
  • BigMic 11.03.2020 10:13
    Highlight Highlight War letzte Woche in Luzern und fand es wunderbar!
    • farbarch1 11.03.2020 15:15
      Highlight Highlight Luzern ist die schönste Stadt der Schweiz.
  • Weiterdenker 11.03.2020 10:04
    Highlight Highlight Es ist eigentlich schon verrückt, wenn die Wirtschaft nur noch durch den Fremdenverkehrt richtig funktioniert. Schon allein diese Tatsache zeigt, wie unnachhaltig das ist.

    Ich für meinen Teil würde jetzt sehr gerne nach Luzern gehen, um die Stadt mal ohne die Tausenden von Touristen zu geniessen. Schade, dass mein Zeitbudget das gerade nicht zulässt.
    • Toltec 11.03.2020 13:50
      Highlight Highlight "den Fremdenverkehrt" - mein Vorschlag als 'Wort des Jahres'
  • In vino veritas 11.03.2020 09:59
    Highlight Highlight Vielleicht fahre ich dieses Wochenende wieder mal nach Luzern. Privat war ich schon lange nicht mehr in Luzern, da es mir einfach zu viele Leute hat, um am See zu schlendern oder die schönen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch könnte ich endlich mal aufs Jungfraujoch. Die horrenden Preise und die Horden von Asiaten haben mich bis anhin davon abgehalten.
    • Duscholux 11.03.2020 10:14
      Highlight Highlight Bleib lieber daheim. Den Alten und Schwachen zu liebe.
    • Gondeli 11.03.2020 10:48
      Highlight Highlight Nur wenn wir bis am Wochenende überhaupt noch innerhalb der Schweiz reisen dürfen!

      ... Sieht nicht gut aus!
    • f303 11.03.2020 23:11
      Highlight Highlight ach Gondeli, schon wieder?
  • Christian Mueller (1) 11.03.2020 09:57
    Highlight Highlight Da wird sich der SVP-Aeschi aber freuen, dass er beim Skilift nicht mehr anstehen muss...
    • In vino veritas 11.03.2020 10:54
      Highlight Highlight Tja, das mit dem Skifahren wird auch der Äschi lernen müssen. Wo es keinen Schnee hat, kann man auch nicht mehr Wintersport betreiben😕. Diese verrückten Wissenschaftler haben ständig etwas von Erderwärmung und Klimawandel geredet, aber da hat er halt nicht zugehört🤷‍♀️.
  • regen 11.03.2020 09:49
    Highlight Highlight jaja, schlecht für die wirtschaft 🤷‍♂️....wobei mit bucherer (tagesumsatz ca. 1 mio., kein witz) und co. habe ich absolut kein mitleid. mir tun eher die kleineren an der periferie leid, die von den brosamen der grossen zu leben versuchen....
    und als in luzern lebender, als native quasi, geniesse ich diese leere, einfach paradiesisch....
  • Etniesoph 11.03.2020 09:48
    Highlight Highlight Den Aeschi von der SVP wird es freuen! Aber nun muss er im überfüllten Bundeshaus rumstösseln statt freies skifahren auf dem Titlis für freie Schweizer!
  • Toerpe Zwerg 11.03.2020 09:48
    Highlight Highlight Overtourism ist Plage und Segen zugleich.
    • Triumvir 11.03.2020 10:28
      Highlight Highlight Segen wohl eher nicht und wenn doch ein bisschen, dann nur für geldgeile Menschen.
  • Rectangular Circle 11.03.2020 09:48
    Highlight Highlight Es tut mir natürlich leid für die Betriebe, die jetzt womöglich um ihre Existenz fürchten müssen.

    Aber ich habe es am Sonntag richtig genossen, bei schönstem Wetter wieder einmal ohne das Gedränge durch die Altstadt zu schlendern.

    Und bei den Cafés an der Reuss waren sogar noch ein paar Tische frei. Es war richtig entspannend.
  • mrmikech 11.03.2020 09:46
    Highlight Highlight Nicht schlimm. Kann eh nicht weitergehen so, millionen von touristen überall wo menschen normal leben wollen.
    • Balikc 11.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Darf ich fragen, wo du deine Ferien verbringst?

      Touristen und Ausländer: Keiner mag sie, aber jeder ist selbst einer.
    • mrmikech 11.03.2020 16:16
      Highlight Highlight @Balikc: ich gehe nie an orte wo es massen touristen gibt, warum soll ich, es gibt so viele schöne orte. Es geht mir darum dass viele städte unbewohnbar werden wegen das massentourismus, es soll einfach aufhören.

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