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SNB mit hohem Gewinn 2025 – Kantone und Bund profitieren

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Geldsegen für Bund und Kantone: SNB schüttet dank Gewinn Milliarden aus – das Wichtigste

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 2025 erneut einen hohen Gewinn eingefahren. Entsprechend werden Bund und Kantone davon profitieren. Das Wichtigste dazu.
09.01.2026, 07:5309.01.2026, 10:24
epa12584596 Chairman of the Governing Board of the Swiss National Bank (SNB) Martin Schlegel speaks during a press conference of the Swiss National Bank (SNB BNS) on the key interest rate, in Bern, Sw ...
SNB-Präsident Martin Schlegel.Bild: keystone

Wie viel Gewinn hat die SNB 2025 gemacht?

Nach provisorischen Berechnungen weist die SNB für 2025 einen Gewinn von rund 26 Milliarden Franken aus. Genaue Zahlen nennt die SNB in ihrem Vorabbericht nicht. Sie wird den ausführlichen Bericht am 2. März und den Geschäftsbericht am 17. März publizieren.

Ist das mehr als im vorigen Jahr?

Nein, im Jahr 2024 hatte die Notenbank einen absoluten Rekord ausweisen können: einen Überschuss von 80,7 Milliarden. Die zwei Jahre davor gab es jeweils Verluste.

Woher rührt der Gewinn im 2025?

Zum hohen Gewinn steuerte laut einer Mitteilung vom Freitag der gestiegene Goldpreis einen ansehnlichen Beitrag bei: Auf dem Goldbestand verbuchte die SNB einen Bewertungsgewinn von 36,3 Milliarden Franken.

Auf ihren Fremdwährungspositionen weist die Notenbank derweil einen Verlust von rund 9 Milliarden Franken aus. Darin eingerechnet sind Wechselkursveränderungen des Frankens sowie Kursgewinne und -verluste auf Aktien und Anleihen im Auslandportfolio inklusive Zins- und Dividendenerträgen.

Auf Frankenpositionen resultierte ein Minus von 0,9 Milliarden. Weil der US-Dollar im vergangenen Jahr zum Franken um rund 12 Prozent abgewertet hat, dürften in dieser Position hohe Wechselkursverluste angefallen sein. Auf der Gegenseite dürften die starken Aktienmärkte einen guten Teil dieser Verluste kompensiert haben.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird laut SNB 12,7 Milliarden Franken betragen. Nach Berücksichtigung der Ausschüttungsreserve von 12,9 Milliarden resultiert ein Bilanzgewinn von rund 26 Milliarden.

Was bedeutet das für die Ausschüttung?

Der Gewinn ermögliche laut Mitteilung einerseits eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie. Bei 100'000 Aktien sind das also 1,5 Millionen Franken. Die Höhe der Dividende ist somit im Vergleich zur maximal möglichen Gewinnausschüttung an Bund und Kantone (bis zu 6 Milliarden Franken) verschwindend klein. Die SNB-Aktien werden ungefähr hälftig von der öffentlichen Hand und privaten Aktionären gehalten.

Andererseits wird erneut die öffentliche Hand profitieren: Es werde eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 4 Milliarden Franken möglich, heisst es. Im Vorjahr waren es trotz höherem SNB-Gewinn noch 3 Milliarden.

Warum gibt es trotzdem mehr für Bund und Kantone?

Dass die Gewinnablieferung trotzdem deutlich höher ausfällt, wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist aber systembedingt.

Denn nicht der Jahresgewinn entscheidet über die Ausschüttung, sondern der Bilanzgewinn. Der Jahresgewinn ist nur ein Baustein davon. Die anderen Elemente sind die Rückstellungen für Währungsreserven sowie die sogenannte Ausschüttungsreserve.

Die Ausschüttungsreserve der SNB ist ein Puffer zur Glättung der jährlichen Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone. Sie speist sich aus früheren Gewinnen und Verlusten. Die Reserve ermöglicht es der SNB auch, in Jahren mit Verlusten eine Gewinnausschüttung vorzunehmen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bilanzgewinn genug hoch ist. Bis 2024 aber schob die SNB wegen der schwachen Vorjahre noch eine negative Ausschüttungsreserve von mehr als 50 Milliarden Franken vor sich her.

Zuerst Hypothek abgebaut

Dieses Minus musste vergangenes Jahr erst mit einem grossen Teil des Rekordgewinns getilgt werden, was den massgebenden Bilanzgewinn erheblich schmälerte. Darum die im Vergleich zum Vorjahr nun höhere Gewinnausschüttung.

Die «Hypothek» hatte sich in den Jahren davor ausgebaut. 2022 fiel das Minus mit rund 132 Milliarden Franken besonders hoch aus, vor allem wegen Wechselkursverlusten. 2023 betrug der Verlust 3,2 Milliarden. In beiden Jahren fielen die Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone aus.

(lak/dab/awp/sda)

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